                              Ahmed  Rami



                        Ein moderner Hexenprozess




                    Deutsche bersetzung:  Jrgen Graf










                      Copyright Ahmed Rami, Stockholm 1994
                      ISBN 91-9711094-44
                      Kultur Verlag, Box 316, 10126 Stockholm
                      Telefon: +46-08-6498316


                                                     1
Inhaltsverzeichnis		        Seiten

 1. Die Hexenjagd auf Radio Islam			3

 2. Paragraphen gegen Argumente			14

 3. Zions zuknftige Herrlichkeit			16

 4. Die Demokratie muss verteidigt werden		24

 5. Die jdische Macht ber die Massenmedien	28

 6. Die Meinungsfreiheit im Westen eine Heuchelei	33

 7. Ein demokratisches Palstina			41

 8. Die missbrauchte Benennung "Antisemit"		48

 9. Das Urteil und mein Gefngnisaufenthalt		52

10. Wir brauchen eine geistige Erneuerung		59

11. Das Flugblatt					63

12. Ein Artikel aus der Islamistenzeitung Al-Shaab	81

13. Die Befragung Professor Jan Bergmans		88












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Die Hexenjagd auf Radio Islam

Im Jahre 1977 begann der Kurzwellensender Radio Islam in Stockholm 
unter meiner Leitung mit seinen Sendungen. Ihr erklrtes Ziel bestand 
darin, ber die Palstinafrage zu informieren und tabuisierte Themen 
hinsichtlich des Zionismus und der jdischen Usurpierung und Besetz-
ung Palstinas zu diskutieren.

Das Judentum mit seinen politischen Ansprchen auf Palstina und 
seinen politischen Lobbys stellt eine politische Ideologie dar, dies ver-
steht sich von selbst. In der Begrndung und fortgesetzten Existenz des 
Staates Israel spielt das Judentum eine ganz entscheidende polit-ische 
Rolle. Folglich werden die Juden, auf Grund ihrer reprsentativen 
Organisationen und wegen ihrer politischen Untersttzung fr Israel zu 
politischen Akteuren. Aus diesem Grund mssen Israel, das Judentum 
sowie die Juden sich damit abfinden, kritisch unter die Lupe genommen 
und auch von ihren Widersachern einer Analyse unterzogen zu werden. 

Von Beginn an verfolgte ich das ehrgeizige Ziel, Radio Islam zum 
Forum fr einen Dialog und zum gegenseitigen Verstndnis von Islam, 
Christentum und Judentum zu gestalten. Zur Erreichung dieses Ziels 
habe ich in meinen Sendungen Fhrer und namhafte Vertreter ver-
schiedener Kirchen und Gemeinden interviewt, wie den Erzbischof, 
den Bischof des Bistums Stockholm, den Leiter der religisen 
Programme am schwedischen Radio, Krister Hedin, und Schwester 
Marianne vom Kloster Alsike. 

Schwester Marianne wurde zum Opfer einer wsten Hetzkampagne 
seitens der zionistisch gesteuerten Medien, wegen ihrer unverblmten 
und mutigen Stellungnahme fr die Gerechtigkeit im Nahen Osten. 
Diese fromme Frau, welche fr die schwedischen Medien frher eine 
Heilige gewesen war, wurde nach ihrem Interview mit Radio Islam de 
facto aus den schwedischen Medien verbannt. Kurz vor diesem 
Gesprch war sie bei einer Meinungsumfrage zum Thema, welche 
Persnlichkeiten die ffentliche Meinung in Schweden am nachhaltigst-
en beeinflussen, hinter dem Staatsminister auf dem zweiten Platz 
gelandet!


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Ich habe auch den Versuch unternommen, einen Dialog mit dem aus 
den USA importierten Oberrabbiner in Stockholm, Morton Narrowe, 
zustandezubringen, indem ich ihn einlud, in einer Sendung von Radio 
Islam ber Fragen von gemeinsamem Interesse zu debattieren. Doch 
das einzige, was ich von diesem Judenfhrer erhalten habe, war ein 
lakonischer Brief, dessen Inhalt aus einem einzigen kurzen Sats 
bestand: "Ich habe keine Zeit fr Sie."

Der Rabbiner weigert sich also, sich im Wortstreit mit seinen politisch-
en Gegnern zu messen, weil er ihnen in den blicherweise von den 
Zionisten beherrschten Medien kein Forum gnnen will. Durch diese 
anmassende Haltung beweist er, dass die Zionisten im Zusammenhang 
mit dem Palstinakonflikt keinerlei Absicht hegen, sich zwecks einer 
konstruktiven und zivilisierten Betrachtung des Problems auf einen 
Dialog einzulassen. Die Zionistenhuptlinge fhlen sich nur dort wohl, 
wo Gleichgesinnte sterile Monologe halten. Wenn es in den westlichen 
Medien zu einer Debatte ber die Palstinafrage kommt, so versichern 
die Teilnehmer gleich zu Beginn fast stets, sie seien Israels Freunde, 
untersttzten Israel und wnschten dem Judenstaat nichts als Gutes. 

Man darf also kein Widersacher Israels sein! Eine "Kritik" an Israels 
Einfall im Libanon beispielsweise muss bei einer solchen Scheindebatte 
unter Zionisten und Zionistenfreunden oft damit begrndet und ent-
schuldigt werden, dass sie "Israel schadet und seine Existenz sowie auch 
seine Moral bedroht".

Der Konflikt zwischen dem Judenstaat und den Arabern wird in der 
westlichen Presse hchst selten vom Standpunkt der Araber und ihrer 
Interessen aus beurteilt. Dieser Konflikt stellt ein kompliziertes Puzzle 
dar, bei dem der palstinensische Teil in der westlichen Welt so gut wie 
ganz unbeachtet bleibt. Nur die Sicherheit Israels - niemals die der 
Araber! - zhlt und erweckt Besorgnis. Auch die "Palstinagruppen" in 
Schweden, an deren Spitze einige jdische Trotzkisten und sonstige 
Linksradikale stehen, gelangten 1988 mit einer Erklrung an die 
ffentlichkeit, derzufolge sie sich auf Grund der Politik Shamirs 
Sorgen um die Moral Israels machtens - als habe der Banditenstaat 
Israel berhaupt so etwas wie eine Moral!


                                                      4
Inmitten dieses zionistischen Propagandawustes erhebt pltzlich Radio 
Islam seine Stimme! Zweifelsohne waren die geschilderten Umstnde 
der Grund dafr, dass Radio Islam sich die Freiheit genommen hat, die 
Geschichte des Zionismus sowie die Palstinas einmal kritisch zu be-
leuchten, und zwar aus der - fr Schweden ungewhnlichen - islam-
ischen und arabischen Perspektive. Radio Islam sprach von Palstinens-
ischen, arabischen und muslimischen Interessen und Sicherheits-
erwgungen. 

Als Muslimen und Opfer des Zionismus verwerfen Palstinenser und 
Araber die blicherweise aufgetischte jdische Version des Palstina-
konfliktes in Bausch und Bogen. Dieser jdischen Version nach wird 
sogar die Existenz eines palstinensichen Volkes geleugnet, und so-
wohl christlichen wie islamischen Palstinensern werden ihre legitimen 
Menschenrechte aberkannt.

In seinen Programmen spiegelt Radio Islam die islamische Erweck-
ungsbewegung wider und macht sich deren Stellungnahme zu eigen. 
Jede Anerkennung der Existenz des Kolonialstaates Israel wird als 
Anerkennung der Vergewaltigung und Besetzung Palstinas durch die 
Juden gedeutet. (Der schwedische Aussenminister Sten Andersson 
bezeichnete den Prsidenten des Irak neulich als "Ruber". Welcher 
schwedische Politiker brchte heutzutage den Mumm auf, einen israel-
ischen Fhrer als "Ruber" zu bezeichnen, obgleich Israel doch heute 
der grsste Banditenstaat des Nahen Ostens ist?)

Die militrische berlegenheit der Juden und die technologische 
Unterlegenheit der Muselmanen sind ein vorbergehendes Phnomen, 
das sich mit bestimmten historischen Umstnden erklren lsst. Im 
Prinzip gibt es bloss eine einzige Lsung eines Besatzungs- und 
Kolonialproblems, und das ist die Entkolonialisierung!

Beim Konflikt zwischen Juden und Nichtjuden, sei es nun in Palstina 
oder anderswo, gibt es zumindest zwei Seiten. Auf dem Gebiet der 
Politik, der Massenmedien und der Geschichtsschreibung muss man 
sich ber die Versionen beider Seiten auf dem laufenden halten und 
sich ber die Geschichtsauffassung, die Rechte und die Standpunkte 
beider Seiten informieren. 

                                                    5
War es in alten Zeiten blich, dass die Sieger die "Geschichte" der alten 
Reiche in Gestalt von Sagen und Legenden niederschrieben, so hat die 
moderne Geschichtsschreibung, deren Beginn wir bei Ibn Khaldoun 
ansetzen knnen, Geschichte von Geschichten zu trennen vermocht. Im 
Fall des vorliegenden Konflikts verhlt es sich eben so, dass die Juden 
ihre religisen, jdischen Legenden als "Geschichte" verkaufen. Das 
Judentum stellt ein anachronistisches berbleibsel  aus grauer Vorzeit 
dar! 

Um einen gerechten und dauerhaften Frieden zustande zu bringen ist es 
unbedingt erforderlich, die gngige zionistische Propagandaversion der 
Geschichte zu berichtigen, in Frage zu stellen und schliesslich zu 
verwerfen. Es geht dabei auch um den Grundsatz der Meinungs- und 
Forschungsfreiheit. Die Geschichtsschreibung darf nicht zur Magd der 
Politik herabgewrdigt und ins Korsett von Paragraphen gezwngt 
werden! Es gibt keine "heilige" Geschichte. Eine Geschichtsschreibung, 
die diesen Namen verdient, darf nicht zum religisen Glauben 
umgewandelt werden.

Man darf gewhnlichen Menschen oder Forschern nicht verbieten, 
Fragen zu stellen, Forschung zu betreiben und gewisse historische und 
politische Themen zu diskutieren. Wissenschaftliche Methoden mssen 
ungeachtet der Hegemonie und militrischen berlegenheit Israels auf 
allen Gebieten der geschichtlichen und politischen Forschung zum Zuge 
kommen drfen.

Wenn die gegenwrtige militrische berlegenheit der Juden eine fried-
liche, zivilisierte, logische und gerechte Lsung des Palstinakonflikts 
vereitelt, so muss man sich wenigstens um eine korrekte Darlegung des 
Problems bemhen. Doch wenn Massenmedien und Geschichtsschreib-
ung von den Juden beherrscht werden, wird die Darstellung des 
Problems zwangslufig verzerrt ausfallen.

Um ein berhmtes Wort de Gaulles nach den ersten Siegen der 
Deutschen ber Frankreich abzuwandeln: Die Moslems haben eine 
Schlacht verloren, nicht aber den Krieg. Der Widerstand gegen die 
Okkupanten ist ein legitimes Recht, ja, geradezu Pflicht fr alle der 
Kolonialherrschaft unterworfenen Vlkerschaften!

                                                     6
Die Hexenjagd auf Radio Islam veranschaulicht den jdischen 
intellektuellen Terrorismus. Sobald jemand den Schneid aufbringt, 
ffentlich gegen ein zionistisches Tabu zu verstossen oder den 
Zionismus radikal zu kritisieren, trommelt die Judenlobby flugs ihre 
Helfershelfer zusammen, um die lstige Stimme zum Schweigen zu 
bringen.

Fr die Zionisten war Radio Islam ein ganz neues Phnomen: Da 
erfrechte sich doch tatschlich so ein hergelaufener Araber, in seinen 
Radiosendungen auf schwedisch ber die jdische Machtkonzentration 
in der westlichen Welt und deren Untersttzung fr die barbarische 
Besetzung Palstinas zu sprechen! Man stelle sich so etwas vor: Ein 
Moslem, der sein verbrieftes Recht auf freie Meinungsusserung auch 
wirklich in Anspruch nimmt!

So wie die zionistischen Medien die "ffentlichkeit" 1989 zum Schutz 
des armen Salman Rushdie mobilisiert hatten, mobilisierten die 
Zionisten bald darauf die Intellektuellen, die Mediencliquen sowie die 
Justiz, um Radio Islam einen Maulkorb aufzusetzen. 

Der oberste jdische Propagandatrommler, Elie Wiesel, gab den Takt 
an. In einem Artikel in der Zeitung "Expressen" rief er Medien und 
Behrden dazu auf, Radio Islam zu verbieten und dessen 
Verantwortliche vor Gericht zu stellen.

Die zionistische Hetzkampagne gegen Radio Islam begann schon bald 
nach den ersten Sendungen. Aus ganz Schweden flatterten Hunderte 
von Strafanzeigen ins Justizministerium. Ein jdischer "Hrer" aus 
Gteborg, wo man den Kurzwellensender leider Gottes gar nicht hren 
kann, verfasste eine Strafanzeige von 12 Seiten Umfang mit lauter 
Zitaten aus den Sendungen von Radio Islam!

Von berall her, sogar aus den USA, tanzten jdische Delegationen 
beim Justizministerium an und verlangten von diesem die "sofortige 
Schliessung" des Senders. Schon im Sommer 1987 wurden wir am 
Fernsehen vom Oberzionisten Per Ahlmark, einem zum Judentum 
bergetretenen Schweden, heftig attackiert, und man verweigerte mir 
das Recht auf Gegendarstellung.

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Am 27. Januar 1988 schrieb der Journalist Sune Olofson in der 
Zeitung "Svenska Dagbladet" folgendes: "Justizminister Hans Stark 
kennt den Inhalt der Sendungen von Radio Islam. Folgende Personen 
und Organisationen haben ihm ihre Aufwartung gemacht: Gabriel 
Romanus, das Schwedische Komitee gegen Antisemitismus, Stefan 
Meisels, der Zentralrat der jdischen Gemeinden, Gabriel Stein, die 
ADL sowie der in Paris wohnhafte Politologe Svante Hansson. Sie alle 
wollen Radio Islam stoppen.

Justizminister Stark sagte zu "Svenska Dagbladet": "In den Sendungen 
von Radio Islam luft eine Debatte ber die Palstinafrage ab, und das 
mssen wir tolerieren knnen. Solche Fragen darf man keineswegs 
unter den Teppich kehren; dies wre das Gefhrlichste, was wir tun 
knnten."

Svante Hansson hat im Auftrag der Jdischen Gemeinde die 
Sendungen von Radio Islam unter die Lupe genommen. Der israelische 
Botschafter bei der UNO kritisierte in New York in einem von der 
schwedischen Zionistenzeitung "Expressen" verffentlichten Gesprch 
mit Per Ahlmark die schwedische Regierung, weil sie diese islamische 
Radiostation duldet. 

Der rhrige zionistische Wanderprediger und professionelle "Holo-
caust-berlebende" Elie Wiesel zog in "Expressen" wie auch in 
amerikanischen Zionistenblttern hasserfllt ber mich her. Die 
jdische Freimaurerloge B'nai B'rith hielt 1989 in Stockholm einen 
Kongress mit ber 500 Teilnehmern ab, bei dem sie sich voll hinter die 
zionistische Kampagne gegen Radio Islam stellte.

Da es fr mich ein Ding der Unmglichkeit war, in den zionistisch 
gesteuerten Medien zu Wort zu kommen, habe ich drei Bcher 
verffentlicht: "Vad r Israel?", "Israels makt i Sverige" und "Ett liv fr 
frihet". 1988 kapitulierte das Justizministerium schliesslich vor den 
jdischen Pressionsversuchen und beschloss, Anklage gegen mich zu 
erheben. 




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Per Ahlmark, schwedisches Sprachrohr Nummer eins der Zionisten, 
erklrte am 31. Mrz jenes Jahres in der Zeitung "Sydsvenska 
Dagbladet", die Kampagne gegen Radio Islam habe "zu einem Sieg fr 
uns gefhrt. Wir haben die Behrden nun auf unsere Seite 
bekommen!" 

Anklagepunkt war "Beleidigung der jdischen Volksgruppe". Offenbar 
hatte ich es an Achtung vor der zionistischen Besetzung Palstinas 
fehlen lassen. Auch gegen mein Buch Vad r Israel? wurde geklagt, 
unter anderem, weil ich, so Chefanklger Bondestam, darin eine 
Karikatur verffentlicht hatte, die den ehemaligen US-Aussenminister 
Kissinger mit den Nationalsozialisten vergleicht. Dadurch hatte "Ahmed 
Rami das jdische Volk in der Gestalt Kissingers beleidigt"!

Neben dem Buch Vad r Israel? erstreckte sich die Anklage auf 64 
Zitate aus den Sendungen von Radio Islam. Der Prozess begann am 5. 
September 1989 und dauerte mehr als zwei Monate, nmlich bis zum 
14. November. Mglicherweise war es der lngste Prozess der 
schwedischen Geschichte. Alle beanstandeten Programmauszge 
wurden vor der Jury und den Richtern auf Tonband abgespielt. Ein 
Schauspieler, Leif Stalhammar, las die beanstandeten Texte aus Vad r 
Israel?

Der Anklger hatte vier Zeugen aufgerufen: 

a) Oberrabbiner Morton Narrowe. Dieser rechtfertigte unter anderem 
die Tatsache, dass israelische Soldaten bei der Intifada palstinensische 
Kinder erschiessen, damit, dass "die Steine, welche die Kinder auf die 
jdischen Soldaten werfen, ja zu gross sind". Der fromme Rebbe zeigte 
mit den Hnden, wie gross die Steine sind.

b) Der jdische Medizinprofessor Georg Klein. Eines seiner Argumente 
im Zeugenstand war, dass viele jdische "Holocaust-ber-lebende" ein 
psychisches Trauma erlitten haben, weil sie die Sendungen von Radio 
Islam hrten! Professor Klein trat in seiner Eigenschaft als "Holocaust-
Opfer", also als "Vernichteter", auf. Er jammerte: "Hitler raubte uns 
mit seinem Holocaust das Leben, und nun will uns Rami unseren Tod 
rauben, indem er diesen Holocaust leugnet."


                                                      9
c) Der prozionistische Historiker Jrgen Weibull, der Zeugnis davon 
ablegte, dass Ahmed Ramis Kritik an den Juden "vom Nazismus und 
Antisemitismus inspiriert" war und dass "Ramis Kritik am Judentum 
genau der Kritik Hitlers am Judentum entspricht; folglich muss Ramis 
Buch Vad r Israel? genau so verboten werden, wie man Hitlers 'Mein 
Kampf' verboten hat". 

Die laut Professor Weibull von Hitler inspirierten Zitate waren in Tat 
und Wahrheit solche aus dem Alten Testament sowie Zitate ber die 
Juden, die von Karl Marx, Jesus, Luther, Voltaire, Mohammed und 
anderen Persnlichkeiten stammten und von Radio Islam wiedergegeb-
en wurden. Weibull wandte darauf ein, die antijdischen Zitate des Karl 
Marx seien von Hitler inspiriert worden. Man sieht, dass ein 
Geschichtsprofessor fr allerlei berraschungen gut sein und mit hoch-
interessanten neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen aufwarten kann!

d) Der zionistenfreundliche ehemalige Bischof Krister Stendahl, 
Professor emeritus an der Bostoner Harvard-Universitt. Er war eigens 
von Boston nach Stockholm berufen worden, um gegen Radio Islam 
auszusagen. Stendahl machte unter anderem geltend, Ahmed Ramis 
Deutung des Alten Testaments, die Teil seiner Kritik an Israel bilde, sei 
falsch und kriminell; nur die Juden selbst besssen das Recht, sich 
selbst zu definieren und ihr Altes Testament zu deuten! 

Dieser Afterlogik zufolge drfen also nur Nationalsozialisten ihre 
eigenen Texte interpretieren und ihre Ideologie darlegen! Beinhaltet die 
Selbstdefinition der Juden nicht auch das "Recht", Palstina fr sich in 
Anspruch zu nehmen und das palstinensische Volk zu unterdrcken 
und notfalls auszurotten? Ist diese jdische Selbstdefinition nicht an 
sich schon eine Kriegserklrung an die muslimische Nation und ein 
Aggressionsakt gegen die Palstinenser?

Als ehemaliger Bischof von Stockholm behauptete Krister Stendal, 
Luthers Schrift ber die Juden und ihre Lgen sowie die darin 
geusserten Thesen seien eine Schande fr das Christentum! Der 
Lutheraner Stendal erwies sich als Anhnger der zionistischen Selbst-
definition, die den Zionismus als "Befreiungsbewegung des jdischen 
Volkes" auffasst. 
                                                     10
Die Definition von Radio Islam lautete zugegebenermassen ein klein 
wenig anders; wir definieren den Zionismus als "eine Lehre, die den 
Raub fremden Landes legitimiert". Diese Definition, die so gar nicht 
mit der zionistischen bereinstimmt, emprte Stendahl. 

Ferner meint Radio Islam, die jdische Religion legitimiere den Vlker-
mord an den Palstinensern, die ein Teil der muslimischen Nation und 
der Menschheit seien, und der Zionismus sei ein rassistisches, national-
istisches und kolonialistisches Nebenprodukt des Judentums.

Er strebe danach, ein Gebot, das man im Judentum und in dessen 
heiligen Schriften, der Torah und dem Talmud, findet, in die Praxis 
umzusetzen, nmlich die "Rckkehr" aus der "Diaspora" ins "Gelobte 
Land". Das Schlagwort "Nchstes Jahr in Jerusalem" sowie die Begriffe 
"Rckkehr", "Diaspora" und "Gelobtes Land" spielen in der jdischen 
Religion eine zentrale Rolle. 

Der Anklger berief Krister Stendahl nach Stockholm, damit er 
beweisen solle, dass "Ahmed Ramis Deutung der Bibel unsinnig ist"! 

Die Verteidigung berief zwei Zeugen ein, Professor Jan Hjrpe von 
der Universitt Lund und Professor Jan Bergman von der Universitt 
Uppsala. Ersterer sagte vor dem Gericht unter anderem, die von Radio 
Islam geusserten Ansichten bildeten einen antizionistischen Beitrag in 
der Debatte um Palstina und das Judentum. 

Bergman berichtete, sechs weibliche Parlamentsabgeordnete aus allen 
sechs im Reichstag vertretenen Parteien htten den Vorschlag gemacht, 
er, Professor Bergman, solle zu der im Gang befindlichen neuen 
schwedischen bersetzung des Alten Testaments das Vorwort sowie 
Kommentare zum Frauenbild der Judenbibel schreiben. 

Die Reaktionen der Judenlobby blieben natrlich nicht lange aus. Am 
2. Mrz 1990 schrieb das Judenblatt I dag: "Die jdischen 
Organisationen sind ber diesen Vorschlag zutiefst emprt. Jackie 
Jakubowski, Redakteur der Zeitung "Judisk Krnika" ("Jdische 
Chronik"), meint: 



                                                    11
"Das ist ja, als wrde man die Nazis bitten, ein Kapitel ber den 
Zweiten Weltkrieg zu schreiben. Dass ein Antisemit vom Reichstag als 
Verfasser von Kommentaren zu einer der heiligsten Schriften der Juden 
vorgeschlagen wird, ist eine grobe Provokation. Prof. Bergman hat 
Radio Islam whrend des Prozesses untersttzt. Nun geht er noch einen 
Schritt weiter und gibt offen zu erkennen, dass er Antisemit ist."

Jakubowski ist vollamtlich dafr angestellt, Propaganda zu treiben und 
"Emprung" oder "Betroffenheit" an den Tag zu legen! Wenn er 
Professor Bergman als "Antisemiten" bezeichnet, so stimmt das hinten 
und vorne nicht. Es handelt sich hier um einen altbewhrten Trick aus 
der zionistischen Mottenkiste, mit dem man in Ermangelung besserer 
Argumente die Widersacher der Zionisten diffamiert und die Aufmerk-
samkeit von dem ablenkt, was heute in Palstina geschieht. Jeder, der in 
der westlichen Welt ein Wort gegen die Zionisten und ihre Lgen sagt, 
wird gleich als "Antisemit" abgestempelt.

Whrend des Prozesses gegen mich schickte die israelische Regierung 
eine hochgestellte Dame von der Terror- und Spionageorganisation 
Mossad nach Schweden. Sie hiess Hadassa Ben Itto und sollte 
Anklger Per-Hkan Bondestam instruieren, mit welchen "effektiven 
Methoden" man Radio Islam mundtot machen konnte. 

Bondestam, der beim Prozess das Justizministerium vertrat, machte 
kein Hehl aus seiner skandalsen Parteilichkeit, indem er mitten 
whrend des Verfahrens am 4. Oktober 1989 an einer Zionisten-
versammlung teilnahm, die von der israelischen Botschaft sowie von 
israelischen Politikern beim Jdischen Zentrum in Stockholm 
durchgefhrt wurde. 

Hadassa Ben Itto sagte nach ihrem Besuch in Schweden in einem 
Interview am israelischen Radio, sie habe den schwedischen Anklger 
nach Israel eingeladen, wo er an einem Kurs zur "Bekmpfung des 
Antisemitismus" teilnehmen solle, zu dem Zionistenfreunde aus ganz 
Europa sowie den USA geladen waren.




                                                    12
Ich protestierte erfolglos dagegen, dass der Anklger sich whrend des 
Prozesses dermassen politisch engagierte. Er rechtfertigte sich am 5. 
Oktober damit, dass er sich nur habe "informieren" wollen. Warum 
hatte der Herr bloss keine Moscheen und arabischen Botschaften 
besucht, wenn er doch soviel Wert darauf legte, sich zu "informieren"? 
Warum schickt man den schwedischen Anklger nicht in den Iran, 
damit er sich ber die islamische Sicht des Falles Rushdie "informieren" 
kann?

Hauptanklger Bondestam hat sich, ob bewusst oder unbewusst, 
irrefhren lassen. Dadurch hat er seine Unabhngigkeit verloren und 
seine Integritt verscherzt. Er hat sich von einer gewissen Lobby gegen 
einen politischen Gegner ausnutzen lassen. Auf diese Weise hat er die 
Jury sowie den Richter durch Fehlinformationen getuscht, die ihm 
seitens der zionistischen Propagandamaschinerie zugespielt wurden, 
und die Zionistenpropaganda in Anklagepunkte gegen mich umge-
mnzt.






















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Paragraphen gegen Argumente

In der westlichen Welt bedienen sich die Zionisten verschiedener 
nebuls formulierter Gesetze und Paragraphen wie "Volksverhetzung" 
(in Deutschland) oder wie in Schweden "Hets mot folkgrupp" ("Hetze 
gegen eine Volksgruppe"), um jegliche Kritik an ihren Zielsetzungen 
abzuwrgen. In vielen westlichen Staaten sind dementsprechende 
Gesetze auf zionistischen Druck hin in der Zeit nach dem Ende des 2. 
Weltkriegs erlassen worden. In fast allen Lndern, wo sie ber Einfluss 
verfgen, sei es im Westen oder im Osten, haben die Zionisten 
entsprechende Gesetze durchgesetzt. 

Schon frhzeitig haben die Zionisten also die Waffen geschmiedet, mit 
denen sie ihre Widersacher zum Schweigen bringen konnten. Wir sehen 
hier wieder einmal, wie genau der in den Protokollen der Weisen von 
Zion entworfene Plan befolgt wird. Die Maulkorbgesetze werden 
angewendet, um jedem Kritiker am Judenstaat Israel und dessen 
grausamer Besatzungsherrschaft in Palstina den Mund zu verbieten.

Man muss neidlos anerkennenn, dass die Zionisten ihre Maulkorb-
gesetze auf geradezu teuflisch geschickte Weise einsetzen. Mit ihrer 
Hilfe verhindern sie nicht nur Kritik an ihnen selbst. Als Ablenkungs-
manver lsst man die Gesetze auch anderen, machtpolitisch bedeut-
ungslosen Minderheiten wie den Zigeunern zugute kommen. Die Lauf-
burschen der Zionisten knnen sich folglich als aufgeklrte Humanisten 
darstellen, die ber Rassenvorurteile und andere vulgre Vorein-
genommenheiten erhaben sind. Dieses Gefhl der moralischen ber-
legenheit ist fr viele Gojim (Nicht-Juden) psychologisch ausserordent-
lich wichtig.

Nun kommt ein anderer, genialer Schachzug der Zionisten. Sie haben 
zwei wichtige Bevlkerungsgruppen kurzerhand vom Schutz durch 
"Antirassismusgesetze" ausgenommen, nmlich zunchst die Deutschen 
und dann die Muslime, die Araber und Palstinenser! So kann der Goj 
stolz auf seine Unvoreingenommenheit gegenber Juden und Zigeunern 
sein und gleichzeitig gefahrlos seinem Hass gegenber Deutschen und 
Muslimen freien Lauf lassen.


                                                      14
Die von den Zionisten kontrollierten und gesteuerten Massenmedien 
haben die Aufgabe, die Judenpropaganda zu orchestrieren. Dass sich 
die Sache so verhlt, wird uns ja stndig drastisch vor Augen gefhrt. 
Tag fr Tag werden wir in den jdisch gelenkten Medien mit hass-
erfllten Schilderungen der Deutschen konfrontiert. Man stelle sich 
einmal vor, die Juden wrden in Filmen und Presse so dargestellt wie 
die Deutschen! Die Postbeamten mssten berstunden machen, um die 
Flut von Briefen mit Strafanzeigen wegen "Volksverhetzung" zu 
bewltigen!

Ebenso augenscheinlich ist die Hetze gegen Muslime, Araber und 
Palstinenser. Am 24. Mai 1989 brachte die grosse schwedische 
Zeitung Dagens Nyheter einen Diskussionsbeitrag mit der berschrift 
"Moslemische Apartheid greift um sich". Der Islam sei eine "Bedroh-
ung unserer noch nicht gefestigten Gleichheitsideale", und die Muslime 
bildeten bereits eine "einflussreiche politische Machtgruppe". "Welche 
Ziele sie verfolgen, hngt vom Grad des Widerstands ab, den man 
ihnen entgegensetzt". Hier haben wir ein schnes Beispiel der "Wir"- 
und "Sie"-Ideologie vor uns, welche die Zionisten sonst doch uner-
mdlich verdammen. 

Weiter heisst es: "Religise Loyalitt hat bei ihnen den Vorrang vor der 
Loyalitt gegenber ihrer neuen Heimat." Man wirft den muslimischen 
Einwanderern also doppelte Loyalitt vor. Tut man dasselbe gegenber 
den Juden, so gilt dies als schandbare Untat. Welch widerwrtige 
Heuchelei! Der Artikel schliesst mit der Behauptung, die Muslime 
wollten in Schweden nach ihren eigenen Vorstellungen leben. Man 
ersetze bei diesen Behauptungen die Ausdrcke "Muslime" und "Islam" 
durch "Juden" und "Judentum". Dann erhalten wir genau die 
Anklagepunkte, die zum Prozess gegen Radio Islam und mein Buch 
"Vad r Israel?" ("Was ist Israel?") gefhrt haben. 

Worin liegt der Unterschied zwischen meinem Buch und demjenigen 
Salman Rushdies? Mein Buch kritisiert den Unterdrckerstaat Israel 
und seine Ideologie. Darum muss es koste es was es wolle verboten 
werden! Rushdies Buch "Die satanischen Verse" verhhnt die unter-
drckten, schwachen und gedemtigten Muslime. Deshalb muss es im 
Namen der Meinungsfreiheit verteidigt und verherrlicht werden!

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Zions zuknftige Herrlichkeit

Nachdem das Stockholmer Amtsgericht im Jahre 1989 mein Buch 
"Vad r Israel?" freigesprochen und in einem zweimonatigen Prozess 
die 18 gegen mich erhobenen Anklagepunkte fr nichtig erklrt hatte, 
gerieten die Zionisten vor dem wichtigen Prozess in Wallung, der am 4. 
September 1990 vor dem Oberlandesgericht gegen meine Person 
anberaumt war. Hauptziel des Prozesses war, mir und Radio Islam den 
Mund zu stopfen. Die Zionisten wollten einen Przedenzfall schaffen, 
um die Meinungsfreiheit in allen die Judenmacht und den Zionismus 
betreffenden Fragen abzuschaffen. 

Es ist fr die Zionisten ein Ding der Unmglichkeit, Israel in einer 
offenen und freien Debatte zu verteidigen! Meine Verurteilung solle 
dazu fhren, dass ffentliche Diskussionen nur noch zu den von den 
Zionisten diktierten Bedingungen mglich sein wrden. Ihre Absicht 
bestand also darin, der ihnen genierlichen Freiheit der Meinungs-
usserung in Schweden ein fr alle Male den Garaus zu machen. Die 
Konzentration politischer, wirtschaftlicher und medialer Macht in den 
Hnden der Zionisten lsst sich in einer freien Debatte auch nicht 
rechtfertigen. Das freie Wort ist der Todfeind der Judendiktatur.

Der Prozess begann wie erwhnt am 4. September 1990 in Stockholm. 
Er dauerte fnf Wochen und war bis weit ber die Grenzen Schwedens 
hinaus von grsster Bedeutung. Es ist wohl kaum eine bertreibung, 
wenn man festhlt, dass bei diesem Prozess die Weichen fr die 
Zukunft der Demokratie in Schweden gestellt wurden. Meine Verur-
teilung deutete darauf hin, dass die jdischen Krfte, welche eine 
totalitre Gewaltherrschaft errichten wollten, kaum noch auf Wider-
stand stossen. Es galt nicht bloss die zionistische Herrschaft in Palstina 
zu verteidigen, sondern auch ihre getarnte Macht im Westen, natrlich 
auch in Schweden. 

Fr mich und Radio Islam geht es nicht nur um die Befreiung 
Palstinas, sondern auch um die Befreiung Schwedens, indem wir fr 
Demokratie, Freiheit, Gleichheit und Menschenrechte fr smtliche 
Mitbrger fordern und uns jeder Diskriminierung widersetzen. 


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Meinungsfreiheit und Gleichheit werden heutzutage in erster Linie 
durch die jdisch gesteuerte Weltfreimaurerei bedroht. Die Zionisten 
streben danach, in der gesamten westlichen Welt das israelische Modell 
der selektiven und rassistischen "Meinungsfreiheit" durchzusetzen, in 
deren Genuss lediglich die Juden und deren Agenten kommen.

Beim Prozess ging es also um nichts weniger als um das Recht, seine 
eigene Ansicht frei ussern und die Wahrheit sagen zu drfen. Niemand 
hat mir die Verbreitung unwahrer Behauptungen vorgeworfen. Meine 
Dokumentation sttzt sich in allererster Linie auf jene, die sich nun 
beleidigt fhlen, nmlich die Zionisten. 

Auch hat mir niemand vorgehalten, ich habe zu unwichtigen Fragen 
irgendwelchen Unsinn erzhlt. Die Themen meiner Bcher sind die 
Macht der Zionisten sowie der Nahostkonflikt. Diese und damit in 
Verbindung stehende Fragen habe ich behandelt. Nur wenige serise 
Leute wrden zgern, diese Fragen als schicksalhaft fr die Menschheit 
einzustufen. Es geht darum, Gerechtigkeit, Freiheit, Demokratie sowie 
Vlker- und Menschenrecht gegen Ungerechtigkeit und Barbarei zu 
verteidigen.

Habe ich mich anderer Verstsse schuldig gemacht, die eine Anklage 
rechtfertigen wrden? Habe ich sittenwidrige oder staatsgefhrdende 
Dinge verbreitet? Habe ich die persnliche Integritt irgendwelcher 
Menschen verletzt? Nein! Nichts derartiges wurde mir vorgeworfen.

Es steht somit fest, dass mein einziges Verbrechen darin bestanden hat, 
die Wahrheit zu sagen. Ich habe von den Zionisten selbst stammende 
Dokumente dem Dunkel entrissen. Darum wurde ich vor den Kadi 
zitiert! Ich habe es gewagt, ffentlich zu sagen, dass der Kaiser nackt 
ist!

Um Entsprechungen zum gegen mich gefhrten Prozess zu finden, 
mssen wir zunchst einmal in die Zeit der Inquisition und die der 
gleichzeitig dazu im protestantischen Nordeuropa abgehaltenen Hexen-
prozesse zurckgehen. Als Parallele aus spterer Zeit drngt sich der 
Dreyfus-Prozess in Frankreich auf, der so unendlich viel Staub 
aufgewirbelt hat. 
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Doch gibt es einen gewichtigen Unterschied: Damals gab es in Frank-
reich noch freie Gerichte und vor allem eine freie Presse, welche die 
ffentlichkeit auf dem laufenden hielt. Diese Voraussetzungen gelten in 
der westlichen Welt bekanntlich nicht mehr. Alle politische, wirt-
schaftliche, juristische und ganz besonders mediale Macht liegt bei den 
Juden.

Wie es beispielsweise in Frankreich um die Rechtsgleichheit bestellt ist, 
zeigt sich an den vielen Prozessen, die man gegen Professor Robert 
Faurisson gefhrt hat und weiter fhrt. Faurisson galt als hochgeacht-
eter Gelehrter und Universittsprofessor. Bei seinen Forschungs-
arbeiten wies er mit wissenschaftlicher Genauigkeit nach, dass es sich 
beim Tagebuch der Anne Frank um eine plumpe Flschung handelt. 
Zudem konnte er aufzeigen, dass die Behauptung, wonach die 
Deutschen einen Plan zur Ausrottung der Juden entworfen und sechs 
Millionen Juden hauptschlich in Gaskammern ermordet htten, jeder 
Realitt entbehrt.

Rein wissenschaftlich gesehen konnte niemand Faurisson wider-
sprechen. Seine Thesen waren ja hieb- und stichfest dokumentiert. Und 
jedermann wre froh und zufrieden gewesen - wenn Faurisson nur 
seine Erkenntnisse fr sich behalten htte. Doch das tat er nicht. Er 
sagte ffentlich die Wahrheit. 

Nun war die Hlle los. Die Zionisten sorgten dafr, dass er seine Stelle 
an der Universitt verlor. Er wurde mehrfach ttlich angegriffen, wobei 
er einmal nur knapp dem Tod entrann, und seine Familie wurde 
vielfltigen Schikanen ausgesetzt, kurz: man griff zu den bewhrten 
zionistischen Methoden. Natrlich kam er auch wiederholte Male vor 
Gericht. Doch ungeachtet ihrer enormen Anstrenungen sowie ihres 
grossen Einflusses auf das Gerichtswesen brachten es die Zionisten nie 
fertig, dass man Faurisson wegen der Verbreitung unwahrer Angaben 
verurteilte. Stattdessen wurde er wegen Verbreitung der Wahrheit 
verurteilt.




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Die "Affre Faurisson" begann in Frankreich Ende 1978 und ist noch 
lngst nicht beendet. Ein aufschlusseicher Aspekt der Sache liegt darin, 
dass kein gebildeter Franzose oder Schwede behaupten darf, er wisse 
nichts ber die mittelalterliche Inquisition, ber die Hexenprozesse des 
17. Jahrhunderts, ber den Dreyfus-Prozess oder ber die Methoden, 
deren sich die heutigen Diktaturstaaten bedienen. 

Hingegen kann ein Franzose oder Schwede in gesellschaftlich 
bedeutsamer Stellung heute ohne weiteres unwidersprochen behaupten, 
er wisse nichts ber den Fall Faurisson bzw. ber den Fall Rami. Und 
hierbei handelt es sich um zwei der wichtigsten Prozesse unserer Zeit! 
Die Erklrung liegt natrlich in der totalen Blockade, welche die 
Zionisten ber die Medien verhngt haben.

Die schwedischen Medien haben alles in allem sklavisch getan, was ihre 
zionistischen Auftraggeber ihnen befahlen. Sie haben dementsprechend 
ber die Prozesse gegen Faurisson und Rami nicht oder nur in grob 
verzerrter Form berichtet. Ein schwedischer zionistischer Schriftsteller, 
Per Wstberg, brandmarkte Faurisson gleich als "berchtigten Anti-
semiten". 

Bei diesem Wstberg handelt es sich nicht um einen X-beliebigen 
Dichterling, sondern um den langjhrigen Vorsitzenden des internation-
alen PEN-Klubs, der auf internationaler Ebene die Interessen der 
Schriftsteller vertritt. Wstberg stand also eine einflussreiche Organisa-
tion zur Verfgung, um seine Lgen ber eine Person zu verbreiten, 
der die Hnde und Fsse gebunden waren. Immer wieder sehen wir 
drastisch, wie es den Zionisten geglckt ist, internationale Organisa-
tionen zu unterwandern und in ihr gefgiges Werkzeug zu verwandeln. 
Dabei operieren sie wie blich auf hchster Ebene.

Nur wer den Fall Faurisson kennt, kann den Prozess gegen mich ganz 
verstehen. Hinter beiden Prozessen standen eben die gleichen 
unlauteren Krfte. Bei meinem Prozess zielte die zionistische Strategie 
selbstredend darauf ab, mglichst wenig an die ffentlichkeit gelangen 
zu lassen. Die Hinrichtung sollte in verborgenen erfolgen. Ein dabei 
fleissig benutzter Kniff bestand darin, so zu tun, als seien die Fragen, 
um die es beim Prozess ging, lngst geklrt. 

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Was wurde zu jener Zeit in den Medien geboten? Richtig, eine Menge 
von Artikeln und Programmen ber den Islam! Das von den Zionisten 
gegen den Islam gefllte Urteil ist definitiv und lsst keine Berufung zu. 
Die Muslime hatten in den Zionistenmedien kein Recht zur Gegendar-
stellung. "Keiner soll meinen, beim Prozess wrden irgendwelche 
neuen, interessanten Gesichtspunkte auftauchen". "Der Islam ist ja 
bereits aus allen mglichen Gesichtspunkten behandelt worden." Diese 
Vorstellungen sollten also erweckt werden. Verurteilt wurde dann 
Radio Islam, weil es das Judentum und den Zionismus aus einem 
"anderen" Gesichtspunkt aus behandelt hat. Nach Zionisten ging es ja 
nur um Antisemitismus!

Unsere zionistischen Medienzaren sind bei ihren Glaubensgenossen von 
der jdischen Verbrecherorganisation ADL in den USA zur Schule 
gegangen und haben ihre Lektion gut gelernt. Die beiden schwedischen 
"Oberrabbiner" sind ja aus den USA importiert.

Fr die Zionisten ist es von entscheidender Bedeutung, sich als die 
berzeugtesten, ja einzigen wahrhaftigen Garanten der Meinungs-
freiheit auf der Welt aufspielen zu knnen. Wir, die Nichtjuden, sollen 
ja so sehr vom "Freiheitsdurst" der Zionisten berzeugt werden, dass 
wir das Wort "Zionist" schliesslich als Synonym fr "Freiheitskmpfer" 
betrachten. Daraus ergibt sich dann ganz natrlich der Schluss, dass, 
wenn die Zionisten jemandem den Mund stopfen wollen, wir dies als 
notwendige Massnahme zum Schutz der Meinungsfreiheit gutheissen! 
Wen die Zionisten zum Schweigen bringen wollen, muss notgedrungen 
ein Strolch sein, der uns unserer Freiheit berauben will. "Es beginnt 
immer bei den Juden", pflegen die Herren Zionisten zu schreiben.

Im grossen ganzen funktioniert dieser zionistische Schwindel reibungs-
los. Die Meinungsfreiheit im Westen bedeutet, frei das sagen zu drfen, 
was von den Zionisten gutgeheissen wird. Jede Kritik an ihnen ist tabu. 
Wer den Islam attackiert, nutzt sein Recht auf freie Meinungs-
usserung, wer ein Wort gegen die Juden sagt, wird als "Antisemit" ge-
geisselt. Doch so richtig ruhig schlafen knnen die Herrschaften vom 
auserwhlten Volk nie. Denn immer wieder taucht ein kleiner Goj auf, 
der die Maskerade durchschaut und dies auch zu sagen wagt!


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Wie haben sich die Zionisten, diese selbsternannten Bannertrger des 
freien Wortes, auf den Prozess gegen Radio Islam vorbereitet? Man 
darf sagen, dass sie emsige Aktivitten an den Tag gelegt haben. Tag 
fr Tag sangen die Medien das hohe Lied von der heiligen Meinungs-
freiheit.

Selbstverstndlich schlachten die Zionisten die Rushdie-Affre weidlich 
aus. Am 20. Juli 1989 vermeldeten die "Dagens Nyheter": "12'000 
Schriftsteller, Verleger, Journalisten und Buchhndler aus 67 Lndern 
stellen sich hinter Salman Rushdie, der im Februar 1989 zum Tode 
verurteilt worden ist." Bei all diesen Menschen handelt es sich also, 
folgen wir den "Dagens Nyheter", um "mutige Mnner und Frauen, die 
ihr Leben fr die Meinungsfreiheit einsetzen". 

Die heuchlerische Journaille wrde natrlich nie im Leben wagen, auch 
nur ein Wort gegen den Zionismus zu schreiben. Lieber stimmt sie 
stattdessen Lobgesnge auf eine 12'000-kpfige Schafsherde an, welche 
sich von den wirklichen Totengrbern des freien Wortes ausnutzen 
lsst. 

Gehen wir zu China ber. Die Zionisten stellen die Unterdrckung in 
jenem Lande unermdlich an den Pranger. Im Juni 1989 erhielt der 
chinesische Dissident Fang Lizhi den "Freiheitspreis" der "Dagens 
Nyheter" sowie der dnischen Zeitung "Politiken". 

Meine lieben Herren Zionisten, wann erteilt ihr einmal einem 
palstinensischen Freiheitskmpfer euren begehrten Preis? Wie wre es 
mit den schwedischen Dissidenten und Radio Islam, das man mit aller 
Gewalt zum Schweigen bringen will?

Im Juli 1989 wurde die nchste Runde eingelutet. Nun war der 
"schwedische" Pen-Klub an der Reihe. Jawohl, derselbe Pen-Klub, 
dessen internationale Sprachrhre der Zionistenagent Per Wstberg ist. 
Man brachte seine tiefe Besorgnis darber zum Ausdruck, dass die 
neue chinesische Fhrung "keinen hinreichenden Respekt vor den 
Menschenrechten zeigt". Von verzehrender Leidenschaft fr die Mein-
ungsfreiheit getrieben, trabte eine Delegation bei der chinesischen Bot-
schaft in Stockholm an. Unter mchtigem Medienrummel, versteht 
sich. 
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Wer stand da wohl vor dem Tor der Botschaft? Richtig geraten: die 
bekannten Superzionisten, etwa Kay Glans und Agneta Pleijel! Die 
gleichen Leute, die sich vor Begeisterung ber Israel, dessen Besatzer-
herrschaft und dessen seit vierzig Jahren whrende Unterdrckung der 
Palstinenser kaum zu fassen wissen. Spter haben diese "Freiheits-
fanatiker" dann heuchlerisch "die Diktatur im Irak und die Besetzung 
Kuweits" verurteilt.

Ihr scheinheiligen "Freiheitskrieger", warum bringt euch euer Freiheits-
drang nicht einmal dazu, euch fr die Meinungsfreiheit hier in 
Schweden oder in Palstina einzusetzen? Wir bekmen nur allzu gerne 
mal eine Antwort auf folgende Frage: Wieso ist eure Begeisterung fr 
die Freiheit um so glhender, je weiter von Schweden die "Bedrohung 
der Freiheit" entfernt ist? 

Ein arabischer Sprichwort besagt: "Das Kamel sieht seinen eigenen 
Buckel nicht, sondern nur den der anderen Kamele." Die eben 
erwhnten Kamele sehen weder ihren Buckel noch den zionistischen 
Reiter! Die Medien wetteifern darin, jegliche Bedrohung der geheilig-
ten Meinungsfreiheit schon in den Anfngen aufzuzeigen und 
anzuprangern. 

Am 26. Juli 1989 prsentierten die "Dagens Nyheter" mit lauten 
Fanfarenstssen einen Artikel von Gunnel Vallquist, einem Mitglied 
der Schwedischen Akademie, welche die Nobelpreise zuteilt. Vallquist 
hielt darin fest: "Im Westen ist das Recht, seine Meinungen auszu-
drcken, heilig." - Meine brave Gunnel, der du so tief im katholischen 
Glauben verwurzelt bist, klre mich doch bitte mal darber auf, warum 
dieses heilige Recht fr meine Wenigkeit nicht gilt. Hast Du vielleicht 
gemerkt, dass die Zionisten ihren Handlangern ihre Dienste reich 
lohnen? Etwa mit einem Sitz in der prestigetrchtigen Schwedischen 
Akademie? Und mit freiem Zugang zu den zionistischen Medien?

Den Vogel schossen die "Dagens Nyheter" dann am 5. Juli 1989 ab. 
Um zu zeigen, wie bitter ernst es dem Blatt mit der Freiheit der 
Meinungsusserung ist, pldierte dieses dafr, auch schwedische 
"Rassisten" und Mitglieder Ku-Klux-Klan-hnlicher Gruppen in den 
Genuss der Meinungsfreiheit kommen zu lassen.

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Damit soll verdeutlicht werden, dass die Zeitung selbst den "allerrgsten 
Gegnern der Demokratie" die ungehinderte usserung ihrer Gedanken 
zubilligen wollte. Um was fr Leute ging es denn eigentlich? Nun, um 
eine Handvoll junger Wirr- und Glatzkpfe, die ihre Gedanken schon 
deshalb nicht in den Spalten der "Dagens Nyheter" darlegen knnen, 
weil sie keine Gedanken haben.

Nein, meine werten Herrschaften von den altehrwrdigen "Dagens 
Nyheter"! Wir glauben euch erst dann, wenn ihr auch die Widersacher 
des Zionismus zu Worte kommen lasst. Warum verweigert ihr mir mein 
mir gesetzlich zustehendes Recht auf Gegendarstellungen zu den 
Angriffen, die ihr in den Kolumnen eures Blattes immer wieder gegen 
mich reitet? Lasst mich zu Wort kommen und stellt damit unter Beweis, 
dass es euch mit eurer Leidenschaft fr die freie Meinungs-usserung 
ernst ist! Falls ihr mir dieses Recht auch weiterhin verweigert, so 
werden wir euch auch knftig als Lgner und Heuchler betrachten.

Wir mssen uns mit Fug und Recht fragen, was fr eine Gesellschaft 
die Zionisten fr uns in Bereitschaft halten. Dass sie auf eine totalitre 
Diktatur hinarbeiten, ist sonnenklar. Wie weit beabsichtigen sie zu 
gehen? Streben sie in Schweden "israelische Zustnde" an? Was in 
Israel geschieht, mge uns ein Menetekel sein! Wird auch bei uns 
"Zions zuknftige Herrlichkeit" eingelutet?















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Die  Demokratie  muss  verteidigt  werden !

Der Kampf fr die Demokratie muss auch in der westlichen Welt 
gefhrt werden. Die Demokratie ist nie abgeschlossen; sie muss von 
den Brgern eines Landes fortwhrend verteidigt und entwickelt 
werden, sonst entartet sie, und die Machthaber missbrauchen ihre 
Position zum Schaden des Volkes. Korruption greift dann um sich, die 
Freiheit wird immer illusorischer und geht schliesslich ganz verloren. So 
erfolgt der schleichende bergang zur Diktatur.

Der Ausdruck "Demokratie" steht fr die Begriffe der Freiheit und 
Gerechtigkeit, das Wort "Diktatur" versinnbildlicht Unterdrckung und 
Unrecht. Eine Diktatur kann brutal und offen sein. In vielen Fllen 
stehen dann Militrs an der Spitze des Staates. Solche unverbrmten 
Diktaturen sind sehr oft kurzlebig. Der grosse schwedische Dichter 
Esaias Tegner schrieb die folgenden Verse:

	Wohl schmiedet der Starke mit dem Schwert seine Welt,
	Wohl verbreitet sein Ruhm sich auf Adlers Schwingen.
	Doch einst kommt der Tag, wo das Schwert ihm entfllt
	Und den stolzen Aar seine Feinde bezwingen.
	Was rohe Gewalt schuf, hat keinen Bestand
	Und versiegt wie der Strom im Wstensand.

Extreme Ideologien schaffen totalitre Gesellschaften, wo keinerlei 
Opposition geduldet wird und jede solche als "volksfeindlich" oder 
"konterrevolutionr" gebrandmarkt und streng bestraft wird. Solche 
Diktaturen entstehen gewhnlich als Folge von entarteten oder miss-
brauchten Revolutionen und zielen auf die radikale Umgestaltung der 
Gesellschaft ab, bis die "einzige wahre Demokratie" schliesslich als 
furchtbare Enttuschung erlebt wird, da sich die versprochene Freiheit 
als Terrorregime entpuppt, das schlimmer als die Unterdrckung durch 
das alte System ist. Oft war die gestrzte Diktatur eine offene, whrend 
sich die neue mit demokratischen Federn schmckt. 

Vom traditionellen demokratischen Standpunkt aus wird die Diktatur 
entweder als brutale faschistische oder als totalitre kommunistische 
Unterdrckung betrachtet.

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Letztere ist eine in die Praxis umgesetzte soziale Utopie, die durch ein 
Netz von Aufpassern, Spitzeln und Zutrgern am Leben gehalten wird. 
So weit, so gut. Doch kann auch eine etablierte Demokratie mit Parla-
ment, Grundgesetz, legaler Opposition, Versammlungs- und Meinungs-
freiheit und unzensierten Medien von einer unsichtbaren diktatorischen 
Macht heimtckisch unterwandert werden, wenn allzu viele sich darauf 
verlassen, dass eine so stark verankerte Demokratie nicht in Gefahr 
geraten kann und dass die Machthaber stets ngstlich auf das Wohl des 
Volkes bedacht sind. Wre es beispielsweise mglich, dass die 
tiefverwurzelte schwedische Demokratie und Freiheit Schritt fr Schritt 
untergraben wird? 

Als ich von Marokko nach Schweden kam, glaubte ich, in einer 
utopischen Gesellschaft gelandet zu sein. Hier in Schweden war die 
Demokratie wirklich soweit verwirklicht, wie man billigerweise ver-
langen konnte. Nach fast fnfzigjhriger sozialdemokratischer Herr-
schaft mit stndiger vitaler Opposition hatte Schweden weitgehende 
Gleichheit, ein gut funktionierendes soziales Sicherheitssystem mit 
kostenlosem Gesundheitswesen, kostenloser Erziehung und einer an-
stndigen Altersversorgung fr alle sowie schliesslich eine herz-
erfrischende, umfassende Meinungsfreiheit verwirklicht. Hier hatte ich 
eine Gesellschaft ohne Bevormundung und Korruption vor mir!

Ein Drittweltflchtling erlebt seine erste Zeit in Schweden in einem 
Zustand der Euphorie, in verzcktem Freiheitsrausch. Man geniesst die 
Freiheit, zu sagen, was man will, auch ber die heikelsten politischen 
Fragen, und man ist berglcklich, die Not und Erniedrigung nicht 
mehr vor Augen zu haben, welche in grossen Teilen der Welt allgegen-
wrtig ist. Man bewundert das gut geknpfte soziale Netz. 

Alles in allem habe ich nie Grund gehabt, meine positive Einstellung zu 
Schweden und zur schwedischen Demokratie in Frage zu stellen. Seit 
Jahren besitze ich einen schwedischen Pass; ich empfinde meiner neuen 
Heimat gegenber unbedingte Loyalitt und bin ebenso bereit wie jeder 
geborene Schwede, das demokratische System des Landes zu verteid-
igen. Nicht als Bestandteil des politischen Establishments, sondern als 
Vertreter der Opposition, der permanenten Opposition. 


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Ich stimme dem berhmten Ausspruch des englischen Historikers Lord 
Acton voll und ganz zu: "Macht korrumpiert, und absolute Macht 
korrumpiert absolut." Notwendig zum Schutz der Demokratie ist vor 
allem Zivilcourage, der Mut, den Verlockungen der Macht nie zu 
erliegen und nie fr enge egoistische Interessen zu kmpfen, die 
Entschlossenheit, allen Formen des Machtmissbrauchs, der finanziellen, 
wirtschaft-lichen, medialen und kulturellen Machtkonzentration in den 
Hnden irgendeiner Gruppe entgegenzutreten.

In der immerwhrenden Opposition gegen die Arroganz der 
Machthaber sah ich meine Berufung, als wir im Juli 1972 in Marokko 
eine Erhebung gegen die Despotie des Knigs vorbereiteten und als 
Oufkir mich frage, welchen Posten ich beanspruche, wenn der Auf-
stand geglckt sei. Dieser Einstellung bin ich auch hier in Schweden 
treu geblieben, das mir nach dem gescheiterten Putsch und dem Todes-
urteil in meiner alten Heimat seine Tore geffnet hat.

Was meine ich genau, wenn ich schreibe, eine solide, tiefverwurzelte 
Demokratie wie die schwedische werde von schleichenden diktator-
ischen Krften unterwandert? Alle Gruppen, Individuen, Ideologien 
und Religionen, welche keine Kritik dulden und auf jede radikale Kritik 
mit Verboten antworten wollen, tun dies im Bestreben, eine gewisse 
illegitime Macht und gewisse Privilegien auf Kosten anderer zu 
verteidigen. Sie frchten, die Kritik werde diese Macht erschttern und 
schliesslich strzen, wenn man ihr keine Fakten und keine triftigen 
Argumente entgegensetzen kann. Es bleibt ihnen dann nichts anderes 
mehr brig, als zur Unterdrckung dieser Krtik die Gesetze zu 
manipulieren oder notfalls ganz offen zu verletzen. 

Geben die bestehenden Gesetze ihnen keine Handhabe, so erlassen die 
Machthaber neue, auf ganz bestimmte Situationen zugeschnittene, um 
ihre Hegemonie zu schtzen. In Schweden fand ich schon recht bald 
heraus, welche Gruppe und welche Ideologie diese starke Macht 
errungen hatte: die Agenten Israels und der Zionismus. Die zionistische 
Macht ussert sich darin, dass sie keine radikale ffentliche Kritik 
duldet. Der Zionismus ist die einzige heilige Kuh der wohletablierten, 
skularisierten Demokratie, in der man sonst alles und jedes kritisieren 
darf. 

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Paradoxerweise wurde Sdafrika mit seiner Apartheid-Politik bis zu 
deren Abschaffung von Schweden verurteilt und boykottiert, whrend 
das gleichermassen rassistische und weitaus kriegslsternere Israel unter 
Naturschutz steht!

Allenfalls ist es noch erlaubt, israelische bergriffe und die israelische 
Besatzungspolitik zu tadeln, doch nie drfen die Ursachen beleuchet 
werden, niemals darf ber die Whlarbeit der Zionistenlobby 
gesprochen werden, durch welche die Supermacht USA kirre gemacht 
und in einen recht eigentlichen Satelliten Israels verwandelt wird. 

Unter keinen Umstnden drfen die Wurzeln der zionistischen Herren-
menschenideologie aufgedeckt werden, die in der alten jdischen Vor-
stellung von den Juden als "Gottes eigenem Volk" und von Palstina als 
dem "gelobten Land" der Juden liegen. Wer die Rechtmssigkeit der 
Existenz Israels unter Berufung auf das Vlkerrecht in Frage stellen 
und die Weltverschwrungsplne der Zionisten enthllen will, der 
kommt in Schweden unter keinen Umstnden zu Wort, denn der-
gleichen wird hier als "antisemitische Hetze", "nazistische Verschwr-
ungstheorien" usw. abgetan. Die Methoden, mit denen die Zionisten in 
Schweden ihre Macht verteidigen, sind weitaus gemeiner als die von 
den Nationalsozialisten im Dritten Reich benutzten.

In Anbetracht dieser Umstnde begriff ich, dass die Zionisten Schwed-
en ebenso wie andere westliche Demokratien in einem eisernen Wrge-
griff halten, wodurch grundlegende demokratische Prinzipien ebenso 
zum Gesptt gemacht werden wie die Selbstndigkeit und Neutralitt 
des Landes. Den zionistischen Terror - wie jeden anderen Terror - an-
zuprangern und sich dagegen zu erheben, ist da eine Pflicht und 
Schuldigkeit. Ich sah deshalb keinen anderen Ausweg, als in Stockholm 
mein Radio Islam zu grnden, in dem ich sagen konnte, was ich und 
viele andere in den Medien nicht sagen drfen, allen wohlklingenden 
Sprchen von der Meinungsfreiheit zum Trotz. 

Der Kampf gegen den Zionismus ist nicht bloss ein Kampf fr die 
nationalen und demokratischen Rechte der aus ihrer rechtmssigen 
Heimat verjagten oder unter israelischer Knechtschaft lebenden 
Palstinenser, sondern ebensosehr ein Kampf fr die Demokratie in 
Schweden. 
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Die jdische Macht ber die Massenmedien

Die von den Medien (Zeitungen, Radio und Fernsehen) eingenommene 
Rolle als Nachrichtenvermittler und Meinungsbilder ist im Guten wie 
im Bsen von entscheidender Bedeutung. In der westlichen Welt, wozu 
auch Schweden gehrt, ist man stolz darauf, dass die Presse frei und 
unabhngig ist. Gleichzeitig empfindet man Beunruhigung darber, 
dass insbesondere das Fernsehen immer mehr kommerzialisiert und 
immer oberflchlicher wird.

Doch Moment einmal - sind die Medien in der westlichen Gesellschaft 
wirklich so frei und unabhngig, wie man uns immer einredet? Kommt 
man von der islamischen Welt in den Westen, so bemerkt man schon 
sehr rasch auf frappierende Weise eine Sache, die dort stets 
verschwiegen oder geleugnet wird, nmlich die zionistische Macht ber 
die Medien, die Nachrichtenbros, besonders aber ber die Meinungs-
bildung. Nicht einmal die radikalsten, ihrer eigenen Ansicht nach 
khnsten und freimtigsten Zeitungen und Kolumnisten oder 
Kommentatoren wagen ein Wort der Kritik am weltweiten Zionismus, 
obgleich dessen Instrument, die World Zionist Organization, unverhllt 
fr die Interessen Israels arbeitet. 

Der Zionismus wird im Westen, ganz in bereinstimmung mit der 
zionistischen Diktion, als "legitimer jdischer Nationalismus" betracht-
et, der "den jdischen Staat Israel geschaffen hat". Wer die Zeche 
bezahlt hat, wissen wir alle: die Palstinenser. Dass die Juden in allen 
Lndern ihre Loyalitt in allererster Linie Israel, einer fremden Macht, 
entgegenbringen, findet man vllig normal. Jedenfalls gilt es als 
anrchig, darin ein Zeichen der Illoyalitt gegenber dem eigenen Staat 
zu erblicken.

Die Spatzen pfeifen es von den Dchern, wie ungemein stark die 
Judenmacht in den USA ist. Whrend man in der islamischen Welt oft 
darber spricht, wird diese Tatsache im Westen tunlichst herunter-
gespielt. Auch Kommunisten und sonstige rabiat antiamerikanische 
Kreise in den westlichen Gesellschaften meiden dieses Thema, und 
zwar darum, weil die deutschen Nationalsozialisten es immer wieder 
hervorgehoben haben. 

                                                     28
Schliesslich gilt alles, was im Dritten Reich geschah, als schimpflich, 
schandbar und verwerflich, selbst wenn es in Gottes Namen richtig war.

Welche Auswirkungen hat die Macht der Zionisten im Westen fr die 
Moslems? Die Antwort darauf liefert ein Zitat von Albert Einstein, dem 
wohl berhmtesten Physiker unseres Jahrhunderts, der zugleich ein 
eingefleischter Zionist war. Er schrieb: "Innerhalb von zwei Wochen 
knnen die Zeitungen die urteilslose Masse eines Landes in einen 
derartigen Zustand der Raserei und Verhetzung versetzen, dass die 
Mnner sich bereitwillig in die Soldatenuniform kleiden lassen und fr 
unwrdige Ziele sowie deren unbekannte Urheber tten oder sich tten 
lassen."

Einstein meint also, die Presse knne die nationalen Leidenschaften der 
Massen aufpeitschen und diese soweit bringen, dass sie eine als Feind 
gebrandmarkte Nation bitter hassen und gegen sie in den Krieg ziehen. 
Im Westen geschah dies vor allem whrend des Ersten und Zweiten 
Weltkriegs. Die unerhrte Macht der Medien besteht darin, dass sie 
Hassobjekte schaffen - und nun kommen wir zur zionistischen 
Kontrolle der westlichen Medien und den speziellen Hassobjekten der 
Zionisten: einerseits dem Nationalsozialismus und dem Dritten Reich, 
das als Verkrperung des sogenannten Antisemitismus oder Juden-
hasses gilt, sowie der islamischen Welt und insbesondere den 
Palstinensern andererseits. 

Israel knnte ohne Untersttzung durch die westliche Welt, vorab die 
USA, nie und nimmer berleben. Diese Untersttzung wird durch die 
unablssige Erinnerung an die teils wirklichen, grsstenteils aber frei 
erfundenen Greuel gegenber den Juden im Dritten Reich ermglicht. 
Damit sollen allen Nichtjuden Schuldgefhle eingeflsst werden, 
zunchst weil man es unterliess, den Nationalsozialismus sogleich zu 
zerschmettern, dann aber auch, weil ihnen eingeredet wird, der 
Nazismus knne jederzeit wieder auferstehen und knne am 
wirksamsten bekmpft werden, indem man den Juden gibt, was sie 
verlangen, inklusive ihren Staat Israel.



                                                    29
Dies ist der eigentliche Grund der stndigen Kampagnen gegen den 
untergegangenen Nationalsozialismus in den zionistisch gelenkten 
westlichen Medien. Dadurch wird die Aufmerksamkeit von der 
jdischen Gewaltherrschaft in Palstina auf Ereignisse abgelenkt, die 
sich vor einem halben Jahrhundert zugetragen haben und nicht mehr 
ungeschehen gemacht werden knnen.

Was nun die islamische Welt anbelangt, so liegt es selbstverstndlich im 
Interesse des Zionismus und des Staates Israel, die Moslems im 
allgemeinen und die Araber im besonderen als primitive, barbarische, 
terroristische, heimtckische, treulose, grausame und kulturell zurck-
gebliebene Gesellen anzuschwrzen. 

Ein Beispiel dafr bietet eine vom jdischen Karikaturisten Oliphant 
stammende, in den zionistischen "New York Times" und darauf im 
"International Herald Tribune" erschienene Zeichnung. Man sah da ein 
paar grossgewachsene, gespenstisch boshafte Deutsche, die in der 
Wste ein Beduinenlager betreten, in welchem krummnasige Araber-
lmmel ihre langen "Opiumpfeifen" rauchen. Das ganze sollte die (frei 
erfundene) chemische Fabrik in Libyen darstellen, wo angeblich "Gift-
gas" produziert wurde. "Holocaust in der Wste", lautete die Unter-
schrift. Der fr die New York Times arbeitende jdische Tinten-
kleckser William Saphire schrieb in diesem Zusammenhang, die Juden 
wrden wieder in ihrer Existenz bedroht, diesmal von "arabischen 
Fanatikern mit Hilfe von Deutschen, die mit Herz und Seele dem 
Nazismus anhngen".

Dieses Thema wird in den zionistisch kontrollierten Medien bis zur 
Ermdung aufgewrmt, besonders wenn Israels Ansehen durch 
bergriffe ramponiert wird, die sich in den Nachrichten einfach nicht 
unterdrcken lassen. Seit dem Beginn der Intifada ist das Ansehen 
Israels im Westen auf einen fr die Zionisten bedrohlichen Tiefpunkt 
gesunken. Dass es ein brutaler Unterdrckerstaat ist, kann schlicht nicht 
mehr vertuscht werden, ebenso wenig die Tatsache, dass es jeden 
vernnftigen Vorschlag zu einer Verhandlungslsung mit den Palstin-
ensern ablehnt. 



                                                   30
Auch in der westlichen Welt entdecken immer mehr Menschen den 
Bluff, der sich hinter der Zionistenpropaganda von der "leuchtenden 
kleinen humanistischen Demokratie inmitten eines Ozeans arabischer 
Diktaturen" verbirgt. 

Dies ist der Hintergrund, vor dem das durch den kleinen lokalen Sender 
Radio Islam erweckte Interesse gesehen werden muss. Was da in 
schwedischer Sprache gesagt wurde, war in Schweden eigentlich schon 
lngst tabu und moralisch, ja sogar juristisch unzulssig. Radio Islam 
kmmert sich keinen Deut um die von den Zionisten erlassenen 
Denkverbote; es macht Schluss mit der Heuchelei und verkndet offen: 
Der Kaiser ist nackt!

Immer wieder weist Radio Islam darauf hin, dass ganz Israel ein den 
Palstinensern von den Juden gestohlenes und erobertes Land ist. In 
Schweden und anderswo gilt die Existenz Israels getreu dem Gesetz des 
Dschungels als "feststehendes Faktum", das man nicht in Frage stellen 
darf. Man rufe sich da in Erinnerung, was Israels erster Premier, David 
Ben-Gurion, Fhrer der Arbeiter, zu Nahum Goldmann, dem 
damaligen Chef des Jdischen Weltkongresses, gesagt hat: "Wre ich 
ein arabischer Fhrer, so wrde ich nie und nimmer mit Israel 
verhandeln, denn wir haben ja ihr Land gestohlen. Gewiss hat uns Gott 
dieses Land verheissen, aber unser Gott ist nicht der ihre."

Radio Islam stellt ferner nicht nur regelmssig die stndigen Verletz-
ungen des Vlker- und Menschenrechts durch Israel an den Pranger, 
sondern hebt auch hervor, dass Israel nur ein Zweig einer weltweiten 
Mafia ist, des Zionismus nmlich, der in Westeuropa unerhrte Macht 
innehat und die fhrenden Medien kontrolliert, besonders in den USA, 
aber auch in Schweden und anderswo in Europa. Auch dieses Thema 
ist in den westlichen Medien tabu. Der Kampf der Muselmanen fr 
Freiheit und Gleichheit geht Hand in Hand mit dem Kampf zur 
Befreiung der westlichen Welt aus dem Wrgegriff der zionistischen 
Hydra. 




                                                     31
Damit hat es aber noch nicht sein Bewenden. Radio Islam deckt auch 
den Zusammenhang zwischen dem rassistischen Judentum, der 
biblischen und talmudischen Tradition und dem Zionismus auf, den die 
UNO einst als rassistisch bezeichnet hat. Ohne die Judenbibel, die 
Torah, die dem Raub des "verheissenen Landes" ihre Weihe verleiht, 
htte der Zionismus Palstina nie und nimmer usurpieren und niemals 
so grossen Einfluss auf die Christen (besonders bibeltreue Fundamenta-
listen, aber auch viele Anhnger der traditionellen protestantischen 
Kirchen) gewinnen knnen, dass sie die Grndung Israels als "Erfll-
ung des gttlichen Willens" begrssten und die Juden als "auserwhltes 
Volk" betrachteten.

Das Heimtckische an der zionistischen Macht ber die westlichen 
Medien liegt daran, dass sie getarnt und fr die meisten Menschen 
unsichtbar wirkt, so dass sich die Illusion von der Freiheit und 
Unabhngigkeit der Medien leicht aufrechterhalten lsst. Wer kann 
einen unsichtbaren Feind denn schon im Dunkeln bekmpfen? 

Durch seinen radikalen Bruch mit den von den Zionisten geschaffenen 
Tabus hat Radio Islam bei immer mehr Menschen zunchst Ver-
wunderung und Neugierde, dann aber die Einsicht geweckt, dass die 
Medien sie in entscheidenden Fragen an der Nase herumfhren. Dies 
ist schon einmal ein erster Schritt.

 Noch viel mehr wre gewonnen, wenn sich die islamischen Staaten 
dazu durchringen knnen, ihre eigenen Nachrichtenagenturen zu 
grnden, die eigene Nachrichten, Analysen und Kommentare liefern 
und so eine Alternative zu den im Wrgegriff der Zionistenmafia 
befindlichen westlichen Nachrichtenagenturen wie AP (Associated 
Press), UPI (United Press International), Reuter, AFP (Agence France 
Press) und DPA (Deutsche Presseagentur) zu schaffen.








                                                     32
Die Meinungsfreiheit im Westen eine 
Heuchelei

Bis zur Erschpfung erzhlt man uns, die demokratische westliche Welt 
habe eine finstere, despotische Vergangenheit hinter sich gelass-en, und 
es herrsche vollkommene Meinungsfreiheit. Verboten sei nur, was das 
Gesetz ausdrcklich als kriminell bezeichne, etwa die Preis-gabe von 
Staatsgeheimnissen. Welch leuchtender Kontrast zu den 
"rckstndigen, reaktionren Lndern, wo der Staat allmchtig ist oder 
wo religise Gesetze gelten, beispielsweise das islamische", ruft man 
beispielsweise im Zusammenhang mit der sogenannten Rushdie-Affre 
glcklich aus. Getrbt wird dieses hehre Bild, wie in den Medien oft 
unterstrichen wird, nur dadurch, dass man sich von Chomeinis 
Todesurteil gegen Salman Rushdies "Satanische Verse" allzusehr 
einschchtern lsst.

Hier will ich gleich klarstellen, dass das in Schweden und anderswo 
lautstark geusserte Bekenntnis zu Toleranz und Meinungsfreiheit reine 
Heuchelei ist, die "Huldigung der Tugend durch das Laster", um La 
Rochefoucauld zu zitieren. Ich habe hchst persnlich die Erfahr-ung 
gemacht, dass gewisse Ansichten nicht nur als unangemessen und so 
anstssig gelten, dass man sie in einer ffentlichen Debatte nicht 
vorgebracht werden drfen, sondern sogar als verbrecherisch und somit 
gesetzwidrig betrachtet werden, da sie gegen den Paragraphen 
verstossen, der "Hetze gegen eine Volksgruppe" verbietet.

Als Verantwortlicher fr Radio Islam sah ich mich einer Anklage 
seitens der jdischen Gemeinde ausgesetzt, da ich, wie es heisst, "die 
jdische Bevlkerungsgruppe beleidigt" haben soll. Dabei ging es 
natrlich nicht um irgendwelchen imaginren Schmhungen gegen die 
Grundlagen eines Glaubens, den viele Millionen Christen fr heilig 
halten, sondern vielmehr um eine auf nachweisbaren Fakten fussende, 
kritische Analyse des Zionismus als der Wurzel des mrderischen 
Nahostkonflikts. Wird einem eine solche "Beleidigung einer Bevlk-
erungsgruppe" vorgeworfen, so besteht weiter Raum fr Willkr und 
Subjektivitt. 




                                                   33
Jedenfalls verstsst ein solcher Paragraph eklatant gegen das Prinzip der 
freien Meinungsusserung, insbesondere wenn es sich um eine 
"Volksgruppe" handelt, die sich dermassen unbedingt fr den 
Zionismus und den Judenstaat Israel einsetzt wie die jdische 
Bevlkerungsgruppe.

Was nun die Anklage wegen mangelnder Toleranz und Verbreitung 
von Hasspropaganda betrifft, so muss man daran erinnern, dass Hass 
praktisch die einzige rechtmssige Antwort auf die legalisierte Brutalitt 
und Heuchelei der Tyrannei ist. Als der Vorsitzende des 
Revolutionsgerichts, dem die Aburteilung der Charlotte Corday oblag - 
sie hatte Paul Marat gettet -, diese fragte: "Qui vous a inspir tant de 
haine?" ("Wer hat Ihnen denn soviel Hass eingeflsst?"), so antwortete 
diese: "Je n'avais pas besoin de la haine des autres: j'avais assez de la 
mienne" ("Ich brauchte keinen Hass der anderen mehr, denn mein 
eigener reichte mir"). Wer htte einer so sehr von ihrer Sache 
berzeugten Frau wohl noch Toleranz predigen wollen? Nur blutleere 
Schreibtischmoralisten!

Nietzsche, der ber das Christentum sagte, es vernichte in jedem 
einzelnen Menschen den Glauben an seine eigenen Tugenden (Die 
frhliche Wissenschaft, Absatz 122), spricht vom "heiligen Hass" als 
der schrfsten Waffe des Menschen im Kampf gegen die Mchte des 
Bsen. Dieser heilige Hass prgt denn auch die Einstellung vieler 
ohnmchtiger Muselmanen gegen Rushdies Persiflage auf den Islam 
und die westlichen Intellektuellen, welche ihn untersttzen und das 
hohe Lied der Gedankenfreiheit anstimmen, whrend man gleichzeitig 
durch neue Gesetze die Informations- und Meinungsfreiheit ber den 
Zionismus abwrgt, der den Palstinensern ihr Land geraubt hat und 
die zurckgebliebenen Palstinenser auf alle erdenkliche Art und Weise 
schikaniert.

Sobald es zum Thema Judentum und Zionismus kommt, ist die 
viielgepriesene Meinungsfreiheit im Westen also Heuchelei. Der 
gelehrte Simplicius in Galileis "Dialog" weigert sich, einen Blick durch 
das Fernrohr zu werfen, weil er nicht will, dass sein Glaube an 
Aristoteles erschttert wird. Heute lachen wir alle ber jenen tumben 
Einfaltspinsel.

                                                    34
Doch versuchen Sie einmal, den selbsternannten westlichen Gralshtern 
der Freiheit darzulegen, dass Sie die Judenbibel studieren, um 
herauszufinden, auf welchem Wege und warum Israel mit Hilfe des 
"christlichen Abendlandes" zustande gekommen ist und wieso es eine 
so grenzenlose Machtpolitik betreibt und dabei noch von westlichen 
Kreisen, besonders fundamentalistischen Christen, untersttzt wird, so 
wird man Ihnen ins Gesicht sagen, dass Sie ein Wirrkopf oder ein 
potentieller Verbrecher sind und als solcher gechtet gehren. 
So sieht es also um die Meinungsfreiheit bei uns aus!

Somit haben die Herren Zionisten wieder einmal den Beweis dafr 
geliefert, dass sie sich in einer offenen und freien Debatte nicht 
behaupten knnen, sondern dass ihre Heimstatt die Welt des Dunkels 
ist, wo Widersacher mit Drohungen, Gewalt und einem ganzen Arsenal 
polizeistaatlicher Repressionsmassnahmen bekmpft werden. Ange-
sichts der sachlichen und wohldokumentierten Kritik, die Radio Islam 
an ihnen bt, stehen die Zionisten splitternackt dar. Da bleibt ihnen halt 
nichts anderes mehr brig, als die unliebsame Stimme mit Hilfe der 
Staatsgewalt zu unterdrcken, wobei das Gesetz ber "Hetze gegen 
eine Volksgruppe" als Knppel dient. 

Es passt trefflich ins Bild, dass die Zionisten diese Situation schon lange 
vorausgeahnt und entsprechend geplant haben. berall, wo sie sich 
Macht und Einfluss zugeschanzt haben, wurden entsprechende Gesetze 
eingefhrt, mit denen jegliche Kritik an ihren Machenschaften im Keim 
erstickt werden soll.
 
Entsprechend dem bewhrten jdischen Ritual wird diese Unter-
drckung als deren Gegenteil gepriesen. Die Zionisten versumen kaum 
je eine Gelegenheit, sich selbst als die Vorkmpfer der Mein-
ungsfreiheit darzustellen. Kommen wir nochmals auf die Rushdie-
Affre zurck. Ganz offenbar liegt dieser ein satanisch geschicktes 
zionistisches Komplott zugrunde. Rushdies Buch war von den Zionist-
en als Kder fr geistig einfach gestrickte islamische "Fundamenta-
listen" geplant. Leider ging der Plan auf, denn, wie wir alle wissen, 
gingen gewisse Moslems den Zionisten auf den Leim und spielen nun 
unbewusst die ihnen zugedachte Rolle bei dieser sinistren Farce. 

                                                    35
Zweck der ganzen bung war natrlich die Verchtlichmachung des 
Islam und der primitiven Moslems. Gleichermassen wichtig ist, dass 
sich die Zionisten in den Augen einer ahnungslosen ffentlichkeit 
wieder einmal als die unbestechlichen Garanten des freien Wortes 
aufspielen knnen. Wie blich liegt hier ein raffiniertes, geschickt 
durchgefhrtes Spiel vor, das ganz zu dem in den Protokollen der 
Weisen von Zion aufgestellten Richtlinien passt, jenem Buch also, das 
den Zionisten nach Ansicht mancher Beobachter als Leitschnur fr ihr 
Handeln gilt.

Der Rushdie-Schwindel ist eine globale Kampagne, die natrlich nicht 
auf die Wnsche der Zionisten in jedem einzelnen Land Rcksicht 
nehmen kann. Sicher htten sich die schwedischen Zionisten einen 
etwas glcklicheren Zeitpunkt fr den Rushdie-Rummel gewnscht. So 
publizierten die "Dagens Nyheter" beispielsweise am 9. Mrz 1989 
zwei Beitrge auf der gleichen Seite. In beiden Fllen ging es um beim 
Justizministerium eingereichte Strafanzeigen. Die erste stammte von 
den Zionisten und zielte auf das Verbot von Radio Islam sowie meines 
Buchs Vad r Israel? hin. Die zweite stammte von Muslims, die das 
Buch Rushdies verbieten lassen wollten. 

Von der schwedischen Intelligenzia wird nun verlangt, dass sie das 
zionistische Ansinnen vorbehaltlos untersttzen sollen, da hinter dies-
em ja eine lupenreine demokratische Gesinnung steht, whrend sie die 
Forderung der Moslems als frechen Anschlag reaktionrer Finsterlinge 
auf unsere heiligsten Gter verdammen sollen.

Der Widerspruch bereitet den Zionisten nicht wenig Bauchgrimmen. 
Sie knnen ja nicht sicher sein, dass es ihnen wirklich gelungen ist, den 
Schweden das logische Denken restlos abzugewhnen. Es mag ja - 
horribile dictu! - immer noch den einen oder anderen kleinen 
Nichtjuden geben, der sich noch eine rudimentre Fhigkeit zur 
Benutzung seines Hirns bewahrt hat. Irgendjemand konnte ja gegen 
diese Doppelmoral protestieren. Und fr die Zionisten ist eine freie 
Stimme immer schon eine freie Stimme zuviel. So hnlich kommt es 
auch. Die grosse Masse der Gojim verhlt sich erwartungsgemss wie 
eine Schafsherde und antwortet auf die zionistischen Massnahmen mit 
zustimmendem Geblk.

                                                    36
Doch nur geschieht das Entsetzliche! Es erhebt sich eine - wenn auch 
wirklich nur eine einzige - Stimme. Gewiss, sie piepst mehr, als sie 
donnert, aber sie erhebt sich eben doch. Bei dieser Stimme handelt es 
sich zugegebenermassen nur um ein kleines, vom Bankrott bedrohtes 
Blatt mit vielleicht ein paar hundert Lesern. Aber immerhin. Als 
einziger Schwede hat der Linksintellektuelle Jan Myrdal die Stirn, in 
Folket i Bild Kulturfront darauf hinzuweisen, dass zwischen den 
zionistischen Kampagnen fr die Meinungsfreiheit Rushdies und gegen 
das Buch Vad r Israel? ein Widerspruch besteht. Eine schandbare 
Untat und Majesttsbeleidigung gegenber den Herrschenden. Hoffent-
lich stsst Jan Myrdal nichts Unerfreuliches zu.

(Anmerkung des bersetzers: Jan Myrdal, Sohn des weltberhmten 
Ehepaars Gunnar und Alva Myrdal, gilt seit vielen Jahren als das 
Enfant terrible der schwedischen Kulturszene. Mit seinem hartnckigen 
Eintreten fr das Scheckensregime der Roten Khmer in Kambodscha - 
das er spter allerdings verurteilt hat - stiess er selbst alte links-
gerichtete Freunde vor den Kopf. Als fast einziger fhrender schwed-
ischer Intellektueller trat er fr die Meinungsfreiheit der Holocaust-
Revisionisten ein.)

Mochte auch ein schwarzes Schaf namens Myrdal aus der Herde 
tanzen, so konnten sich die Herren Zionisten mit dem Rest der Schafs-
herde um so zufriedener zeigen. Diese trabte folgsam ihrem Hirten 
nach. Heerscharen von zionistischen Hampelmnnern und Mitlufern 
fanden sich ein, um fr Rushdies Freiheit der Meinungsusserung zu 
demonstrieren. Gleichzeitig wurde der Vorhang des Schweigens ber 
die von den Zionisten in die Wege geleiteten Massnahmen gegen Radio 
Islam gebreitet. 

Zwei Angehrige der prestigetrchtigen Schwedischen Akademie 
kndigten in ihrem heiligen Zorn ber den "muslimischen Anschlag" 
auf Rushdie sogar ihre Mitgliedschaft in dieser illustren Krperschaft 
auf. Liessen die beiden Herren auch nur ein einziges Wort dagegen 
verlauten, dass man Radio Islam zum Schweigen bringen wollte? Nein! 
Wir drfen sicher sein, dass diese beiden zionistischen Agenten von 
ihren Auftraggebern dreissig Silberlinge zugesteckt bekommen haben.


                                                      37
Ich will nun das angebliche Verbrechen Radio Islams kurz analysieren. 
Rushdies Buch "Die satanischen Verse" ist eine reine Provokation ohne 
den geringsten literarischen Wert. Sein einziges Ziel bestand darin, 
glubige Muselmanen aufs allerrgste zu reizen. Dem Buch liegt keine 
politische oder moralische Motivation zugrunde. Abgesehen davon, 
dass es die Moslems provoziert, bringt es dem Autor und dem Verleger 
fette Gewinne ein. Rushdie ist jdischer Abstammung, was allgemein 
verschwiegen wird. Seine erbrmliche Schundschrift wird von der 
schwedischen kulturellen Elite mit nahezu religiser Inbrunst verteid-igt.

Ganz anders verhlt es sich mit meinem Buch "Vad r Israel?" Ebenso 
wie die Sendungen von Radio Islam greift es auf serise und wohl-
fundierte Weise die vielleicht brennendste Frage unserer Zeit auf, 
nmlich den Nahostkonflikt. Dessen moralische und soziale Implika-
tionen sind so gross, dass man mit Fug und Recht von der Schicksals-
frage unserer Epoche sprechen kann. Einige sind sogar soweit 
gegangen, zu schreiben, das Schicksal des palstinensischen Volkes sei 
der Prfstein fr die Zukunft der Menschheit. 

Was Radio Islam vorbringt, sind wohluntermauerte Argumente, wobei 
immer wieder fhrende zionistische Persnlichkeiten zitiert werden. 
Radio Islam sttzt sich auf die Urkunden, auf welchen der Zionismus 
beruht. Von kommerziellen Motiven oder von persnlichen Vorteilen 
fr meine Person konnte zu keinem Zeitpunkt die Rede sein. hnliches 
gilt fr das Buch "Vad r Israel"?

Dass die Bestrebungen zum Verbot von Radio Islam sowie des 
erwhnten Buchs von den selbsternannten Aposteln der Meinungs-
freiheit mit Stillschweigen bergangen wurden, deutet darauf hin, dass 
sich Schweden auf dem besten Weg zu einer totalitren Gesellschaft 
befindet. Bei den Leuten, die es in diese Richtung fhren wollen, 
handelt es sich um eine Clique von Lgnern, Heuchlern und Schurken, 
welche mit ihrer Existenz die schwedische Fahne oder die Fahne 
irgendeines anderen freiheitsliebenden und demokratischen Landes 
schnden.



                                                     38
Israel ist heute der Unterdrckerstaat schlechthin. Es hat sich nie 
geniert, mit den anrchigsten Regimen zusammenzuarbeiten, die vom 
schwedischen Establishment sonst besonders fleissig angeprangert 
werden. Fr diese wurde es zunehmend schwierig, den Rassismus in 
Sdafrika und die barbarischen Menschenrechtsverletzungen in latein-
amerikanischen Diktaturstaaten zu verdammen, ohne dass sie auch nur 
ein Wort gegen Israel und den rassistischen Zionismus sagen durften. 
So mussten sie ihre Kritik an Sdafrika und den lateinamerikanischen 
Diktaturen notgedrungen erheblich dmpfen. Parallel dazu wurden die 
Jubelgesnge auf den Zionismus immer gellender. Dies alles sprach 
natrlich einem echten Humanismus und einer echten Solidaritt mit 
den Unterdrckten Hohn. 

Nochmals zurck zur Frage: Warum mussten die Zionisten notge-
drungen zu einem psychologisch so ungnstigen Zeitpunkt gegen Radio 
Islam zuschlagen? Die Antwort kann wohl nur lauten, dass es dieses 
begonnen hatte, Informationen zu verbreiten, welche von den Zionisten 
als tdliche Bedrohung ihrer Hegemonie und Machtstellung aufgefasst 
wurden. 

Im folgenden wollen wir nun auf die Geschichte der Entstehung von 
Radio Islam eingehen. Dieser kleine Sender hat in Schweden beinahe 
eine Revolution eingeleitet, und zwar erstaunlicherweise nur deshalb, 
weil er die Wahrheit auszusprechen wagte. Wir haben den Zionismus 
gezwungen, aus der Welt der Schatten herauszutreten und sich ans 
Licht zu wagen.

Viele denkfhige Schweden wissen heute, dass die Zionisten die 
wahren Herrscher unseres Landes und die sogenannten Regierenden 
bewusst oder unbewusst bloss deren Laufburschen und Hampelmnner 
sind. Immer mehr Leute haben inzwischen begriffen, dass die 
sichtbaren politischen Vorgnge wenig mehr als ein abgekartetes Spiel 
sind, mit dem uns Sand in die Augen gestreut werden soll, damit wir 
die Hintergrnde nicht erkennen. Radio Islam hat die Helfershelfer und 
Lakaien der Zionistenmacht aus ihren Lchern geholt und ins 
Scheinwerferlicht gestellt. Ein enthllter Agent ist aber kein brauchbarer 
Agent mehr. 

                                                    39
Kurzum: Mit seinen Sendungen hat Radio Islam das schwedische 
Establishment gezwungen, die Macht der Zionistenmafia in unserem 
Land Schritt fr Schritt aufzudecken, und fr letztere wird es immer 
schwieriger, ihren totalitren Charakter zu verschleiern.

Die Zionisten und ihre schwedischen Strichjungen blicken mit Grausen 
dem Tag entgegen, wo sie nackt im Rampenlicht stehen werden und in 
einer freien, offenen Debatte ber ihre Plne Rechenschaft ablegen 
mssen. Sie selbst wissen ja am allerbesten, dass es ihnen an 
stichhaltigen Argumenten zur Verteidigung des Zionismus gebricht. 

Das Licht blendet die Zionisten so sehr, dass ihnen die Augen 
schmerzen, und deshalb schreien sie auf! Sie wissen, dass der 
Zionismus eine Ideologie der Finsternis, der Nacht und des Nebels ist. 
Darum frchten sie sich vor dem Tageslicht so sehr wie die Trolle der 
alten nordischen Sagen vor dem ersten Strahl der aufgehenden Sonne. 
Mge es bald Tag werden! 






















                                                    40
Ein  demokratisches  Palstina !

Der Zionistenstaat Israel in Palstina kann von drei verschiedenen 
Gesichtspunkten aus betrachet werden:

1) Vom zionistischen Standpunkt aus, der natrlich mit dem Israels 
selbst zusammenfllt. Israel ist diesem zufolge das den Juden von Gott 
versprochene Heimatland, ein rechtmssig gegrndeter Staat, dessen 
Fortbestand mit allen Mitteln verteidigt werden muss. Geht Israel unter, 
so schlgt die Todesglocke fr alle Juden der Welt. Dies behaupten 
wenigstens die Zionisten.

2) Vom prozionisischen Standpunkt aus, welcher von den westlichen 
Staaten inklusive Schweden vertreten wird. Er lautet wie folgt: Der 
Staat Israel besteht seit dem Jahre 1948. Er wird von der UNO 
anerkannt und ist augenscheinlich entschlossen, weiter zu existieren. 
Dieser prozionistischen Auffassung nach ist Israel ein politisches 
Faktum, das man akzeptieren muss. Dabei bersieht man geflissentlich, 
dass dieser Staat nur zustande gekommen ist, indem Juden aus aller 
Welt nach Palstina strmten und mit Gewalt und Terror arabisches 
Land an sich rissen. Somit besagt dieser Standpunkt, dass Macht gleich 
Recht ist; es gilt also das Gesetz des Dschungels.

3) Vom palstinensischen oder muslimischen Standpunkt aus, dem so 
gut wie alle Palstinenser, Araber und Muselmanen anhngen, auch 
wenn manche muslimischen Fhrer ihn nicht vertreten mgen. Israel ist 
demnach ein Okkupantenstaat, der unter Verletzung des Vlkerrechts 
palstinensches Gebiet geraubt, die Hlfte der damaligen palstinens-
ischen Bevlkerung gewaltsam vertrieben hat und die zurckgeblieb-
enen Palstinenser versklavt und unterjocht.

Radio Islam macht sich den dritten Standpunkt zu eigen. Dies heisst 
natrlich, dass es vor allem den ersten, aber auch den zweiten Stand-
punkt schroff verwirft. Beide widersprechen sie dem von den Vereinten 
Nationen anerkannten Vlker- und Menschenrecht und verletzten die 
nationalen und demokratischen Rechte des palstinensischen Volkes.


                                                     41
Zwei gewichtige Grnde sprechen dafr, dass der zionistische Staat 
Israel aufgelst und durch ein demokratisches Palstina mit gleichen 
Rechten fr alle Einwohner, Muslime, Christen und Juden, ersetzt 
werden muss:

1) Gerechtigkeit und Vlkerrecht. Kein Volk und keine Gruppe darf fr 
sich das Recht in Anspruch nehmen, das Land eines anderen Volkes zu 
erobern und dieses zu verjagen oder zu knechten. Die Zeit macht aus 
Unrecht kein Recht. Das Vlkerrecht spricht also gegen die Existenz 
Israels.

2) Politische Klugheit und Weitsicht. Nur mit solcher lsst sich der 
Palstinakonflikt dauerhaft und befriedigend lsen. Israel hat sich nie zu 
einer wirklichen und vernnftigen Lsung des Konflikts bereiterklrt; 
allenfalls hat es gndig geruht, den Palstinensern ein paar elende 
Brosamen hinzuwerfen. Damit hat Israel, das vom ersten Tag seiner 
Existenz an ein Banditenstaat war, jede Existenzberechtigung verloren. 

Die einzige Lsung besteht darin, dass die Umwelt Israel und die 
zionistisch gesinnten Juden in aller Welt einem derartigen Druck 
aussetzt, dass die meisten Juden in Israel die Notwendigkeit eines 
bergangs zu einem demokratischen Palstina einsehen. Radio Islam 
will mit seinen Informationen dazu beitragen, dass sich die schwedische 
Bevlkerung fr eine solche Lsung gewinnen lsst. Eine gerechte, 
konstruktive und dauerhafte Lsung des hochexplosiven Palstina-
konflikts liegt nmlich auch in schwedischen Sicherheitsinteresse.

Es ist ungemein wichtig, dass die Weltffentlichkeit, nicht zuletzt die 
schwedische, begreift, warum der Nahostkonflikt immer gefhrlicher 
wird und schlimmstenfalls in einen dritten Weltkrieg mnden kann, 
wenn man keine gerechte und dauerhafte Lsung findet.
Hierzu zwei Punkte:






                                                     42
1) Solange Israel besteht und die Palstinenser weiterhin entrechtet und 
terrorisiert, wchst in der gesamten arabischen und muslimischen Welt 
der Hass und die Feindschaft gegenber Israel, dem Zionismus und 
natrlich auch gegenber den USA, ja gegenber der westlichen Welt 
in ihrer Gesamtheit, denn diese befindet sich im Griff der 
Zionistenpropaganda und untersttzt Israel auf jede erdenkliche Weise. 
Israels Arroganz ist eine Herausforderung ersten Ranges!

2) Israel erhlt von Amerika hochmoderne Waffen und verfgt seit 
rund einem Vierteljahrhundert ber eigene Kernwaffen und kern-
waffentragende Raketen. Ein neuer Krieg zwischen Israel und seinen 
Nachbarn, der, ndert Israel seinen Kurs nicht, frher oder spter 
unvermeidlich wird, kann Israel so in die Klemme bringen, dass es sein 
Atomwaffenarsenal einsetzt. 

Dies wrde den Hass der Muselmanen ins Unermessliche steigen lassen 
und knnte zu einem dritten Weltkrieg fhren, dessen Folgen fr 
Europa und somit auch fr Schweden grauenvoll wren. Solange Israel 
besteht, werden Spannung und Wettrsten in Nahem Osten niemals 
enden.

Anders gesagt: Der Staat Israel bildet einen gemeingefhrlichen 
Unruheherd, ein Pulverfass, das jederzeit explodieren und die Welt in 
den Abgrund reissen kann. Da hilft nur eines: Israel, das als inter-
nationaler Sozialfall ohnehin nicht ohne auslndische Almosen in 
Milliardenhhe existieren kann, muss durch Druck von aussen kirre 
gemacht werden, damit es zur Einsicht kommt, dass die einzige Lsung 
wirkliche Gerechtigkeit und Demokratie ist. Dies bedeutet nichts 
weniger, als dass der jdische Staat aufgelst und durch ein 
demokratisches Palstina ersetzt werden muss. 

Wenn Israel eine Demokratie wre...

Wenn Israel eine Demokratie wre, wie die Zionisten und deren 
Busenfreunde stndig behaupten, dann gbe es den Judenstaat gar 
nicht! In diesem Fall geschhe nmlich folgendes:



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1) Israel wrde ein Grundgesetz annehmen, dem zufolge unter anderem 
festgehalten wrde, dass alle Bewohner des Landes, ungeachtet ihrer 
ethnischen Herkunft und ihres Glaubens, ausnahmslos die gleichen 
Brgerrechte und Freiheiten geniessen und dass die Erklrungen der 
UNO ber die Rechte des Menschen verfassungs-mssig zu 
respektieren sind.

2) Israel wrde ferner in seinem Grundgesetz alle militrischen und 
sonstigen bewaffneten Operationen ausserhalb seiner Landesgrenzen 
verbieten und die Verantwortlichen wegen "Verbrechen gegen die 
Menschlichkeit und den Frieden" zur Rechenschaft ziehen.

3) Israel wrde seine Grenzen definieren, und zwar gemss den 
Richtlinien, die der UNO-Plan von 1947 zur Teilung Palstinas 
festgelegt hat.

4) Israel nhme ein bindendes Gesetz an, dem zufolge alle aus dem 
israelischen Gebiet vertriebenen Palstinenser als vollwertige israel-ische 
Brger zurckkehren drfen, dass ihnen der verlorene Grund und 
Boden zurckerstattet wird und dass sie fr verlorenes Eigentum sowie 
fr das erlittene Unrecht entschdigt werden. Diejenigen Palstinenser, 
die nicht zurckkehren wollen, mssten dann von Israel Wiedergut-
machung erhalten, genau wie die Juden, die vor und whrend des 
Zweiten Weltkriegs aus Deutschland geflchtet sind, von der BRD 
solche Wiedergutmachungszahlungen erhalten.

5) Das Grundgesetz verbte ferner jegliche Einmischung in die inneren 
Angelegenheiten anderer souverner Staaten, was bedeuten wrde, dass 
Israel ffentlich davon Abstand nhme, die Juden berall auf der Welt 
zu organisieren. Israel wrde ferner bekanntgeben, dass die jdischen 
und zionistischen Lobbys in fremden Staaten im Widerspruch zu Israels 
klar bekundetem Willen handeln, die Souvernitt anderer Staaten zu 
achten. 

Jdische Gemeinden und Zionistenorganisationen im Ausland, also 
auch in Schweden, mssten ihre Untersttzung fr Israel einstellen; sie 
mssten aufhren, fr Israel Geld zusammenzubetteln und sich mittels 
politischer und publizistischer Kampagnen als innenpolitischer Macht-
faktor aufzuspielen.
                                                     44
Eine internationale zionistische Spionageorganisation im Solde Israels 
wie die ADL (Anti Defamation League), deren Hauptquartier in den 
USA liegt, wrde dann aufgelst und verboten - mit voller Billigung des 
demokratischen Israel!

Wrde Israel die eben erwhnten Massnahmen treffen, so wrde es alle 
Kriterien erfllen, die man an eine Demokratie anlegt, und es wrde 
weltweit geachtet. Natrlich zgen diese Schritte in der Praxis die 
sofortige Auflsung des Judenstaates nach sich, und zurck bliebe ein 
palstinensischer Staat mit gleichen Rechten fr alle Bewohner, 
unabhngig von ihrer ethnischen Herkunft und ihrer Konfession. 

Selbstverstndlich wrde das 1950 erlassene Gesetz, wonach jeder Jude 
auf der Welt das Recht hat, sich in Israel niederzulassen, dann auch 
aufgehoben. An ihrer Stelle drften dann eben die vertriebenen 
Palstinenser zurckkehren und kmen sogleich in den Genuss voller 
Brgerrechte. Die Zionisten und ihe Agenten im Westen rumen 
unverblmt ein, dass das Stimmrecht fr alle in Israel und den besetzten 
Gebieten lebenden Palstinenser das Ende Israels als eines jdischen 
Staates wre. Die Phrase von der "einzigen Demokratie des Nahen 
Ostens" wrde dann letzten Endes noch wahr!

Natrlich fiele es Israel nicht im Traum an, solche Massnahmen zu 
treffen und somit ein Rechtsstaat zu werden, der diesen Namen auch 
wirklich verdient. Stattdessen handelt es nach folgenden Grundstzen:

1) Israel ist ein rein jdischer Staat, der nur fr Juden da ist. 
Nichtjdische Einwohner sind Menschen zweiten Ranges.

2) Israel hat seine eigenen Grenzen niemals festgelegt und bleibt ein 
potentiell expansiver Staat, von dem man nie weiss, wann er die 
nchsten arabischen Gebiete beansprucht.

3) Israel verstsst immer wieder gegen geltendes internationales Recht, 
indem es stndig in seinen Nachbarlndern einfllt. Unter dieser 
aggressiven Politik hat vor allem der Libanon zu leiden, wo die Israelis 
unzhlige Male zivile Ziele angegriffen und Zivilisten - Palstinenser 
wie Libanesen - gettet haben.

                                                    45
4) Die fr diese und andere Missetaten Verantwortlichen werden nie 
bestraft, nein, all dies geschieht auf ausdrcklichen Befehl der 
israelischen Regierung, ganz unabhngig davon, welche Parteien gerade 
am Ruder sind. Der Mrder des schwedischen Diplomaten Folke 
Bernadotte hiess Menachem Begin und war jahrelang israelischer 
Premierminister. Begin war auch einer der Verantwortlichen fr den 
Sprengstoffanschlag auf das Hotel King David, bei dem unzhlige 
Menschen starben. Ob er wohl dafr den Nobelpreis in Empfang 
nehmen durfte?

5) Israel weigert sich hartnckig, die vertriebenen Palstinenser in die 
angestammte Heimat ihrer Ahnen zurckkehren zu lassen. Nicht einmal 
als Tote drfen sie zurckkehren, um in ihrem Vaterland ihre letzte 
Ruhesttte zu finden! Gleichzeitig lockt Israel fleissig Juden aus aller 
Welt ins Land, obwohl diese dort nichts zu suchen haben.

6) Israel zahlt den von ihrem Grund und Boden verjagten und zu 
Hunderttausenden in elenden Flchtlingslagern dahinvegetierten Palst-
inensern keinen roten Heller. Stattdessen werden diese mit unaufhr-
lichen Schikanen beglckt und vom israelischen Militr sowie von 
bewaffneten Siedlerbanden terrorisiert.

7) Israel setzt sich ber die elementarsten Gepflogenheiten eines 
Rechtsstaats hinweg, indem es fr die Palstinenser militrische Aus-
nahmegesetze erlassen hat, die sich oftmals in tage- oder wochenlangen 
Ausgangsverboten, der Schliessung palstinensischer Schulen und 
Universitten sowie einer strengen Zensur ussern.

8) Israel verletzt das international anerkannte Prinzip der Nicht-
einmischung in die inneren Angelegenheiten fremder Staaten, indem es 
berall zionistische Agenten unterhlt, die emsig spionieren und sich in 
zionistischen Lobbys formieren. Dabei kommt den Israel unterstellten 
internationalen zionistischen und jdischen Organisationen eine 
Scharnierfunktion zu. Sie steuern die jdischen Gemeinden auf der 
ganzen Welt und ben vielerorts ungemein grossen Einfluss aus.




                                                    46
9) Israel stellt eine permanente Gefahr fr den Frieden im Nahen Osten 
dar, indem es seine masslos aufgeblhten Streitkrfte zu Aggressions-
handlungen gegen andere Staaten einsetzt und legalisierten Staats-
terrorismus betreibt. Man denke an die Bombardierung eines irakischen 
Kernkraftwerks im Jahre 1981 oder an das israelische Mord-
kommando, das den zweithchsten Mann der PLO, Abu Jihad, mitsamt 
seinen Leibwchtern 1988 in Tunis umbrachte. Immer wieder verben 
israelische Agenten in aller Welt Anschlge auf Palstinenser.

10) Israel ist durch allerlei Erpressungsmanver in den Besitz ultra-
moderner amerikanischer Waffen gelangt. Es verfgt seit den sechziger 
Jahren ber Atomwaffen sowie ber Trgerraketen, mit welchen es 
Ziele in Sdrussland oder Sdeuropa treffen kann. Somit bildet es eine 
stndige Gefahr fr den Weltfrieden, zumal die Judenlobby in den 
USA den amerikanischen Kongress sowie den amerikanischen 
Prsidenten wie Marionetten an ihren Fden tanzen lsst. Kurzum: 
Israel existiert nur, weil es nicht demokratisch ist. Es ist ein rassistischer, 
kriegerischer Staat, der das Vlkerrecht von A bis Z verletzt! 





















                                                    47
Die  missbrauchte  Benennung  "Antisemit"

Gebetsmhlenhaft wurde Radio Islam vor und whrend des Prozesses 
"Antisemitismus" unterstellt. Was hat es damit auf sich?

Wer sich heute gegen die Juden wendet, wird in der Judenpropaganda 
als "Antisemit" angeschwrzt. Unter dem Druck des zionistischen 
intellektuellen Terrorismus wurde dieser Begriff in der westlichen Welt 
allgemein akzeptiert. "Antisemitismus" muss als Widerstand gegen die 
jdische Vorherrschaft in einem Land oder auf einem gewissen gesell-
schaftlichen Gebiet aufgefasst werden. 

Dieser Definition gemss ist der "Antisemit" nicht ohne weiteres ein 
Judenhasser, sondern wendet sich voller Gerechtigkeitspathos gegen 
eine wirkliche - oder auch nur eingebildete - jdische Dominanz, an 
deren Stelle er ein System der Gleichheit setzen will: Juden sollen nicht 
lnger privilegiert sein, sondern sich anpassen und gleich behandelt 
werden wie andere Volksgruppen.

Es geht also nicht um einen besinnungslosen Judenhass, sondern 
um ein im Grunde demokratisches Streben nach Gerechtigkeit und 
Gleichheit. Die Juden werden nicht gehasst oder verachtet, weil sie 
Juden sind, sondern jdische Privilegien geraten unter Beschuss, 
genauso wie die Sonderrechte anderer Gruppen.

Der Ausdruck "Antisemitismus" ist an sich irrefhrend und sehr 
unglcklich gewhlt, da die Aschkenasen oder Ostjuden, welche die 
grosse Mehrheit des heutigen Judentums bilden, ihrer Herkunft nach 
gar keine Semiten sind, worauf wir frher bereits hingewiesen haben. 
Wenn wir Araber, die wir ja echte Semiten sind, des "Antisemitismus" 
bezichtigt werden, so empfinden wir dies mit Fug und Recht als 
grotesk: Hassen wir denn uns selbst? Die eigentlichen Antisemiten 
unserer Zeit sind die Juden, die tglich wehrlose palstinensische 
Semiten abschlachten!





                                                    48
Wer immer die vertriebenen und unterdrckten Palstinenser ffentlich 
gegen die zionistische Besatzungsmacht verteidigt, wird von den 
Zionisten und deren Gefolgsleuten als "Antisemit", "Judenhasser", 
"Judenverfolger", "Judenquler" und "Nazi" beschimpft. Dieser Trick, 
die Gleichstellung von Antizionismus und Antisemitismus, hat sich als 
effektives Abschreckungsmittel erwiesen. 

Meist ist die Wirkung die beabsichtigte: Die Freunde der Palstinenser 
und Widersacher des zionistischen Unterdrckerstaates versichern 
eilfertig, absolut keine "Antisemiten" oder Judenhasser zu sein, sondern 
ganz im Gegenteil die Juden zu achten, viele jdische Freunde zu 
haben und die Juden sogar mehr als andere Vlker zu lieben. Der 
Vorsitzende der trotzkistischen, von Juden dominierten 
"propalstinensischen" Gruppierung in Schweden ist sogar selbst Jude! 
Andererseits haben sie die "Antisemiten" und "Nazis" stets bitter 
gehasst. 

Folglich verbindet sie sehr viel mit dem Staate Israel und den Zionisten; 
sie huldigen den gleichen Grundwerten, hegen die gleiche Liebe zur 
Demokratie - "Israel ist ja die einzige Demokratie des Nahen Ostens!" - 
und haben die gleichen Feinde, nmlich die "Rassisten", die 
"Antisemiten", die "Nazis" und die "arabischen Fundamentalisten", 
kurz gesagt, alle reaktionren Elemente!

Hier erkennen wir, wie wirkungsvoll das Schimpfwort "Antisemit" ist. 
Indem sie ihre Gegner als "Antisemiten" abstempeln, knnen die 
Zionisten rasch von einer defensiven zu einer offensiven Propaganda-
kriegsfhrung bergehen. Sie brauchen den Besatzer- und Terrorstaat 
Israel sowie die weltweite zionistische Verschwrung zu dessen 
Untersttzung nicht lnger zu verteidigen, sondern greifen stattdessen 
ihre Widersacher als bsartige Judenfresser und Menschheitsfeinde an. 

Dies knnen sie ungestraft tun, weil sie die ffentliche Meinung schon 
seit langem lenken, verfgen sie doch ber den Grossteil der 
Unterhaltungsindustrie und der Medien, mittels deren sie die Massen 
seit Jahren im Sinne des Zionismus und dessen Interessen indoktri-
nieren konnten. 



                                                     49
In populren US-Filmen, in Fernsehserien, Fern-sehreportagen, 
Bestsellern, in den grossen Zeitungen, aber auch in den Lehrbchern 
und Lehrmitteln der Schulen - berall wird Israel als heldischer 
Kleinstaat glorifiziert, der sich bravours gegen eine bedrohliche, 
furchteinflssende arabische Umwelt wehrt. In dieser wimmelt es nur 
so von irren "internationalen Terroristen", whrend die Juden als 
feinfhliges, hochbegabtes und leidendes Mrtyrervolk dargestellt 
werden, das im Verlauf seiner Geschichte immerfort von mitleidlosen 
antisemtischen Bestien geplagt worden ist: von rmischen Legionren, 
christlichen Kreuzrittern, den Folterknechten der katholischen 
Inquisition und schliesslich den SS-Schergen. 

Immer und immer wieder werden diese Themen aufgewrmt, ohne dass 
sich je der leiseste Widerspruch regt, ja ohne dass auch nur im 
geringsten nuanciert wird. Logischerweise ergab sich daraus die Folge, 
dass die zionistische Propagandaversion der Geschichte die einzig 
wahre und dazu noch die einzig belangreiche ist, denn schliesslich sind 
ja nur Juden - ohne jede eigene Schuld - verfolgt, erniedrigt und 
ausgerottet worden; alle anderen Nationen sind entweder Verbrecher 
oder doch deren Komplizen.

Die Lenkung der ffentlichen Meinung im Westen durch die 
Beherrschung der wichtigsten Massenmedien ist also die Voraussetz-
ung dafr, dass die Zionisten die Schimpfvokabel "Antisemitismus" 
anwenden knnen, um jedem Gegner einen heillosen Schrecken ein-
zujagen. Somit gewinnen die Zionisten gleich die Oberhand; sie stehen 
nicht lnger als Komplizen des Unrechtsstaates Israel am Pranger, 
sondern spielen sich ihrerseits als Anklger und Richter in einem 
politischen Prozess gegen "Antisemiten" auf, bei denen es sich ohnehin 
nur um briggebliebene, ewiggestrige "Nazis" handeln kann. 

Man kann hier hinzufgen, dass der Nrnberger Prozess vom "Institut 
fr jdische Angelegenheiten" in New York auf die Initiative zweier 
jdischer Brder und Juristen aus Litauen, Jakob und Nehemja 
Robinson, initiiert worden ist. Dies wird von dem verstorbenen Nahum 
Goldmann, dem ehemaligen Vorsitzenden des Jdischen Welt-
kongresses sowie der Zionistischen Weltorganisation, ausdrcklich 
hervorgehoben.

                                                     50
Dass die Macht und der Einfluss des organisierten Judentums, das ganz 
im Dienste Israels steht, unerhrt gross sind, und zwar teils durch den 
Jdischen Weltkongress, teils durch die Zionistische Weltorganisation, 
rumt Nahum Goldmann, der als Vorsitzender beider Organisationen 
gewirkt hat, freimtig ein.

Dieser wohlorganisierte zionistische Machtapparat in Verbindung mit 
dem zionistischen Wrgegriff ber die Medien ermglicht die zionist-
ische Propagandaoffensive, die, zumindest im Westen, wie eine Dampf-
walze dahingerollt kommt, vor der fast jeder Andersdenkende in 
panischer Angst flieht.

Doch stellt sich die Frage, ob dieser gigantische Propagandabluff nicht 
bereits tiefe Risse zeigt. Der Staat Israel, also die verwirklichte Vision 
der Zionisten von einem eigenen Land, scheint zum Verhngnis des 
Zionismus zu werden. Seine grausamen Gewalttaten gegenber den 
ihrer Heimat beraubten Palstinensern und seine bodenlose Arroganz 
lassen sich einfach nicht mehr vertuschen, sondern geraten immer mehr 
ins Rampenlicht. So schrieb die schwedische Zeitung Expressen am 2. 
Dezember 1987:

"Es kann keine zwei unterschiedlichen Vlkerrechte geben, zwei ver-
schiedenartige Versionen des internationalen Rechts, das eine fr Israel 
und das andere fr den Rest von uns", sagte Anders Ferm, 
schwedischer UNO-Botschafter, am 1. Dezember 1987 in einer Rede 
vor der UNO-Generalversammlung, und er fgte hinzu: "Die 
Palstinenser leben als Brger zweiter Klasse in ihrem eigenen Land... 
Die schwedische Regierung verurteilt die illegalen Siedlungen ohne 
jeden Vorbehalt. Sie stellten ein Verbrechen gegenber dem palstinen-
sischen Volk, dessen Ansprchen und dessen Land dar.









                                                     51
Das Urteil und mein Gefngnisaufenthalt

Am 14. November des Jahres 1989 wurde ich vom Stockholmer 
Amtsgericht zu sechs Monaten Gefngnis verurteilt. Dieses Urteil 
wurde vom Oberlandesgericht, bei dem vom 4. bis zum 25. Oktober 
1990 das Rekursverfahren lief, besttigt. 

Die Jury, die mich im ersten Prozess sowie im Revisionsverfahren 
verurteilt hat, bestand aus aktiven Mitgliedern der - durchwegs pro-
zionistischen - politischen Parteien des Landes. Vorsitzender der Jury 
war beim ersten Verfahren ein kommunistischer Jude, ein bekanntes 
Mitglied der VPK (Vnsterpartiet Kommunisterna, Die Linkspartei die 
Kommunisten). Die beanstandeten Texte ritten nicht nur herbe Angriffe 
gegen den Zionismus, sondern auch gegen den Kommunismus. Kann 
man da von einer unabhngigen Jury reden? Vorsitzender der Jury 
beim Appellationsgericht war ein aktiver Zionist. 

Ich sass meine Strafe, genauer gesagt gut die Hlfte davon, im 
Gefngnis von Sknninge in Sdschweden ab. Am 16. Juli 1991 wurde 
ich bedingt entlassen. Wie ich diese Zeit verbrachte, geht aus dem 
folgenden Brief hervor, den ich am 28. April 1991 aus dem Gefngnis 
an Professor Robert Faurisson richtete. Faurisson, der Chefdenker des 
franzsischen und europischen Holocaust-Revisionismus, ist einer 
meiner besten Freunde. 

				Gefngnis von Sknninge, Schweden,
					28. April 1991

Lieber Freund Robert Faurisson,

In Le Monde vom 20. 4 1991 habe ich vom Urteil des "Gerichts" 
(18.4. 91) gegen Sie sowie gegen die Zeitschrift Le Choc du Mois 
erfahren. Ihre Antwort, die in Ihrer Erklrung ("Der Revisionismus vor 
den franzsischen Gerichten") vom 18. April enthalten ist ("Wir 
werden rckfllig werden. Wir werden durchhalten. Und wir werden 
siegen"), zeugt ebenso von Mut, wie das Vorgehen der Juden von 
Feigheit zeugt. 

                                                     52
Ich bewundere Ihren Mut und Ihre ehrenhafte Hartnckigkeit. Dieser 
feige jdische Griff nach Ihrer Geldbrse (Sie wurden ja zur Zahlung 
horrender Geldsummenn an jdische Propagandaorganisationen verur-
teilt, nachdem man Sie immer wieder krperlich angegriffen und 
beruflich ruiniert hat) bringt unfreiwillig den Respekt der an den 
Schalthebeln der Macht sitzenden feigen jdischen Heuchler gegenber 
Ihrer Unerschrockenheit zum Ausdruck. 

Sie trachteten bei Ihren Studien danach, die Geschichte so darzustellen, 
wie sie wirklich war, und von den jdischen Legenden zu reinigen. 
Doch mit Ihrer Haltung und Ihrem Kampf fr die Freiheit schreiben Sie 
selbst Geschichte! Die Geschichte des heutigen "Krieges" zwischen 
dem Guten und dem Bsen. Die Geschichte des Widerstandes des 
franzsischen Volkes gegen die jdische Vorherrschaft, gegen eine 
Besatzung, welche Frankreich - und darber hinaus die gesamte 
westliche Welt - in eine verfaulte und dekadente Gesellschaft ver-
wandelt hat, in der Heuchelei und Feigheit wahre Triumphe feiern!

Seien Sie gewiss, dass Sie dem Anschein zum Trotz nicht alleine 
dastehen! Freie Menschen in Frankreich und berall auf der Welt 
beobachten und bewundern Ihren Widerstand. Sie sind die Vorhut 
einer westlichen Intifada gegen die Judenherrschaft. 

Fr mich ist es eine grosse Ehre, Ihr revisionistischer Weggefhrte sein 
zu drfen - im Kampf gegen die grosse jdische Geschichtslge, gegen 
die zahlreichen Unterdrckungsmassnahmen, mit denen man diese 
Lge schtzt, und gegen die ganzen politischen und finanziellen Folgen, 
die sich daraus ergeben und deren hauptschliche Opfer die westlichen 
Vlker sowie das palstinensische Volk sind. 

Ich darf Ihnen versichern, dass Ihnen die moralische Untersttzung und 
die Sympathie der arabisch-muselmanischen Welt gehrt. Diese 
Untersttzung gilt darber hinaus dem franzsischen Volk und seinem 
Recht auf Freiheit, Wrde und Unabhngigkeit. Heutzutage haben die 
Franzosen in ihrem eigenen Land nicht die gleichen Rechte, welche die 
Juden sich angemasst haben! Heute muss man in Frankreich - und im 
Westen ganz allgemein - Jude oder Judenfreund sein, um seine 
Meinung in den Medien vertreten zu drfen. 

                                                     53
Ihr "Verbrechen" liegt in Tat und Wahrheit darin, kein Jude zu sein, die 
Wahrheit zu sagen und den Mut zu haben, ffentlich zu verknden, der 
Knig sei nackt!

Was nun mich anbelangt, so sendet Radio Islam acht Stunden 
wchentlich, obgleich ich (aus denselben Grnden, aus denen man Sie 
verurteilt hat) zur Zeit hinter schwedischen Gardinen sitze. Ihr 
telefonisches Interview wird einmal pro Woche wiedergesendet, und 
80% meiner gegenwrtigen Sendungen an Radio Islam betreffen den 
Revisionismus.

Die gegenwrtig gegen mich behandelte Anzeige beim Justiz-
ministerium bezieht sich ausschliesslich auf mein "Leugnen der Gas-
kammern". Obgleich schon mehr als zwei Monate verstrichen sind, 
seitdem die Juden diese Klage eingereicht haben, hat der 
"Justizminister" noch keinen diesbezglichen Entscheid gefllt. Ich 
strahle auch jede Woche die "Stze" aus, wegen deren man mich 
verurteilt hat ("um meine Hrer ber die Anklagepunkte zu 
unterrichten").

Dienstag, den 16. April 1991, komme ich beim Parkplatz des 
Gefngnisses von Sknninge an. Ich parke meinen Wagen und melde 
mich am Gefngnistor. An diesem sind ein Lautsprecher und ein 
Mikrophon angebracht. Eine Stimme fragt mich nach meinem Namen. 
Ich nenne ihn, und die Stimme fordert mich ber den Lautsprecher auf, 
mein Auto anderswo zu parkieren, an einem fr die Gefangenen 
reservierten Ort. Ich fahre zunchst bis auf ein paar Meter an das 
grosse Metalltor heran; dort stelle ich drei grosse Koffer ab, die 150 
Exemplare meiner Bcher enthalten, sowie eine kleine Tasche, in der 
sich meine Toilettensachen befinden. Im Kofferraum meines Wagens 
sind noch weitere 100 Bcher. Dann parke ich auf dem 
Langzeitparkplatz, der den Hftlingen vorbehalten ist.

Der Wchter, der ber den Lautsprecher mit mir gesprochen hat, 
konnte dies alles durch eine grosse Kamera sehen, die oberhalb des 
Gefngnistors plaziert ist. Ich kehre mit meinen Koffern um, und das 
Tor ffnet sich. 


                                                     54
Ich schleppe meine Koffer einen nach dem anderen hinein und stelle sie 
auf der Innenseite der Torffnung ab, die in einen grossen, von sechs 
Gebuden umgebenen Hof mndet. Das Tor schliesst sich, und ich 
befinde mich mit meinen drei Koffern und meiner Tasche im 
Gefngnis. In Schweden!

Binnen einiger Sekunden bin ich in eine andere Welt gelangt, wo die 
Freiheit nur noch eine Erinnerung ist und wo man nichts anderes tut als 
Befehlen zu gehorchen. ber den Lautsprecher erteilt man mir die 
Anweisung, zum ersten Gebude links zu gehen. Ich habe noch keinen 
Menschen zu Gesicht bekommen! Ich schleppe meine drei schweren 
Koffer zum Eingang jenes Gebudes, einen nach dem anderen. Die 
Entfernung betrgt nur etwa zwanzig Meter. 

Nun geht die Tr des Gebudes auf; ich trete ein und befinde mich vor 
einem vergitterten Schalter, hinter dem ein Wchter steht. Er weist 
mich an, die Koffer hineinzutragen und in ein Lokal zu meiner Rechten 
zu stellen. Ich tue dies. Zwei Wchter stossen in diesem Lokal zu mir. 
Sie sagen, ich solle meine Koffer ffnen. Ich habe mich vorher darber 
unterrichten lassen, dass man in Schweden das Recht hat, Bcher ins 
Gefngnis mitzunehmen. 

Als ich meine Koffer ffne, wirken die Wchter durch deren Anzahl 
etwas schockiert. Noch mehr schockiert sie die Tatsache, dass es meine 
eigenen Bcher sind und dass ich 35 Exemplare von jedem mitgebracht 
habe.

Einer der beiden sagt zum anderen: "Das ist Radio Islam in drei 
Koffern!" Sein Kollege meint, die Zellen seien recht eng, und es gebe 
dort keinen Platz fr so viele Bcher. Nach einigem Hin und Her kann 
ich sie dazu berreden, dass ich meine Bcher in meine Zelle mit-
nehmen darf.

Man gibt mir ein Paket, das die Gefngniskleider, das Kopfkissen, die 
Leintcher sowie eine Decke enthlt. Ich muss mich umziehen und 
meine Zivilkleider abgeben. Ich tue dies und bergebe ihnen alles: Geld, 
Schlssel, Papiere, Geldbrse, alles, was ich bei mir hatte, ausser den 
Bchern. 

                                                     55
Einen der Koffer trage ich selbst; die beiden anderen tragen die zwei 
Wchter, und man fhrt mich in meine Zelle, ein Zimmerchen von 2 x 
3 m Grsse mit einem kleinen Fenster, das auf den Gefngnishof geht, 
einem kleinen Bett, einem Stuhl und einem Lavabo. 

Das Leben ist ziemlich eintnig. Tagwache um sechs Uhr, Frhstck 
um halb sieben, Beginn der obligatorischen Arbeit um sieben, Ende der 
Arbeit um halb fnf nachmittags. Das Mittagessen findet um halb 
zwlf, das Abendessen um halb fnf statt.

In der Haftanstalt befinden sich etwa 120 Gefangene, die wegen 
unterschiedlichster Vergehen sitzen. Whrend der Essenszeiten und von 
17 bis 23'30 Uhr kann man tun, was man will. Es gibt einen 
Fernsehsaal (in jedem Gebude), Sporthallen, eine Bibliothek, usw. 
Jeden Samstag kann man von 11.15 h bis 16.15 h Besuch empfangen. 
Am Samstag und Sonntag gibt es keine obligatorische Arbeit.

Am Tag nach meiner Ankunft stifte ich der Bibliothek je zwei 
Exemplare meiner Bcher. Die meisten Gefangenen kennen mich 
bereits, und ich rede seit meinem Eintreffen stndig vom Revisionismus 
und der Judenherrschaft. Es gibt eine kulturelle Hftlingsorganisation 
namens Zig-Zag, die selbstorganisierte Veranstaltungen durchfhrt. 
Freitag, den 26. April 1991, halte ich einen Vortrag mit anschliessender 
Fragenbeantwortung zum Thema Revisionismus. Die 120 Hftlinge 
sind allesamt anwesend. Die Reaktionen fallen einhellig positiv aus. Der 
Grund dafr liegt darin, dass viele von ihnen bereits auf dem laufenden 
sind; schon in der ersten Woche habe ich die 150 Bcher an meine 
Mitgefangenen verteilt.

Am Montag, den 22. April, bitte ich die Gefngnisdirektion, sie mge 
mir erlauben, die restlichen, noch im Kofferraum meines Autos 
befindlichen Bcher zu holen. Ein Wchter begleitet mich und hilft mir 
sogar beim Tragen der beiden Kisten. Die meisten Wchter haben je 
ein Exemplar meiner Bcher bekommen. Insgesamt wurden ber 300 
Stck an Gefangene und Wchter verteilt. Nun habe ich keine mehr, 
und es vergeht kein Tag, ohne dass mehre Hftlinge kommen und mich 
um Bcher bitten, vor allem seitdem ich meinen Vortrag gehalten habe.


                                                     56
Die Direktion hat nichts dagegen unternommen. Der Direktor und sein 
Stellvertreter erhielten auch ihre Exemplare. Fr die Gefangenen bin 
ich der Beweis dafr, dass die schwedische "Justiz" korrumpiert und 
verrottet ist. Die Gefngnisdirektion traut ihren Augen nicht, als sie 
mein Urteil lesen, in dem das eigentmliche Delikt des "Mangels an 
Respekt" fr das jdische Volk ("missaktning" heisst der betreffende 
Ausdruck auf schwedisch) vermerkt ist. 

In meinem Vortrag habe ich auch Sie und die franzsische "Justiz" 
erwhnt! Noch nie zuvor ist es mir gelungen, soviele Menschen zu 
berzeugen. Dies war mglich, weil die Hftlinge sehr empfnglich fr 
Themen sind, welche die gesellschaftliche Repression aufdecken. 
Zudem haben sie hier nach der Arbeit und am Wochenende Zeit zum 
Lesen, und auch an Zeit zum Meditieren und berlegen fehlt es nicht.

Man darf das Gefngnis nicht idealisieren; es ist ein entwrdigendes, 
degradierendes System, aber wenn man schon einmal hier ist, muss 
man seine negativen Seiten in positive umwandeln und nicht nach dem 
Vorbild der Juden aus Gefngnissen "Vernichtungslager" machen, in 
denen der Wille, die Wrde und die Widerstandskraft des freien 
Menschen sowie die Wahrheit vernichtet werden. 

Ganz im Gegenteil, die Gefngnisse, in denen die Opfer der jdischen 
Besatzungsherrschaft interniert sind, knnen von den Revisionisten in 
"Vernichtungslager" fr die Judenlgen umgewandelt werden! Y. hat 
mich ber den berfall auf Pierre Guillaume (einen der bekanntesten 
franzsischen Revisionisten, Anmerkung des bersetzers) und seine 
Bibliothek unterrichtet. Es ist eine frchterliche Schande. Es heisst 
ernsthaft erwgen, ob man nicht eine Organisation zur Sicherung gegen 
den Judenterrorismus grnden will. Es gilt unbedingt zu reagieren.

Es gibt zwei Mglichkeiten, um uns vor dem Judenterrorismus zu 
schtzen. Entweder die passive Verteidigung, der Schutz von "Zielen" 
wie Ihnen, Guillaume und seiner Bibliothek gegen mgliche Attacken... 
Es ist nicht unmglich, eine "Sicherungsgarde" aufzustellen, die aus 
Freiwilligen bestehen wrde, welche die Bewachung und den Schutz 
der bedrohten "Objekte" bernhmen.... 

                                                     57
Unter den gegenwrtigen Umstnden rhren die Polizei- und 
Justizbehrden keinen Finger, um die Verbrecher zu finden und zu 
bestrafen. Schliesslich sitzen die verbrecherischen jdischen Terroristen 
hinter den Kulissen an den Schalthebeln der Macht. Der Wille der 
Juden ist Gesetz. Die Judenmacht ist der neue "Gott" des korrump-
ierten Abendlandes. Ungeachtet der tglichen Angriffe gegen Sie, 
Guillaume und viele andere freie Franzosen reagieren Polizei und 
Politik nicht! Die Sicherheit der jdischen Friedhfe fr die Toten ist 
wichtiger als die der aus Lebenden (wie Ihnen) bestehenden 
franzsischen Gesellschaft. Die Sicherheit Israels ist wichtiger als die 
der anderen Vlker!

Solange Israel keine klar umrissenen Grenzen und Ziele im Nahen 
Osten und anderswo auf der Welt hat, wird auch die jdische Frechheit 
keine Grenzen kennen, weder in Frankreich noch anderswo! Ihrer 
Frechheit, ihrer Anmassung und ihrem Terrorismus werden erst dann 
Grenzen gesetzt werden, wenn ihre Opfer ernsthaften Widerstand zu 
leisten beginnen.

Golda Meir hat einmal gesagt: "Israel lsst sich nicht mit Strichen auf 
einer Landkarte darstellen, denn Israel ist berall, wo Juden leben." 
Und Mosche Dayan ergnzt dazu: "Die Grenzen Israels sind die Grenz-
en, die unsere Streitkrfte erreichen knnen." Bei diesen Streitkrften 
handelt es sich nicht nur um die israelische Armee, sondern auch um 
die Judenmafia in Frankreich, d.h. den Judenorganisationen, die 
Frankreich beherrschen.

				In freundschaftlicher Verbundenheit
					Ahmed Rami










                                                    58
Wir brauchen eine geistige Erneuerung

In vielen Sprachen findet man eine Reihe von Wrtern, die ein 
spezifisches betrgerisches Vorgehen bezeichnen. So haben wir im 
Englischen das Wort "to jew", das "schwindeln", "betrgen" oder 
"hinters Licht fhren" bedeutet. Im Deutschen gab es einen hnlichen, 
allerdings aus der Mode gekommenen Ausdruck, nmlich "jdeln". 
Darunter verstand man "Wucher treiben" oder "feilschen". Im 
Franzsischen hat das Wort "juif" nicht nur die Bedeutung "Jude", 
sondern es heisst auch "Wucherer". 

Die genannten Ausdrcke bezeichnen eine Eigenschaft oder Geistes-
haltung, nicht einen indivuduellen Menschen. Sie sind also nicht auf 
eine bestimmte Rasse, Religion, Nation oder Volksgruppe beschrnkt. 
Das englische "to jew" kann beispielsweise fr jene Propagandisten 
verwendet werden, die eine von den Anhngern der Pfingstbewegung 
(einer protestantisch-fundamentalistischen Bewegung, Anmerkung des 
bersetzers) getragene politische Partei infiltrieren und so christlich 
denkende Whler fr ihre Ziele einspannen. Dasselbe Verb eignet sich 
auch gut fr einen Richter, der seine ethnischen Wurzeln und damit 
seine Loyaltt in einem Prozess, bei dem es um Meinungsfreiheit geht, 
verbirgt.

Im Franzsischen kann man das Wort "juif" beispielsweise fr einen 
Politiker verwenden, der sein Stimmvolk systematisch an der Nase 
herumfhrt und somit seine Gutglubigkeit ausnutzt. Das alte deutsche 
Wort "jdeln" htte schliesslich hervorragend zu jenen gekauften 
Journalisten gepasst, die es als ihre Lebensaufgabe betrachten, ihre 
Leser, Fernsehzuschauer oder Hrer zu belgen.

Das Phnomen, das wir im folgenden betrachten wollen, ist also nicht 
auf eine bestimmte ethnische Gruppe begrenzt. Zweifellos sind jene 
Journalisten und Politiker, die sich um ihres Profits oder ihrer Karriere 
willen geistig prostituieren, indem sie das Volk systmatisch nasfhren, 
weitaus "jdischer" als die grosse Mehrzahl der ethnisch jdischstmm-
igen Menschen. Es geht also um ein Phnomen, das die Grundlagen der 
Wahrheit und Gerechtigkeit zu untergraben droht, von denen die 
menschliche Zivilisation doch letzten Endes abhngt.

                                                    59
Welche Mechanismen liegen nun den erwhnten Ausdrcken wie "to 
jew", "jdeln" oder "juif" zugrunde? Wie war es mglich, dass mit 
solch betrgerischen Machenschaften die glnzendste Zivilisation der 
Weltgeschichte von innen her zerstrt werden konnte? Haben wir es 
hier nicht mit einer von aussen her eingeimpften geistigen Fulnis zu 
tun? Denken wir bei diesem Vorgang nicht unwillkrlich an eine 
Spinne, die ihr Opfer zuerst in ihr tckisches Netz einschnrt, ehe sie 
ihm dann ihr tdliches Gift einspritzt, das es innerlich auflst?

Zunchst gilt festzuhalten, dass ein dermassen perfekt funktionierender 
Mechanismus im Prinzip einfach und gradlinig ablaufen muss. So 
wchst beispielsweise eine Krebszelle ungehemmt, und das Virus ver-
mehrt sich selbst. Entsprechend ist die Wachstumsformel des jdischen 
Virus ungemein einfach. Sie besteht darin, sich mit allen zerstrer-
ischen Krften zu verbnden! 

Diese gesteuerte geistige Vernichtung zielt selbstverstndlich sowohl auf 
das Individuum als auch auf die Gesellschaft als Ganzes ab. Die 
jdische Macht unterwirft sich ihr Opfer, indem sie an seine Schwche 
appelliert oder notfalls selbst hervorruft. Jeder von uns hat grssere 
oder kleinere charakterliche oder seelische Mngel, die uns zu Mensch-
en machen und vom Gttlichen trennen. Wir mgen feige, seelisch 
instabil, vergngungsschtig oder von geringer Intelligenz sein. 

Ein Mensch, der diesen Namen verdient, weist gewiss auch eine innere 
Weichheit auf, Mitgefhl mit anderen; er strebt nach dem Schnen und 
Hehren, er empfindet Liebe. Diese innere Weichheit, die sich natrlich 
auch als Schwche deuten lsst, bildet die Angriffsflche der jdischen 
Macht. In der Natur fehlt es nicht an Vorbildern dafr. Man denke 
etwa an die parasitren Insekten wie Schlupfwespen, welche ihr Ei in 
den Krper des Wirtstiers legen. Die Larve des Insekts schlpft aus und 
zerfrisst die Weichteile des Wirtstiers von innen. 

Dementsprechend bildet das Elend, die Vertreibung und der Tod des 
palstinensischen Volkes die Voraussetzung fr das Gedeihen des 
Staates Israel. Oder ein anderes Beispiel: Wenn ein angesehener 
Forscher wie Faurisson von Rabauken berfallen und lebensgefhrlich 
verletzt wird, so emprt diese Nachricht gewiss manchen anstndigen 
Menschen. 
                                                    60
Doch jeder weiss, welche Krfte hinter dem berfall stecken, und so 
schweigen wir - aus Angst. Diese beiden Beispiele zeigen deutlich, dass 
die Judenmacht nicht ohne unsere usserliche oder innerliche Schwche 
gedeihen kann. Ohne diese wre es mir ihr aus und vorbei. Es liessen 
sich beliebig viele andere Beispiele anfhren. Kurz: Die Judenmacht 
steht und fllt mit unserer Schwche. Die Schwche der islamischen 
Welt, der arabischen Lnder, des palstinensischen Volkess wird zum 
Triumph des Judentums. 

Immer wieder im Verlauf der Geschichte haben die grossen geistigen 
Fhrer der Menschheit sich Gedanken ber das Wesen des Bsen 
gemacht. Sie kamen zur Folgerung, dass, wenn der Teufel existiert, er 
so auftritt wie oben geschildert. Viele bedeutende Denker gelangten 
auch zum Ergebnis, die jdische Torah sowie der Talmud seien Satans 
Testament. Die Protokolle der Weisen von Zion verkrpern eine 
Konkretisierung dieser satanischen Schriften. Sie zeugen von einem 
genau gesteuerten Plan fr unsere Zeit. 

Es ist aufschlussreich, dass sowohl die islamische und die christliche 
Gesellschaft in dieser Hinsicht eine gleichgeartete Entwicklung durch-
gemacht haben. Whrend jener Epochen, als die Gesellschaft gesund 
und geistig stark war, wurde die Judenmacht zurckgedrngt. Es war 
ihr verwehrt, der Gesellschaft zu schaden. In manchen Fllen ging dies 
mit einer Vertreibung der Juden Hand in Hand. 1492 wurden die Juden 
in Spanien vor die Wahl gestellt, entweder das Land zu verlassen oder 
zum Christentum berzutreten. Diese Brechung der Judenmacht hat 
sicher zur Ermglichung des "siglo de oro", des Goldenen Zeitalters der 
spanischen Kultur, nicht wenig beigetragen. 

Der jdische Einfluss konnte die Gesellschaft dann entscheidend 
prgen, wenn, wie in den heutigen USA, ein allgemeiner geistiger und 
moralischer Zerfall herrscht. In anderen westlichen Staaten sieht die 
Lage auch nicht viel besser aus. Die zurzeit zu beobachtende geistige 
Erneuerungsbewegung in der islamischen Welt hat dazu gefhrt, dass 
dem Judentum im Islam ein ernsthafter Widersacher erwachsen ist. Die 
Intifada breitet sich allmhlich von Palstina in andere islamische 
Lnder aus, und das kleine Radio Islam hier in Schweden bildet einen 
Teil dieser geistigen Intifada gegen die Judenmacht und ihre Agenten. 

                                                     61
Wenn es dem Judentum erst gelungen ist, mit Lug und Trug die Macht 
zu erringen, errichtet es stets eine usserst brutale Diktatur, die auf ein 
Arsenal polizeistaatlicher Unterdrckungsmassnahmen zurckgreift. 
Die Palstinenser - oder die Revisionisten in einigen westlichen 
"Demokratien" - wissen ein Lied davon zu singen. 

Die wirksamste Waffe gegen die Judenmacht besteht in geistiger Strke. 
Radio Islam oder Professor Faurisson haben der jdischen Propaganda- 
und Terrormaschinerie nichts anderes entgegengestellt als Aufklrung, 
Wahrheit und Tatsachen. Dies allein reichte schon aus, um weltweite 
Schockwellen durch die jdische Maschinerie zu senden. Ein gesunder 
Baum widersteht den Angriffen von Parasiten. So ist auch eine geistig 
gesunde, starke Person oder Nation resistent gegen die moralische und 
geistige Fulnis, verbreitet durch die Judenpropaganda. 

Deshalb besteht die erste Phase des jdischen Eroberungsfeldzugs 
gegen ein Volk stets darin, dieses moralisch zu zerbrechen. Beliebte 
Mittel dazu sind Pornographie und Rauschgift sowie die Schrung von 
Egoismus und Vergngungssucht. Alles, was gesund und konstruktiv 
ist, wird untergraben. Alle geistigen Werte werden in den Schmutz 
gezogen. Daher muss unser Befreiungskampf bei uns selbst beginnen. 

Wir mssen lernen, nein zur Schmutzkultur zu sagen, die in den jdisch 
kontrollierten Radioprogrammen, Fernsehsendungen und Zeitungen 
verbreitet wird. Gleichzeitig mssen wir lernen, zu Reinheit und 
Wahrheit, Ehre und Menschlichkeit ja zu sagen. Wir mssen uns vom 
Bsen in all seinen verrterischen Gestalten lossagen und alle 
aufbauenden Krfte bejahen. Der Kampf gegen das Bse muss 
aufgenommen werden, koste es was es wolle.










                                                    62
Das Flugblatt

Im Mai 1993 fhrte Ahmed Rami zusammen mit einer grsstenteils aus 
gebrtigen Schweden, aber auch aus islamischen Immigranten besteh-
enden Schar von Helfern einen wuchtigen Schlag gegen den Holocaust-
Schwindel. ber 400'000 Exemplare eines Flugblatts, dessen Text wir 
im folgenden anfhren, wurden in ganz Schweden verteilt. In den 
schwedischen Schulen hat jeder Schler sein Kstchen. Die emsigen 
Helfer sorgten dafr, dass eines schnen Morgens so gut wie jeder 
schwedische Schler ein Exemplar des Flugblatts in seinem Kstchen 
vorfand. 

Die bliche Schimpfkanonade der jdisch gesteuerten Medien erwies 
sich als Rohrkrepierer und brachte nur eine grosse Zahl von Nach-
bestellungen ein. Forderungen nach einer strafrechtlichen Verfolgung 
Ahmeds und seiner Mitarbeiter blockte das Justizministerium gleich ab: 
Man knne die Geschichte nicht strafrechtlich fixieren. Weise Worte, 
die sich auch die Regierenden in Frankreich, der BRD, der Schweiz 
und sterreich zu Herzen nehmen sollten. Hier nun der Text des 
Flugblatts.

Fakten statt Propaganda!

Von Radio Islam, Box 316, 101 26 Stockholm, tel. 08/6498316. Radio 
Islam organisiert auch einen Studienkreis ber den "Holocaust". 
Interessenten knnen sich telefonisch anmelden.

Svante Nyander, politischer Chefredaktor von "Dagens Nyheter", 
schrieb am 18. April 1992 auf Seite 2 seines Blattes: "Die meisten von 
uns haben schlicht und einfach eine allgemein verbreitete Version von 
dem akzeptiert, was unter dem Nazismus geschah. Schon oft haben 
sich "allgemein anerkannte Versionen" der Geschichte als Mythen 
entpuppt. Einflussreiche Menschen, auch Intellektuelle, haben viele 
Leute dazu veranlasst, an grobe Geschichtsflschungen zu glauben. 
Warum kann dann jemand, der nur mssige Kenntnisse in Geschichte 
besitzt, so sicher sein, dass der Holocaust tatschlich stattgefunden hat? 
Es knnte sich unter Umstnden ja um einen Mythos handeln. 

                                                    63
Wenn nur eine Version der historischen Ereignisse zugelassen ist, hat 
man keine zwingenden Grnde, an ihren Wahrheitsgehalt zu glauben. 
Eine Behauptung, die gesetzlich geschtzt werden muss, kommt leicht 
in Verdacht, ein blosser Mythos zu sein."

1) Was versteht man in der Zionistenpropaganda unter dem 
"Holocaust"? Dass es einen nazistischen Plan gab, im 2. Weltkrieg alle 
Juden nur wegen ihrer Abstammung systematisch auszurotten, dass 
man sechs Millionen Juden umbringen konnte, und dass sie grssten-
teils in Gaskammern ermordet wurden.

2) Wie ntzt die Holocaustpropaganda dem Staat Israel? Unter ander-
em hat Israel (ein internationaler Sozialfall) von Deutschland Milliarden 
und aber Milliarden Mark als "Wiedergut-machung" erpresst. Der 
Holocaust wird ferner von der amerikanischen Judenlobby ausgenutzt, 
um die Aussenpolitik der USA in einem Sinn zu gestalten, der fr Israel 
vorteilhaft ist. Der sogenannte "Golfkrieg" bietet ein gutes Bei-spiel 
dafr.

3) Inwiefern ntzte die Beteiligung an der Holocaust-Propaganda den 
Kommunisten? Sie half ihnen, ihre eigenen enormen Verbrechen gegen 
die Mensch-lichkeit zu vertuschen.

4) Wie ntzte sie den Westalliierten? Auf dieselbe Weise. Der Holo-
caust bertnchte ihre eigenen Verbrechen gegen die Menschlichkeit in 
Europa, in der arabischen Welt, in Afrika und Asien (man denke an die 
Atombombenabwrfe ber Hiroshima und Nagasaki).

5) Was versteht man unter "Revisionismus"? Der Revisionismus ist eine 
historische Schule, welche im Licht neuer oder bersehener Fakt-en 
herkmmliche Auffassungen einer kritischen berprfung unter-zieht. 
Aufgrund streng wissenschaftlicher Studien ist der Revisionismus zum 
Ergebnis gekommen, die offizielle, allgemein verbreitete Version des 
Zweiten Weltkriegs sei nur eine Fortsetzung der alliierten Kriegs-
propaganda gegen Deutschland und ein Bestandteil der Zionisten-
propaganda zur Rechtfertigung der jdischen Besetzung Europas. 



                                                     64
Dem Revisionismus zufolge bemhten sich die Deutschen, die Juden-
frage wenn mglich durch Auswanderung, wenn ntig durch Evaku-
ierung zu lsen. Die Deutschen hatten niemals einen Plan, die Juden 
physisch auszurotten und haben niemals Menschen in Gaskammern 
oder Gaswagen ermordet.

6) Was ist Rassismus? Der allgemein anerkannten Definition nach die 
Vorstellung, eine gewisse "Rasse" oder ein gewisses "Volk" sei ander-
en "Rassen" oder Vlkern berlegen und besitze folglich das Recht 
oder den Anspruch, sich von jenen abzusondern oder ber sie zu 
herrschen. Beim Judentum treffen wir diesen Rassismus im Glauben 
daran, dass die Juden - oder das Volk Israel - ein vom Herrgott 
auserkorenes Volk seien, in der Torah, dem Gesetzbuch der Juden (2 
Mos. 19:5). Der Torah zufolge hat Israel das Recht, sich von anderen 
Vlkern abzusondern, diese zu vertreiben und sogar zu vernichten (5 
Mos. 6:10-19,  20:10-17). 

Dieser jdische Rassismus wurde von den Zionisten bei der Eroberung 
Palstinas in die Praxis umgesetzt und wird den Palstinensern gegen-
ber im Judenstaat Israel weiterhin praktiziert. Prof. Israel Shahak, 
Grnder des Menschenrechtsverbandes in Israel, gibt dies offen zu, u.a. 
in seiner Schrift "The Jewish religion and its attitude to non-Jews" 
(Khamsin). Gegen diesen jdischen Rassismus wenden sich die 
Revisionisten und Radio Islam. 

Der Nazismus wurde im 2. Weltkrieg besiegt. Er ist seit bald einem 
Jahrhundert tot und bildet keinen politischen Machtfaktor mehr. Der 
wirkliche "Neonazismus" und Antisemitismus wird heutzutage von 
Israel mit seinen ber 200 Atombomben, seinem Rassismus und seiner 
Besetzung Palstinas verkrpert!

7) Sind jene, die den Holocaust in Frage stellen, Neonazis und Anti-
semiten? Dies ist ein Trick, um die Aufmerksamkeit von den Fakten 
und gewichtigen Argumenten abzulenken, welche die Revisionisten 
darlegen knnen. Es gibt Revisionisten aller Rassen, politischer Auf-
fassungen und Religionen. 


                                                     65
Unter ihnen zhlt man Juden wie Burg und Lilienthal, Schwarze wie 
Farakhan, Christen wie Lang, Linkssozialisten wie Rassinier, 
Konservative, Liberale, Sozialdemokraten und Muslime. Der Revision-
ismus ist keine Ideologie; er ist eine unpolitische wissenschaftliche 
Forschungsmethode wie beispielsweise Mathematik!

8) Warum preist man im zionistischen Establishment und dessen 
Medien Salman Rushdies Ansichten ber die "Meinungsfreiheit", 
whrend man Faurisson verfolgt und ihm seine Meinungsfreiheit ver-
weigert? Dem ungeschriebenen Gesetz der Zionisten nach darf es wohl 
Andersdenkende und Dissidenten geben, aber nicht, wenn es um das 
Judentum und seine Holocaustpropaganda geht. Verleumdung, ttliche 
Angriffe sowie Rassenhetze gegen den Islam und die Moslems wird 
von den Zionisten als legitime, durch die Freiheit der Meinungs-
usserung gedeckte Kritik bezeichnet. 

Htte Faurisson die muslimische Geschichtsschreibung ber den 
Kolonialismus in Frage gestellt, so htte er Preise und Auszeichnungen 
erhalten wie Rushdie. Man stelle sich andererseits vor, Rushdie htte in 
seinem Buch den Zionismus und das Judentum attackiert! Legitime 
politische Kritik am Zionismus und Judentum in der Palstinafrage wird 
als Rassismus gebrandmarkt und kriminalisiert.

9) Was ist Antisemitismus? Dem neu erschienenen Wrterbuch der 
schwedischen Sprache nach bedeutet er rassistische, allein mit ihrer 
Abstammung begrndete Feindschaft gegenber Semiten (d.h. Vlker, 
welche eine semitische Sprache reden wie etwa die Araber und die 
Juden). Diese Art des Rassismus ist, wie jegliche andere Form des 
Rassenhasses, abstossend und verwerflich. Antisemitisch ist der 
Zionismus, der Palstina besetzt hlt und Palstinenser sowie andere 
Araber diskriminiert und ihnen Menschen- wie Vlkerrecht verweigert. 
Entsprechend sind die Zionisten also rassistische Antisemiten.

10) Was bedeutet "Hetze gegen eine Volksgruppe?" Die Anstachelung 
zur Verfolgung einer bestimmten Volksgruppe, so wie es die Zionisten 
den Palstinensern gegenber tun.



                                                     66
11) Warum wurde Ahmed Rami zu einer Gefngnisstrafe verurteilt? 
U.a. weil er in Radio Islam einen von Karl Marx im Jahre 1844 
publizierten Aufsatz mit dem Titel "ber die Judenfrage" zitiert hat, in 
welchem Marx - selbst Jude - das Judentum so kritisiert, wie Rushdie 
heute den Islam kritisiert. Da half es ihm nichts, dass die Zeitschriften 
"Judisk Krnika" sowie "Clart" frher die gleichen Zitate verffent-
licht hatten. Ein weiterer Anklagepunkt gegen ihn war, dass er einen 
schwedischen Sozialdemokraten, Arthur Engberg, zitiert hatte, der auch 
von Montgomery in seinem Buch "Nrmare stormcentrum" zitiert 
worden ist.

12) Was ist die Botschaft von Radio Islam? Radio Islam kmpft gegen 
die jdische Besatzung und fr einen demokratischen Staat Palstina, 
wo (genau wie in Schweden) Juden, Christen, Atheisten und Muslime 
die gleichen Rechte und Pflichten haben.

13) Was ist die Botschaft des Zionismus? Die Schaffung eines 
Judenstaats in Palstina durch die Unterwerfung, Unterdrckung, Ver-
treibung und notfalls Vernichtung des palstinensischen Volkes.

14) Worin liegt der Unterschied zwischen Radio Islam und den 
rassistischen, antisemitischen Nazis? Radio Islam vertritt die Ansicht, 
dass die Juden Brger der Lnder sind, wo sie wohnen, und als solche 
dieselben Rechte und Pflichten haben wie alle anderen Brger. So ist 
ein schwedischer Jude Schwede und hat keinen Anspruch auf Palstina. 
Hingegen sind Antisemiten und Zionisten darin einig, dass die Juden in 
den Staaten, wo sie wohnen, Fremde sind (im Exil leben) und nach 
Palstina auswandern sollen.

15) Was ist der Unterschied zwischen Judentum und Zionismus? Das 
Judentum ist der in eine Religion umgewandelte jdische Nationalismus 
(wie wenn man das Schwedentum in eine Religion, den "Schwedism-
us", verwandeln wrde). Der Zionismus ist das politische Instrument 
des Judentums. Fr die Palstinenser ist der Unterschied zwischen dem 
Judentum und dem Zionismus wie derjenige zwischen dem Schmied 
und seinem Hammer: kein Zionismus ohne Judentum und kein Israel 
ohne Zionismus!


                                                     67
16) War der 2. Weltkrieg ein Krieg zwischen dem Guten und dem 
Bsen? Nein. Er war ein Krieg zwischen rassistischen, imperialistischen 
Mchten. Hitler tat in Europa das gleiche, was die Alliierten mit den 
Indianern, Arabern, Afrikanern, Japanern und anderen Asiaten getan 
haben und was die Zionisten in Palstina zu tun planten.

17) Haben die Zionisten whrend des 2. Weltkriegs mit den 
Nationalsozialisten zusammengearbeitet? Die jdische Terrororganisa-
tion Irgun Zwi Leumi bot den Nationalsozialisten 1941 die Waffen-
bruderschaft aufgrund gemeinsamer ideologischer und politischer Ver-
bindungen und Interessen an. Zwei Fhrer dieser Terrorgruppe wurden 
spter israelische Premierminister, Menachem Begin und Yitzhak 
Shamir.Was die Grabschndungen in Stockholm betrifft, so kann man 
beispielsweise auf die Schndung des Judenfriedhofs im franzsischen 
Carpentras 1990 hinweisen. Spter wurden zwei junge Juden als 
Schuldige festgenommen. Ausgenutzt werden diese ekelerregenden 
Rituale von den Zionisten im Kampf gegen Andersdenkende.

18) Was kann man aus der Geschichte des 2. Weltkriegs lernen? Dass 
man die Irrtmer und Verbrechen, die man Hitler zuschrieb, heute 
nicht wiederholen darf, also Rassismus, Eroberungspolitik, 
Expansionismus usw. Doch heutzutage praktizieren Israel, Serbien etc. 
mit Heuchelei und geschickter Propaganda die gleiche Ideologie, Politik 
und Aggression, die man Hitler whrend des 2. Weltkriegs zuschreibt. 

Darum sagt Robert Faurisson: "Tatsache ist, dass mir Hitler als Person, 
ebenso wie seine Ideen und seine Politik, gleich unsympathisch ist wie 
Napoleon Bonaparte. Doch weigere ich mich, die Siegerpropaganda 
gutzuheissen, die Napoleon als Ungeheuer und Hitler als Satan 
bezeichnet." Der Zionismus betreibt heutzutage gegen seine politischen 
Gegner einen politischen und ideologisch-terroristischen dritten 
Weltkrieg, wobei er dies mit intensiver Medienpropaganda und 
Indoktrinierung ber den 2. Weltkrieg tarnt, um sich gegen jegliche 
Kritik abzuschirmen und die heute stattfindende blutige Unterdrckung 
des palstinensischen Volkes zu rechtfertigen. Was whrend des 2. 
Weltkriegs geschah, lsst sich nicht ungeschehen machen, doch was 
heute passiert, knnen wir noch ndern und verbessern.


                                                     68
19) Wer hat den Revisionismus begrndet? Paul Rassinier (1906-
1967), antinazistischer Widerstandskmpfer und KZ-Hftling, ehemal-
iger sozialistischer Abgeordneter. Er wurde nach einer zionistischen 
Hetzkampagne verfolgt und gerichtlich abgeurteilt. Sein Nachfolger als 
fhrender franzsischer Revisionist wurde Prof. Robert Faurisson, 
zusammen mit Pierre Guillaume, einem ehemaligen Maoisten, linken 
Aktivisten und Journalisten. Prof. Faurisson ist ein unabhngiger, 
unpolitischer Wissenschaftler. Bei den letzten Wahlen stimmte er fr 
die Sozialisten, und whrend des 2. Weltkriegs war er Antinazi und ein 
Feind Lavals, der im besetzten Frankreich mit den Nationalsozialisten 
zusammenarbeitete.

20) Gibt es prominente Augenzeugen des Holocaust?  Ein Beispiel fr 
Geschichtsverflschung und dafr, wie manche ehemalige KZ-Hft-
linge mit der Wahrheit umspringen, bot der franzsische katholische 
Priester Abb Renard gegenber Paul Rassinier. Beide waren zugleich 
im Lager Buchenwald interniert. Nach dem Krieg publizierte Abb 
Renard ein Buch ber seine Lagererlebnisse, in dem er u.a. schrieb: 
"Ich sah, wie Tausende und Abertausende von Menschen die Duschen 
betraten, aus denen sich dann statt erquickendes Nass erstickendes Gas 
ergoss." 

Dies veranlasste Rassinier, seinen ehemaligen Mithftling persnlich 
aufzusuchen - es war Anfang 1947 - und ihn daran zu erinnern, dass es 
in Buchenwald bekanntlich keine Gaskammern gegeben habe. 
"Gewiss", erwiderte der fromme Mann, "es war dies eben eine literar-
ische Wendung, eine Floskel, eine allgemein bliche Ausdrucksweise, 
und es ist letztlich vllig belanglos, ob sich die Sache wirklich so 
zugetragen hat oder nicht". (Man vgl. dazu Rassiniers Buch "Le 
Mensonge d'Ulysse" - "Die Lge des Odysseus".) 

Sprachlos vor Erstaunen darber, dass dieser Gottesmann so 
unbekmmert log, nahm Rassinier seinen Hut. Auf solche Zeugen-
aussagen wie die das frommen Abtes beruht die offizielle Version 
dessen, was im 2. Weltkrieg mit den Juden geschah! Da begreift man, 
warum wissenschaftliche Forschungsmethoden gewissen Leuten einen 
so heillosen Schrecken einjagen.

                                                     69
Ein anderes Beispiel ist Elie Wiesel, Friedensnobelpreistrger und 
professioneller Holocaustberlebender, der von Land zu Land wandert, 
von Auschwitz erzhlt und sich als "lebenden Beweis" fr den 
Holocaust darstellt. Wiesel war mit seinem Vater in Auschwitz 
inhaftiert. In den fnfziger Jahren schrieb er ein dickes Buch in 
jiddischer Sprache. In der franzsischen Version, die den Titel "La 
Nuit" trgt, steht kein Wort ber Gaskammern. Er berichtet, die 
Deutschen htten die Juden - insbesondere Suglinge - in gigantischen 
Feuergrben verbrannt. 

Am Schluss des Buches erzhlt er, wie er sich Ende 1944 einer 
Operation unterziehen musste (man hat doch stets behauptet, die 
Deutschen htten Kinder und Greise samt Kranken gettet). Wie kam 
es, dass ein "Vernichtungslager" ein Krankenhaus aufwies? In diesem 
"Vernichtungslager" wurde der junge Wiesel weiss eingekleidet und 
operiert. Spter sagten die Deutschen: "Die Kranken und Konvales-
zenten unter euch haben das Recht, in Begleitung von rzten hier zu 
bleiben, wenn die Russen kommen." Wie Elie uns berichtet, schlossen 
er und sein Vater sich aus freiem Entschluss den "deutschen Henkern" 
an, statt auf die russischen "Befreier" zu warten. 

Wie soll man sich das in drei Teufels Namen erklren? Man frage Elie 
Wiesel. Interessanterweise wurde in der deutschen bersetzung von 
Wiesels Buch berall dort, wo im franzsischen Text "Krematorium" 
steht, das Wort mit "Gaskammer" bersetzt. Wiesel ist kein 
"berlebender", sondern ein ehemaliger Hftling. Er ist ein lebender 
Beweis dafr, dass es keine Judenausrottung gab.

21) Was behaupten die Revisionisten? Existiert haben: Rassenverfolg-
ungen, Deportationen, Konzentrationslager, Krematorien (die zur Ein-
scherung von Seuchentoten unentbehrlich waren), Entlausungs-
kammern (in denen man zur Bekmpfung der Laus, die das tdliche 
Fleckfieber bertrug, Kleider u.a. mit Zyklon B, einem hchst 
gefhrlichen, blausurehaltigen Insektizid, begaste).

Nicht existiert haben: Hinrichtungsgaskammern (gegen deren Existenz 
sprechen chemische und physikalische Grnde), ein Befehl oder Plan 
zur Menschenausrottung. 

                                                     70
Die Revisionisten fgen hinzu: Die Leichenhaufen, die man nach der 
Befreiung der Lager vorzeigte, stammten von Opfern der gegen 
Kriegsende wtenden Epidemien; zu jenem Zeitpunkt kamen keine 
Medikamentelieferungen mehr durch, da - vor allem aufgrund der 
Bombardierungen - das Transportwesen zusammengebrochen war.

Die Haufen von Brillen und Menschenhaar in den Lagern waren - wie 
brigens berall in Europa - schlicht ein Beweis fr Wiederverwertung. 
Zeugenaussagen reichen nicht. Es braucht dokumentarische sowie 
Sachbeweise. Die Zahl der Opfer ist masslos bertrieben worden.

22) Die Geschichte muss wissenschaftlich erforscht, nicht strafrechtlich 
fixiert werden! Der Historiker - und darunter verstehen wir hier auch 
den Schler, Studenten und Journalisten - sollte den Wahrheitsgehalt 
aufgestellter Behauptungen kritisch-wissenschaftlich berprfen. Diese 
Methode hat zu allgemein bekannten Revisionen und Infragestellungen 
gefhrt:

Whrend des 1. Weltkriegs versicherte man, die Deutschen htten 
belgischen Kindern die Hnde abgehackt und in "Leichenfabriken" aus 
gefallenen franzsischen und britischen Soldaten Seife oder Dnger 
gemacht. Ein paar Jahre spter liess man diese Legenden fallen.

Beim Nrnberger Prozess von 1945/46 wurde behauptet, die 
Deutschen htten den Massenmord an polnischen Offizieren bei Katyn 
begangen. Heute weiss jedermann, dass die Sowjets hinter dem 
Massaker standen, zumal dies von Moskau offiziell zugegeben worden 
ist.

Die dramatischen Ereignisse um den Golfkrieg, in Rumnien und in 
Bosnien mit der vielen damit verbundenen, teils aufgedeckten 
Propaganda zeigt, dass man frher erhaltene Informationen immer 
wieder revidieren muss.

Auch hinsichtlich des 2. Weltkriegs haben die meisten offiziellen 
Historiker nach und nach manche Glaubensstze ber Bord geworfen: 


                                                     71
Sie glauben nicht lnger daran, dass es in Buchenwald, Dachau, 
Bergen-Belsen und anderen Lagern des "Altreichs" Hinrichtungsgas-
kammern gegeben hat. Sie glauben nicht lnger daran, dass ein Befehl 
oder Plan zur Ausrottung von Menschen vorgelegen habe (bei der 
Wannsee-Konferenz, bei der von der "Endlsung" die Rede war). Sie 
glauben nicht lnger an die Geschichten von Seife aus Judenfett oder 
Lampenschirmen aus Menschenhaut. Sie glauben nicht lnger daran, 
dass ein lgenhafter Zeuge wie Martin Gray (Autor von "Au nom de 
tous les miens") ernst zu nehmen sei.

Auch viele andere "Wahrheiten", die beim Nrnberger Prozess sowie 
manchen spteren "Kriegsverbrecherprozessen" als "offenkundige 
Tatsachen" dargestellt wurden, werden heute peinlichst verschwiegen. 
Dank der Methode, das Geschichtsbild immer wieder kritisch zu 
berprfen (denn das versteht man unter Revisionismus), wissen die 
Historiker heute, dass Dokumente geflscht worden sind, dass Zeugen 
Latrinenpatrolen von sich gegeben und dass Gestndnisse durch 
Erpressung und Folter erzwungen worden sind.

23) Wieviele Menschen fanden laut den "offiziellen" Quellen in 
Auschwitz den Tod? 8'000'000 laut einem franzsischen offiziellen 
Dokument (Office de recherches des crimes de guerre). 5'000'000 laut 
Le Monde von 20. 4. 1978. 4'000'000 laut dem Mahnmal in Birkenau 
(1990 entfernt). 3'000'000 laut dem Auschwitz-Kommandanten Rudolf 
Hss. 2'000'000 laut Bonniers Lexikon, 1964, Teil l, S. 966. 1'600'000 
laut Yehuda Bauer, Chef des Instituts fr Jdische Zeitgeschichte in 
Jerusalem. 1'433'000 laut Le Monde vom 1. 9. 1989. 1'250'000 laut 
Raul Hilberg ("The Destruction of the European Jews", 1988). 
1'100'000 laut "Schtzungen" in Le Monde vom 19.7. 1990. 850'000 
laut Gerald Reitlinger ("Die Endlsung"). 74'000 nach den von Gorba-
tschew freigegebenen sojwetischen Archiven. (Anmerkung des 
bersetzers: Spter nannte die Presse eine Zahl von 66'000. Die 
"Sterbebcher" umfassen die Zeit von August 1941 bis Dezember 
1943, sind also unvollstndig.)




                                                    72
Die Zionisten wollen den Revisionismus - d.h. freie Forschung und die 
Infragestellung der zionistischen Propagandaversion der Geschichte des 
2. Weltkriegs - in Schweden verbieten. Welche der obenstehenden 
Ziffern soll gesetzlich geschtzt und welche als "Beleidigung der Juden" 
und "Hetze gegen eine Volksgruppe" verboten werden?

24) Wieviele Menschen starben whrend des 2. Weltkriegs? Ca. 60 
Millionen.

25) Wieviele Juden starben in den NS-Konzentrationslagern? 1990 liess 
das Auschwitz-Museum die von 4 Millionen in jenem Lager getteten 
Menschen sprechenden Gedenktafeln entfernen. Zionistische Quellen 
sind auf l'200'000 heruntergegangen. Diese Reduktion um 2,8 
Millionen ndert selbstverstndlich gar nichts an der heiligen Zahl von 6 
Millionen toten Juden. Statistiken ber die jdische Bevlkerung sind 
hchst unzuverlssig. Man weiss allerdings sicher, dass ca. 2 Millionen 
Juden nach dem deutschen Einmarsch ostwrts flohen, u.a. in das 
"Mini-Israel" Birobidschan, das Stalin bereits 1936 geschaffen hatte. 
Die Revisionisten gehen davon aus, dass hchstens 200'000 Juden in 
allen Lagern umkamen, u.a durch Entkrftung, Seuchen, Klte, Hunger 
und in manchen Fllen durch Erschiessen wegen irgendwelcher 
"Verstsse" gegen die Lagerordnung.

26) Wieviele jdische Soldaten fielen whrend des 2. Weltkriegs? Es 
gibt keine offizielle Statistik darber. Sie gelten allesamt als "Ver-
gaste".

27) Wieviele Juden starben whrend des 2. Weltkriegs an 
Altersschwche oder Krankheit? Auch hier liegt keine Statistik vor. All 
diese Juden werden  gleichfalls als "Vergaste" gefhrt.

28) Wieviele Juden kamen bei alliierten Bombenangriffen whrend des 
2. Weltkriegs um? Man weiss es nicht - alle betreffen Juden wurden ja 
offiziell "vergast"!

29) Wieviele Juden starben insgesamt in den deutschen Lagern? 
Hchstens 200'000.


                                                     73
30) Wie starben sie? Viele erlagen Typhusepidemien. Manche starben 
auch an Unterernhrung und wegen fehlender rztlicher Versorgung in 
der letzten Phase des Krieges.

31) Was ist der Unterschied zwischen 200'000 und sechs Millionen 
toten Juden? 5,8 Millionen. Zudem ist der Unterschied der zwischen 
Wahrheit und Propaganda. brigens wurde im Gegensatz zu den 
Behauptungen der Zionistenpropaganda kein Jude nur deshalb 
ermordet, weil er Jude war.

32) Sind Filme wie "Holocaust" und "Winds of War" Dokumentar-
filme? Keinesfalls; sie sind Phantasiefilme, die man so gestaltet hat, dass 
die Zuschauer sie als Dokumentarfilme auffassen sollen.

33) Gibt es Beweise dafr, dass die "industrielle Massenausrottung" der 
Juden stattgefunden hat? In den deutschen Archiven gibt es keine 
Dokumente, die einen diesbezglichen Hitlerbefehl oder Plne zu einer 
Ausrottung enthllen. Man fand auch keine Sachbeweise in Gestalt von 
Aschenhaufen oder Krematorien, welche die behauptete Anzahl von 
Leichen htten beseitigen knnen. Keine harten Beweise fr die 
Existenz von Gaskammern in den Lagern sind je erbracht worden, und 
es gibt keine zuverlssige Bevlkerungsstatistik.

Hingegen gab es einen Hitlerbefehl zu einer "territorialen Endlsung" 
der sog. "Judenfrage". Entsprechend dem Wunsch, ein "judenreines" 
Drittes Reich zu schaffen, steht klar und deutlich in den deutschen 
Dokumenten, dies solle durch Auswanderung sowie durch die 
Evakuierung der Juden nach Osten, in die besetzten sowjetischen 
Territorien, geschehen. Im Protokoll der Wannsee-Konferenz vom 
Januar 1942, bei der angeblich von fhrenden Nationalsozialisten die 
Judenausrottung besprochen worden sein soll, steht nichts von einem 
Ausrottungsplan.

34) Warum wurden Juden aus ganz Europa in Lager gebracht? Die 
Revisionisten sagen, alle deutschen Konzentrationslager, auch jene in 
Polen, seien Arbeitslager und keine Vernichtungslager gewesen. Die 
Grnde fr die Deportation von Juden aus ganz Europa in diese Lager 
waren folgende: 

                                                     74
Erstens entsprechen sie den NS-Plnen, die Juden nach Osten zu 
schaffen. Zweitens wurden die Juden interniert, da sie als Sicherheits-
risiko galten. Der Jdische Weltkongress hatte Deutschland nmlich 
1939 den Krieg erklrt. In den USA wurden zur gleichen Zeit Hundert-
tausende von Japanern interniert, und in Schweden kamen ber 700 
Kommunisten nur wegen ihrer Weltanschauung in Internierungs-lager.

35) Haben die Nationalsozialisten gegen Kriegsende alle belastenden 
Dokumente vernichtet? Der NS-Machtapparat hinterliess Hunderte von 
Tonnen Dokumente. Man sagt doch immer, die Deutschen wrden 
alles, was sie tun, pedantisch genau dokumentieren. Zehntausende von 
SS-Leuten und Brokraten wren in einen Vernichtungsplan verwick-
elt gewesen und knnten noch heute Zeugnis davon ablegen.

36) Lgen denn alle Zeugen, die von Konzentrationslagern berichten? 
Die Leute wissen nicht, dass es Gaskammern gab, sondern sie glauben 
daran. Glubige Menschen lgen nicht, sondern glauben! Was die sog. 
"berlebenden" schildern, besonders wenn sie Schulen besuchen, sind 
die Verhltnisse in den Konzentrationslagern. Hingegen gibt es usserst 
wenige, die behaupten, einer Vergasung beigewohnt zu haben. Die 
betreffenden Zeugenaussagen widersprechen einander ber die Anzahl 
der Opfer pro Vergasungsvorgang, ber den in die Gaskammer 
fhrenden Weg, ber die bis zum Tod der Opfer verstreichende Zeit, 
ber die Methoden der Leichenbeseitigung usw. Die Zeugen beim 
Nrnberger Prozess sind keinem Kreuzverhr unterworfen worden und 
konnten die unwahrscheinlichsten Dinge berichten, ohne dass man ihre 
Glaubwrdigkeit in Zweifel zog.

37) Haben die "offiziellen" Historiker die Geschichte des 2. Weltkriegs 
selbst revidiert? Durchaus! Bis 1960 wurde behauptet, es habe 
Gaskammern in den Lagern in Deutschland und sterreich gewesen. 
Tausende von "berlebenden" haben von Vergasungen berichtet; 
deutsche Offiziere haben "Gestndnisse" abgelegt und wurden nach 
dem Nrnberger Prozess wegen ihrer Beteiligung an Vergasungen in 
den betreffenden Lagern hingerichtet. 




                                                     75
Doch 1960 gaben die Alliierten selber zu, dass all diese 
Zeugenaussagen und Gestndnisse falsch waren und es in jenen Lagern 
nie Gaskammern gab! Von dem Gebude im Stammlager Auschwitz, 
das seit Jahrzehnten den Touristen als "echte Gaskammer", als 
chemisches Menschenschlachthaus, vorgestellt wird, gibt man seit 1988 
zu, dass es eine Rekonstruktion ist. 

In jenem Jahre fhrte Fred Leuchter, der namhafteste amerikanische 
Gaskammerexperte, die allererste technische und chemische Unter-
suchung der betreffenden Rumlichkeiten in Auschwitz durch. Er kam 
zum Schluss, sie htten technisch nicht als Gaskammern funktionieren 
knnen. Nach dem Erscheinen des Leuchter-Gutachtens gab das 
Auschwitz-Museum eine eigene Expertise in Auftrag, um Leuchter zu 
widerlegen, doch der sog. "Krakau-Bericht" besttigte bloss die Thesen 
Leuchters. 

W. Lftl, ehemaliger Vorsitzender der sterreichischen Bundes-
ingenieurskammer, und ein beim Max-Planck-Institut angestellter 
Diplomchemiker haben die physikalischen und technischen Unmglich-
keiten der in der Holocaust-Literatur aufgestellten Behauptungen ber 
die Gaskammern von Auschwitz und anderen Lagern bekrftigt. In 
einigen US-Bundessstaaten verwendet man heute Gaskammern zur 
Exekution von Todeskandidaten. Studiert man diese Gaskammern, so 
entdeckt man, dass sie technisch hochkomplizierte Einrichtungen sind. 

Folgende Voraussetzungen sind erforderlich, damit ein Raum als 
Hinrichtungsgaskammer dienen kann: 1) Absolute Dichtheit - 
schliesslich soll ja der Todeskandidat drinnen sterben und nicht der 
Henker draussen! 2) Eine Vorrichtung zur Einfhrung des Gases. 3) 
Eine wirksame Ventilation, um den Raum zu entgiften, sowie ein 
System zur Neutralisierung des abgefhrten Gases.

All diese Vorrichtungen fehlen in den angeblichen "Gaskammern" von 
Auschwitz. Die "Gaskammer" im Krema I hatte sogar eine Holztr mit 
Glasfenster. Zwischen dem unteren Rand der Tren und dem 
Fussboden klafft ein Abstand von 10 cm! Die Deutschen sind keine 
technischen Idioten!


                                                     76
38) Zyklon B ist ein Entlausungsmittel. Kann man damit Menschen 
ermorden? In den USA verwendet man Zyanwasserstoffgas, die 
Hauptkomponente des Zyklon B, zur Hinrichtung von Delinquenten. 
Hingegen handelt es sich bei Zyklon B um eine Insektizid in Form von 
Granulaten, welche die tdlichen Dmpfe nur langsam absondern. 

Aus diesem Grund war Zyklon B als Schdlingsbekmpfungsmittel 
usserst wirksam. Wer meint, damit habe man Millionen Menschen 
ermorden knnen, ist ein technischer und chemischer Laie, und zwar 
aus folgenden Grnden: 1) Es dauert zu lange, bis das Gas die 
Granulate verlassen hat. Es verdampft bei 25,7 Grad C. Die 
"Gaskammern" von Auschwitz-Birkenau lagen grossenteils in Kellern 
unter dem Boden, und es soll auch im Winter dort vergast worden sein. 
Man fand aber in jenen kalten Rumlichkeiten keine Heizungen. 2) Das 
Gas haftet hartnckig an Fussbden, Wnden und Kleidern. 3) Die 
"Gaskammern" befinden sich in der Nhe von Krematorien, und 
Zyklon ist in hohen Konzentrationen explosiv. -

Zyklon B wurde in den Lagern zur Bekmpfung der stndig grassier-
enden, von den Lusen verbreiteten Typhusepidemien eingesetzt. Auch 
nach Schweden wurde das Insektizid whrend des Kriegs exportiert! 
Die deutschen Gebrauchsanleitungen schreiben mindestens 20 Stunden 
Lftung der begasten Rume vor, ehe die Bedienungsmannschaft diese 
mit Gasmasken betreten darf.

39) Aber Auschwitz-Kommandant Hss behauptet in seinem - durch 
Folter erpressten - Gestndnis, die Vergasung habe 3 bis 20 Minuten 
gedauert, und die Rumungskommandos htten die Gaskammern ohne 
Gasmasken ("sie assen und rauchten beim Leichenschleppen") nur zehn 
Minuten spter betreten!

Dies ist ein Beispiel fr die Unsinnigkeiten des sogenannten "Hss-
Gestndnisses". Nach 3 bis 20 Minuten wren die Opfer noch nicht tot 
gewesen, und wenn sie es doch gewesen wren, htten die Sonder-
kommandos nach so kurzer Lftung und ohne Gasmasken nicht ber-
lebt. Man beachte, dass sie beim Hantieren mit blausurevergifteten 
Leichen sogar gegessen haben sollen! 

                                                     77
Dass sie zudem noch geraucht haben sollen, ist reiner Irrsinn, denn 
zwischen den Leichen htten sich an manchen Stellen explosive 
Konzentrationen (6,41%) bilden knnen, die mit dem Feuer in 
Berhrung gekommen wren. - In seinem "Gestndnis" spricht Hss 
auch von einem Konzentrationslager "Wolzek", das es nie gab. Er 
wurde von einem britischen Juden, Bernard Clarke, verhrt und 
gefoltert, was Clarke selbst besttigt hat (siehe Rupert Butler, Legions 
of Death, 1983, S. 235). Vgl. dazu auch die "Aufzeichnungen" von 
Hss (Kommandant in Auschwitz).

40) Wurden Juden mit Dieselabgasen ermordet? In den Lagern 
Treblinka, Sobibor und Belzec sprach die Propaganda zuerst von 
Dampfkammern (!) und riesigen Hallen, in denen die Opfer ins Wasser 
senkte und dann Strom durch dieses leitete. Danach liess man diese 
Geschichten fallen und ging zu Dieselabgaskammern ber. Aber auch 
hier liegt eine Unmglichkeit vor. Dieselabgase enthalten viel zu wenig 
CO und viel zu viel Sauerstoff. Die Atemluft der Eingeschlossenen 
wre durch Sauerstoff von den Dieselabgasen bereichert worden, 
wodurch ihr Todeskampf ironischerweise verlngert worden wre.

41) Log der SS-Offizier Gerstein, als er eine Dieselvergasung im Lager 
Belzec sehr genau beschrieb? Kurt Gerstein berichtet, 700 bis 800 
Gefangene seien in 25 m2 grossen "Gaskammern" zusammengepfercht 
worden (d.h. ca. 30 Menschen pro Quadratmeter!), die Vergasung sei 
nach 32 Minuten abgeschlossen gewesen, beim Lager habe ein 35 bis 
40 m hoher Berg von Schuhen gen Himmel geragt, und insgesamt seien 
25 Millionen Menschen von den Nazis vergast worden! - Noch 
schlimmer ist der jdische Zeuge Reder. Er spricht von 750 Menschen 
in einer 16 m2 grossen Gaskammer und von 3 Millionen Ermordeten in 
Belzec.

42) Worin bestand die Funktion der Krematorien? Krematorien werden 
heute auch in  Schweden benutzt. Whrend des 2. Weltkriegs 
verbrannte man dort u.a. die Leichen von Seuchenopfern, um die 
Ausbreitung der Epidemien zu verhten, die auftreten kann, wenn die 
Leichen begraben werden und das Grundwasser verseuchen. Dass es in 
den Lagern Krematorien gab, weist auf keinerlei Verbrechen hin. 

                                                     78
Ein deutscher Krematoriumsofen scherte eine Leiche aufs Mal ein; 
diese fen wurden mit Kohle bzw. Koks geheizt und bentigten im 
Schnitt 2 Stunden pro Kremation. Dass man in Auschwitz allein bis zu 
7'000 und mehr Leichen tglich verbrennen konnte, wie in der 
Holocaustliteratur behauptet wird, ist ein Ding der Unmglichkeit.

43) Wurden auch viele Leichen in offenen Gruben verbrannt. Auf diese 
Art lassen sich Leichen nicht verbrennen, weil man in offenen Gruben 
nie eine ausreichend grosse Hitze erreicht. Die von Zeugen 
geschilderten, bis zu 6 m tiefen Gruben in der Gegend von Auschwitz 
kann es nicht gegeben haben, da der Wasserpegel zu hoch war. Auf 
den 1944 ber Auschwitz hergestellten Luftaufnahmen - damals sollen 
die Massenmorde ihren Hhepunkt erreicht haben - sieht man keinen 
aus den Krematoriumskaminen hochsteigenden Rauch, wie behauptet 
wird, und keine Menschenschlangen vor den "Gaskammern".

44) Beweisen die in den Medien und Filmen gezeigten Bilder die 
Realitt des Holocaust? Oft verwenden die Holocaust-Propagandisten 
echte Bilder, die mit irrefhrenden Kommentaren versehen sind. 
Leichenhaufen, sogar solche von bei den Terrorbombardements auf 
Hamburg und Dresden ermordeten Deutschen stammen, wurden als 
"tote Juden" dargestellt. Die oft gezeigten Haufen von ausgemergelten 
Leichen waren das Ergebnis von Typhusepidemien und stammen aus 
Lagern wie Bergen-Belsen, von denen allgemein zugegeben wird, das 
es dort keine Gaskammern gab. 

In der chaotischen letzten Phase des Krieges fhrten die alliierten 
Bombardierungen dazu, dass das Verkehrsnetz, von dem auch die 
Versorgung der Lager abhing, zusammenbrach. Die ausgemergelten 
Leichen sind diejenigen von Menschen, welche an Hunger und 
Krankheiten starben, nicht zuletzt deswegen, weil es kein Zyklon mehr 
gab, so dass sich der Typhus ungehemmt ausbreiten konnte.

45) Wo kann man zustzlicher Informationen erhalten? Bei Radio Islam 
(Box 316, 10126 Stockholm). Radio Islam wird auch einen 
Studienkreis organisieren, der sich mit dem Holocaust befasst. 
Interessenten knnen sich anmelden, indem sie Nr. 08/6498316 
anrufen.

                                                     79
(Anmerkung des bersetzers: Ahmed spricht den Berberdialekt seiner 
Gegend, Arabisch, Franzsisch, Schwedisch und etwas Englisch, aber 
leider kein Deutsch.) 

46) Gibt es Sachbcher in schwedischer Sprache. Ja! Ahmed Ramis 
vier Bcher knnen ber den Buchhandel oder direkt bei Radio Islam 
bestellt werden:
	- Ett liv fr frihet, Kultur Verlag, Sthlm., 1989.
	- Vad r Israel?, Kultur Verlag, Sthlm., 1989.
	- Israels makt i Sverige, Kultur Verlag, Sthlm, 1989.
	- Judisk hxprocess i Sverige, Kultur Verlag, Sthlm., 1990
	- Min vg (ber Ben-Bella), Kultur Verlag, Sthlm., 1990.

	Einige Zitate:
	"Schuldgefhle mssen Zinsen einbringen." (Tikkanen in "DN,
	21. 12. 1987).
	"Alle grossen Wahrheiten beginnen als Ketzereien."
	"Wenn man den 'Holocaust' nicht diskutieren und bezweifeln 
	darf, so ist er keine geschichtliche Tatsache mehr, sondern wird 
	zu einem Dogma, das in den Bereich der Mythologie gehrt." 
	(Jan Hjrpe, Professor, Theologe und Islamologe an der 
	Universitt Lund)

















                                                     80
Ein Artikel aus der Islamistenzeitung Al-Shaab

Nicht nur in Schweden, sondern auch in der arabischen Welt sorgt 
Ahmed Rami dafr, dass die Lgenfestung Holocaust pausenlos mit 
schwerer Artillerie beschossen wird. Im August 1993 erschien in der 
islamistischen Kairoer Zeitung Al-Shaab, die eine Auflage von rund l 
Million Exemplaren aufweist und in der gesamten arabischen Welt 
gelesen wird ein Artikel ber Prof. Robert Faurisson, den wir im 
folgenden wiedergeben.

Der kmpferische Historiker Robert Faurisson, der in einem Al-
Shaab-Gesprch Nein zu Judenpropaganda und Zionistenterror 
sagt.

Um unseren Lesern die verschiedenen politischen und geistigen Strm-
ungen in der westlichen Welt nherzubringen, setzt Ahmed Rami, Al-
Shaab-Korrespondent fr Europa, seine Reisen und Interviews fort. 
Dieses Mal befragte er fr Al-Shaab Prof. R. Faurisson, den promi-
nentesten Denker der historischen revisionistischen Schule und mutigen 
Geschichtsforscher, der sich weigert, vor dem zionistischen Terror-
ismus zu kapitulieren. Hier sein Bericht:

"An einem Julitag rief ich Prof. R. Faurisson an, der seinen Urlaub wie 
blich in seiner Heimatgegend verbringt, einem Drfchen namens La 
Pruse im Westen Frankreichs, 40 km stlich von Angoulme. Im 
Sommer zieht er sich meistens in dieses Dorf zurck, um nach-
zudenken, und gibt whrend dieser Zeit keine Interviews. Dieses Jahr 
erfolgte seine Rckkehr in sein Heimatgebiet nach einem blen, 
aufreibenden Prozess, bei dem er dazu verurteilt wurde, den 
Judenorganisationen eine exorbitante Summe zu zahlen. Anklagepunkt 
war die Leugnung der Judenausrottung whrend des 2. Weltkriegs. 

Ohne Umschweige fragte ich Prof. Faurisson, ob er gewillt sei, Al-
Shaab ein Interview zu gewhren. Er akzeptierte ohne Zgern und lud 
mich ein, ihn zu besuchen. Am folgenden Tag kam ich per Zug in 
Angoulme ab, wo mich Faurisson mit seinem Auto am Bahnhof 
abholte. Ich war zwei Tage lang sein Gast.


                                                     81
Prof. Faurisson war Universittsprofessor in Lyon und einer der 
glnzendsten Literaturforscher Frankreichs. Der Mut, den er bei seinen 
Forschungen zur Ermittlung der historischen Wahrheit an den Tag 
legte, hat ihm endlose Verfolgungen eingebracht - terroristische 
Kampagnen und sogar handgreifliche berflle durch jdische 
Rabaukenbanden. Mehrfach entging er nur knapp dem Tod. Seit 1980 
ist er rund zehnmal wegen seiner Forschungen ttlich attackiert worden. 
Diese fhrten ihn zu bahnbrechenden Entdeckungen im 
Zusammenhang mit den ber den 2. Weltkrieg verbreiteten jdischen 
Propagandathesen.

Prof. Faurisson ist heute 64 Jahre alt und Vordenker einer historischen 
Schule, die man als "revisionistisch" bezeichnet und welche heute 
internationale Dimensionen aufweist. Begrnder dieser Schule war der 
Franzose Paul Rassinier, dessen Untersuchungen schon bald nach 
Kriegsende einsetzten. Heute ist der Revisionismus auf allen fnf 
Kontinenten vertreten, vor allem in den USA, Grossbritannien, 
Australien, Deutschland und Frankreich.

Das wichtigste Zentrum dieser Schule befindet sich im kalifornischen 
Los Angeles und trgt den Namen "Institute for Historical Review". Es 
wird von den drei Historikern Mark Weber, Tom Marcellus und Ted 
O'Keefe geleitet. Bisher hat es Hunderte von Bchern und Studien 
verffentlicht. Alle drei Monate publiziert es das "Journal of Historical 
Review", dessen Chefredaktor Mark Weber ist. Das Institut organisiert 
alljhrliche Konferenzen. Ich selbst nahm letzten Oktober an der 
damaligen Konferenz teil und hielt einen Vortrag. Hunderte von 
Revisionisten aus aller Welt waren damals anwesend.

Der Revisionismus stellt sich die Aufgabe, die Geschichtsschreibung 
einer kritischen berprfung zu unterziehen. Sein Ziel entspricht dem 
von Ibn Chaldoun in seinen historischen Forschungen proklamierten; 
Trennung des Wahren vom Imaginren, Legendren und Propa-
gandistischen. Dabei liegt der Schwerpunkt auf dem 2. Weltkrieg. 
Ramses II war beileibe nicht der erste, welcher den Versuch 
unternahm, die Geschichte zu flschen, und erst recht nicht der letzte. 



                                                     82
Die Kunst der Geschichtsklitterung fr propagandistische Zwecke ist 
ein altes Phnomen, so alt wie die Legenden. Die revisionistische 
Schule, in der Prof. Faurisson einen so bedeutenden Rang einnimmt, ist 
fr die Zionistenpropaganda ein Strfaktor ersten Ranges und gefhrdet 
die Judenherrschaft ber die Medien und die Kultur.

Einzige Waffe dieser Schule ist die geschichtliche Wahrheit, wie sie aus 
Dokumenten hervorgeht. Die Methode der Revisionisten ist streng 
wissenschaftlich. Als Antwort fllt den Juden der westlichen Welt 
nichts Besseres ein als intellektueller, ja physischer Terror. Am 4. Juli 
1944 wurde das Institute for Historical Review niedergebracht. So 
unglaublich es auch anmuten mag: In Frankreich und sterreich haben 
die Juden erreicht, das Sondergesetze erlassen wurden, die jeden 
Zweifel an der jdischen Version der Geschichte des 2. Weltkriegs 
unter Strafe stellen.

Auf der Grundlage dieser Gesetze wird Faurisson von den 
franzsischen Juden endlos schikaniert. Seit 1982 wird er immer wieder 
vor Gericht gestellt. Der entscheidende Anklagepunkt ist dabei stets die 
"Leugnung der Gaskammern" und der angeblich von Hitler geplanten 
und ausgefhrten Judenausrottung.

Wer heute in Frankreich schreibt oder ffentlich erklrt, die 
Gaskammern htten nicht existiert, und Hitler habe keine Politikder 
Judenvernichtung betrieben, macht sich strafbar. Was ich hier schreibe, 
oder was Faurisson in seinen Interviews sagt, ist in Frankreich ebenso 
illegal wie in Deutschland oder sterreich.

Die im Westen erlassenen Sondergesetze haben meine Aufmerksamkeit 
erregt, seitdem die Judenmedien begannen, im Zusammenhang mit der 
Rushdie-Affre Zeter und Mordio zu schreien. Ich wollte in Erfahrung 
bringen, ob man Faurisson dieselbe Redefreiheit zubilligte, die man fr 
Rushdie verlangt. Aus diesem Grund unternahm ich etwas, was die 
jdischen Medienheuchler in Europa unsglich nervt: Immer, wenn die 
schwedischen Journalisten Rushdie einladen, lade ich Faurisson zu 
einem Vortrag ein. Die Reaktionen darauf sind usserst konfus. Wenn 
die Juden nmlich fr die Meinungsfreiheit auf die Barrikaden gehen, 
meinen sie damit stets nur ihre eigene Meinungsfreiheit. 

                                                     83
Wenn Rushdie Schweden mit seinem Besuch beglckt, rollen sie fr 
ihn den roten Teppich aus. Regierung, schwedische Akademie und 
Medien bereiten ihm einen warmen Empfang. Presse, Radio und 
Fernsehen stehen ihm jederzeit offen, um den Islam anzugreifen - im 
Namen der freien Meinungsusserung sowie des Kampfes gegen den 
"islamischen Fanatismus".

In Schweden darf man nur Auffassungen frei ussern, die von den 
Juden geduldet werden. Prof. Faurisson hat mich dreimal besucht. 
Jedesmal mobilisierten die Juden Medien, Regierung und Parlament 
gegen den franzsischen Wissenschaftler. Sie trommelten auch 
Schlgertrupps zusammen, um Faurisson am Halten seiner Vortrge 
und am Verknden seiner Ansichten zu hindern, wobei sie argumen-
tierten, seine Meinung stelle eine Beleidigung der Juden dar.

Immer, wenn Faurisson auf dem Stockholmer Flughafen landet, fhren 
die Juden Demonstrationen durch. Beim ersten Besuch eskortierte die 
Polizei den Professor durch eine Hintertr, nachdem er von Juden 
umzingelt worden war, die ihm Todesdrohungen zuriefen. Wenn ich 
Faurisson einlade, fhrt dies jeweils zu einem Streit unter den 
Regierungsministern. Die einen fordern ein Einreiseverbot fr ihn, die 
anderen wollen ihn einreisen lassen, um ihm dann den Prozess zu 
machen, wenn er sich eines Rechtsbruchs schuldig macht oder das 
ungeschriebene Gesetz verletzt, welches eine "Beleidigung der Juden" 
untersagt. 

Premier Carl Bildt sowie die Innenministerin sind dafr, ihm die 
Einreise zu ermglichen, whrend die jdische Einwanderungs-
ministerin meint, man msse Schweden schon am Flughafen verhaften, 
da er ja nur nach Schweden komme, um "Verbrechen zu begehen".

Angesichts dieser Divergenzen berlsst die Regierung den Entscheid 
der Flughafenpolizei. Immer, wenn diese den Forscher einreisen lsst 
und sich dadurch ber das Protestgeheul der Juden hinwegsetzt, reichen 
die Judenorganisationen Strafanzeigen gegen die Polizei ein.




                                                     84
Beim ersten und zweiten Besuch gab es nicht nur Kundgebungen, 
sondern auch Strassenkmpfe zwischen Juden und Faurisson-
Anhngern. Anlsslich des ersten Besuchs gingen zahlreiche Fenster-
scheiben in Brche, und einige Gebude wurden beschdigt.

Seitdem ich Faurisson kennengelernt habe, verbindet mich eine enge 
Freundschaft mit ihm. Da mich das Gebiet, auf das er sich spezialisiert 
hat, aufs lebhafteste in seinen Bannkreis zieht, bat ich ihn, Al-Shaab als 
erster arabischer Zeitung berhaupt ein Interview zu gewhren, um die 
Judenlegenden ber den Zweiten Weltkrieg etwas nher unter die Lupe 
zu nehmen.

Diese Judenlegenden betreffen uns Muselmanen ganz direkt, weil sie in 
erster Linie propagandistisch ausgeschlachtet werden, um Unter-
sttzung fr den zionistischen Kampf gegen uns zu erpressen. Die-
selben Judenmrchen dienen auch dazu, jede grundlegende Kritik am 
Staat Israel im Keim zu ersticken.

Seit dem Ende des 2. Weltkriegs, aus dem die Juden als Sieger 
hervorgingen, ist im Westen jede Kritik an den Juden, an ihrem 
Glauben und ihren Mythen verpnt. Die Juden beherrschen Medien 
und Verlage und verbreiten damit massive Propaganda gegen Araber 
und Muslime. Gleichzeitig werden die Legenden der Juden propagiert, 
und die Welt wird mit tausend Geschichten ber die Grossartigkeit und 
die Tugenden der Juden berflutet. 

Die westlichen Judenmedien agieren usserst geschickt und durch-
dacht. Sie tarnen ihre Propaganda in Gestalt von Kulturprogrammen, 
Fernsehsendungen, Filmen, Theaterstcken und sogar Liedern. 
Obgleich diese Propaganda durch und durch verlogen ist und die 
Geschichte frech verflscht, ist ihr Erfolg durchschlagend. Sie hat einen 
totalen Sieg ber das menschliche Gehirn und ber die Logik errungen. 
Die Menschen der westlichen wie auch der islamischen Welt stehen 
dieser Propaganda hilflos gegenber und reagieren nicht mehr auf diese 
seelische Vergiftung. 




                                                     85
Die jdischen Erfolge auf diesem Feld lassen sich ohne weiteres mit 
ihrem Sieg im Golfkrieg vergleichen; es ist ein einseitiger Kampf, da die 
Opfer keinen nennenswerten Widerstand mehr leisten knnen oder 
wollen. Ihnen wird ein Schlag nach dem anderen zugefgt, und sie 
begngen sich damit, die Schlge zu zhlen und den nchsten Schlag 
abzuwarten. Zeichnet sich in der westlichen Gesellschaft auch nur der 
schchternste Widerstand gegen die Judenherrschaft ab, so erfolgt 
unverzglich eine durchschlagende Reaktion.

Tausende von arabischen und muselmanischen Intellektuellen leben in 
Europa und den USA, ja sogar in den islamischen Staaten selbst, unter 
dem jdischen Medieneinfluss und plapppern wie die Papageien die 
Zionistenpropaganda nach, welche jeden Widerstand gegen die 
Judentyrannei als "rassistisch", "neonazistisch", "islamisch-fundamenta-
listisch" usw. anschwrzt.

Mit Hilfe dieser Propaganda wird jeder Feind der Juden um "Feind der 
Menschheit" abgestempelt. Die Zionistenpropaganda will die Aufmerk-
samkeit von der Besetzung Palstinas und den seit 1948 stndig 
verbten Repressalien gegen das palstinensische Volk ablenken, die 
das Ziel verfolgen, diese Menschen aus ihrer eigenen Heimat zu 
verdrngen. Mit teuflischem Geschick lenken die zionistischen Propa-
gandatrommler die ffentliche Meinung im Westen auf die Gescheh-
nisse des 2. Weltkriegs, der vor fast einem halben Jahrhundert mit dem 
Sieg der Juden und der Niederlage der Deutschen endete. Doch auch 
bei der Darstellung des 2. Weltkriegs sind die einzigen Waffen der 
Juden Lgen und Flschungen. Der Revisionismus tritt diesen 
unerschrocken entgegen. 

Was wissen wir vom Revisionismus? Welche Untersttzung gewhren 
wir ihm? Wir kennen ihn ja nur aus der Judenpropaganda! Wir erfahren 
darber bloss das, was uns die Juden als "Informationen" auftischen, 
und das beschrnkt sich auf dmmliche Schlagworte. Wissen wir 
eigentlich, dass Dutzende von Intellektuellen in den westlichen Staaten 
nur aufgrund ihrer Ansichten und der Ergebnisse ihrer Forschungs-
arbeit hinter Gittern gelandet sind? Wissen wir, dass es in Spanien 
politische Flchtlinge aus Schweden und sterreich gibt? 

                                                     86
Diese Menschen mussten wegen ihrer berzeugung oder aufgrund 
ihrer wissenschaftlichen Erkenntnisse flchten, weil letztere nicht mit 
der Zionistenpropaganda bereinstimmen. Nehmen wir den sterreich-
ischen Schriftsteller Gerd Honsik oder den Schweden Ditlieb Felderer. 
Honsik wurde wegen eines Buches zu 18 Monaten Haft verurteilt, 
letzterer sass 10 Monate in Untersuchungshaft, weil er in Flugblttern 
die Existenz der Nazigaskammern bestritten hatte. Ich selbst bin zu 
sechs Monaten Gefngnis verdonnert worden - wegen "Mangels an 
Respekt vor dem jdischen Volk"!

Stellen wir uns einmal vor, jeder, der "mangelnden Respekt vor dem 
Islam" an den Tag legt, kme hinter schwedische Gardinen! Ehe man in 
den Krieg zieht, sei dieser nun mediatischer, politischer oder 
militrischer Art, muss mein seinen Feind kennen, seine Ziele, seine 
Positionen, seine Strken und Schwchen. Man muss wissen, wer 
Feind und wer Freund ist. Wer im Westen den Kampf gegen die Juden 
aufnimmt, kann nicht unser Widersacher sein!

Das Fernsehen hat dem Krieg eine ganz neue Dimension verliehen. Der 
Medien- und Kulturkrieg ist heutzutage die Hauptfront des Dritten 
Weltkriegs, der fr uns Araber und Muslime schon 1948 begann. Nie 
und nimmer wird es uns gelingen, eine Generation, welche die Freiheit 
erkmpft, heranzuziehen, wenn unsere jungen Menschen mit 
Proaganda berflutet werden, welche die Werte und die Kultur unseres 
Feindes widerspiegeln!














                                                     87
Die  Befragung  Professor  Jan  Bergmans

Als einer von zwei Sachverstndigen der Verteidigung trat beim 
Prozess gegen Ahmed Rami Professor Jan Bergman auf. Dies wurde 
ihm von der zionistischen Mafia bis zum heutigen Tage nicht verziehen, 
denn fast jede Woche reitet die eine oder andere "schwedische" (oder 
"norwegische", oder "dnische") Zeitung eine hasserfllte Attacke 
gegen den Wissenschaftler, womit meist die Forderung verbunden wird, 
die Universitt Uppsala solle diesen "Antisemiten" doch endlich zum 
Teufel jagen. Doch da die Meinungsfreiheit in Schweden trotz allem 
noch bedeutend grsser ist als in anderen Lndern der freien Welt, 
unterrichtet Bergman noch heute. Wir geben seine Aussage beim Rami-
Prozess im folgenden wieder.

Advokat Folke: Herr Jan Bergman, berichten Sie zu Beginn einmal 
ber Ihre wissenschaftlichen Leistungen.

Bergman: Ich bin Professor fr Religionsgeschichte, und mein 
Spezialgebiet ist der Nahe Osten. Dies bedingt, dass ich mich sowohl 
mit dem Judentum als auch mit dem Islam aufs eingehendste befasst 
habe. Ich bin in erster Linie Historiker, aber als solcher arbeitet man 
auch viel mit Texten. Ich habe Exegetik mit Hieroglyphen, Koptisch, 
Hebrisch, Griechisch, Latein usw. betrieben. Exegetik interessiert mich 
ganz besonders. Ich erteile in diesem Wintersemester einen 
Exegetikkurs; seit 15 Jahren besuche ich regelmssig die hheren 
Seminarien in der Exegetik des Neuen Testaments, was fr einen 
Professor, der ein anderes Fach unterrichtet, gewiss ungewhnlich ist.

Adv. F: Was heisst "Exegetik"?

Bergman: Der Ausdruck "Exegetik" bedeutet wrtlich, dass man einem 
Text seine Bedeutung entnimmt. "Ex ago" heisst "entnehmen". In 
anderen Worten, man deutet einen Text kritisch und unter 
Bercksichtigung historischer Gesichtspunkte.

Adv. F: Ist ein Historiker, ein Religionshistoriker, etwas ganz anderes 
als ein Exeget?


                                                     88
Bergman: Man kann sagen, dass die Exegetik um die Texte des Neuen, 
aber auch des Alten Testaments an den theologischen Fakultten schon 
seit sehr langem betrieben wird. Wir haben es also mit einer 
traditionsreichen Wissenschaft zu tun. Es ist vllig klar, dass ein 
Religionshistoriker, je nach seinem Fachgebiet, ebenfalls mit Texten 
arbeitet, und ich stehe in der Tradition jener Religionshistoriker, welche 
sich eingehend mit Texten auseinandergesetzt haben. Da kommt einem 
die Exegetik, also die besondere Erfahrung, die man im Umgang mit 
Texten gewonnen hat, sehr zustatten.

Adv. F: Auf dem Gebiet welcher Religionen haben Sie exegetische und 
historische Kenntnisse?

Bergmann: Historische Kenntnisse besitze ich auf dem Gebiete der 
Religionen des Mittelmeergebiets. In Betracht kommen in unserem 
Zusammenhang das Judentum, der Islam, aber auch die stlichen 
christlichen Kirchen, denen manche Palstinenser anhngen. Wenn es 
sich als notwendig erwies, konnte ich auch Texte deuten. Gelegentlich 
bin ich auf Hilfe von Spezialisten angewiesen.

Adv. F: Sie haben sich also auf den Nahen Osten spezialisiert. Welche 
Folgen hatte das fr ihre wissenschaftliche Ttigkeit?

Bergman: Ich begann als Historiker, kann aber auch gyptologie auf 
Professorenstufe unterrichten und habe mich mit den Hieroglyphen 
beschftigt. Weiter zurck kann man kaum greifen, wenn es um die 
Deutung von Texten geht. Wir haben es hier mit einer fnftausend-
jhrigen Tradition zu tun. 1975 erhielt ich eine neu benannte Professor-
enstelle. Vorher gab es nur ein Professorat in Religionsgeschichte mit 
dem Schwergewicht auf Religionspsychologie, doch nun entstand eine 
Professorenstelle fr Religionsgeschichte mit dem Schwerpunkt Naher 
Osten. Es war dies einige Jahre nach dem Oktoberkrieg. 

Ich begriff damals, dass ich, um Forschungsaufgaben zu erfllen, die 
den Erwartungen der Gesellschaft entsprachen, auch moderne Studien 
betreiben musste. Dies tat ich auch bereits nach ein paar Jahren, 
zusammen mit anderen Kollegen von der Theologischen Fakultt 
Uppsala sowie der Universitt von Uppsala. 

                                                     89
Ferner entwarf ich die Richtlinien fr ein Westasien-Projekt, das sich 
mit Interaktion befasst. Darunter versteht man die Wechselwirkung von 
Religionen, Kulturen und Politik im Nahen Osten in Gegenwart und 
Vergangenheit. Letzeres gab den Ausschlag fr die Professur und deren 
Einrichtung. Frher hatte ich hauptschlich Geschichte studiert, doch 
whrend der verflossenen zehn Jahre konzentrierte ich mich mehr auf 
die Gegenwart und die modernen Fragestellungen im Nahen Osten 
sowie auf die alten Kulturen.

Adv. Folke: War dies auch mit Aufenthalten an den erforschten Orten 
verbunden?

Bergman: Es versteht sich von selbst, dass man heutige Strmungen 
nicht studieren kann, ohne recht viel zu reisen. Ich war wohl sieben- 
oder achtmal in Israel, ein paarmal im Libanon, das eine oder andere 
Mal im Iran und mehrfach in gypten. Auch Libyen und andere 
nordafrikanische Lnder habe ich besucht, um nur die in unserem 
Zusammenhang relevanten Reisen zu nennen.

Adv. F: Eine weitere Frage: Auf welchen Unterlagen fussen Ihre 
Beurteilungen, und ber welches Ihnen zur Verfgung stehende 
Material werden Sie bei diesem Prozess sprechen?

Bergman: Das von der Anklage verwendete Material, Tonband-
aufnahmen, das Buch Vad r Israel? Selbstredend habe ich bei der 
Beurteilung all dessen auch mit vielem Vergleichsmaterial gearbeitet, 
und darauf kommen wir wohl im Zusammenhang mit den gestellten 
Fragen zurck.

Adv. F: Gehe ich recht in der Annahme, dass Sie Zugang zu allen 
hier zur Debatte stehenden Unterlagen hatten?

Bergman: Ja.

Adv. F: Hatten Sie auch Zugang zu Tonbandaufnahmen von anderen 
Programmen, auf die sich die Anklage nicht erstreckt?



                                                     90
Bergman: Nein. Ich war der Meinung, das Buch Vad r Israel? sei 
dafr ein vollwertiger Ersatz, da ich denke, das Entscheidende sind 
nicht einzelnde Programme, sondern eine Gesamtbeurteilung, und da 
kann man wohl davon ausgehen, dass die von der Anklage erfassten 
Punkte die anstssigsten sind. Ramis Ausgangspunkt ist Gaza, nicht die 
"Dialoge" Stendahls!

Adv. F: Kommen wir auf Ihre Auffassung von Ramis Botschaft zu 
sprechen! Wie lautet die Botschaft, die er verbreiten mchte, und 
warum will er dies? Zu welchen Ergebnissen kamen Sie bei der 
Durchsicht des Materials?

Bergman: Fr mich ist es sonnenklar - und darum muss man diese 
Frage als erstes aufgreifen - dass die treibende Kraft hinter Ahmed 
Ramis usserst energischer, intensiver und repetitiver Ttigkeit eine 
unbeugsame Solidaritt mit den Palstinensern und deren Schicksal ist. 
Das Inhaltsverzeichnis des Buches Vad r Israel? bringt dies auch gut 
zum Ausdruck. Es drckt den Standpunkt der Unterlegenen, der 
Unterdrckten, der Menschen auf der Westbank und im Gazastreifen 
aus. 

Die Ausgangsposition ist doch die, dass seit dem 7. Dezember 1987 
(dem Beginn der Intifada) tglich ein Mensch, ein Palstinenser, 
erschossen wurde oder durch andere Gewalttaten seitens des israel-
ischen Staates umgekommen ist, ganz abgesehen von den Verwundet-
en und sonstwie Geschdigten. Dies ist mit grossem Leiden verbunden, 
mit Gewaltshandlungen, ttlichen bergriffen und Hass. Von alle dem 
gibt es im heutigen Israel und in den besetzten Gebieten mehr als 
genug. Wer auch nur eine Seite des Buches Vad r Israel? gelesen oder 
ein einziges Programm von Ahmed Rami gehrt hat, weiss darber 
Bescheid. 

Kurz, es geht hier um Kampf, Leiden, Tod und Opfer... Ich halte es fr 
ungemein wichtig, dass wir uns darber einig sind. Auch Bischof 
Krister Stendahl hat heute morgen ja zugegeben, dass dies der Aus-
gangspunkt ist. 


                                                     91
Natrlich kann man sich immer fragen, ob hinter jeder Aussage und 
hinter jedem Programm dies und nur dies liegt. Doch jedenfalls ist es 
der Hauptfaktor, und es scheint mir ganz offenbar, dass es Ahmed 
Ramis wichtigstes Anliegen ist.

Sein Ausgangspunkt ist beispielsweise die heutige Lage im 
Gazastreifen. Und dort geht es nicht um einen Dialog, sondern um 
Polemik, um eine Streitschrift also. Kein Leser von Vad r Israel? und 
kein Hrer von Radio Islam soll, wie Stendahl, sagen, da herrsche ja 
gar keine Ausgeglichenheit. Um solche geht es nmlich berhaupt 
nicht. Es ist wichtig, zu wissen, mit welchem Ziel jemand etwas tut, und 
naturgemss gibt es die verschiedensten Stufen und Methoden, seine 
Ziele zu verwirklichen. 

Selbstverstndlich ist mir persnlich ein Dialog weitaus sympathischer 
als ein Gefecht, daran besteht kein Zweifel. Doch leider Gottes muss 
ich feststellen, dass es im heutigen Israel so wenig Anstsse zu einem 
Dialog gibt. Wir sollen Ahmed Rami nicht danach beurteilen, ob er ein 
guter Debattenredner ist, denn darauf hat er nie Anspruch erhoben. Es 
liegt auf der Hand, dass dieses Buch Vad r Israel? nicht in einen 
Dialog im engeren Sinne des Wortes passt. Sieht man die Sache 
hingegen auf einem breiteren Hintergrund, so sollte jedes menschliche 
Zusammenleben, wie Krister Stendahl sagte, auf ein besseres 
gegenseitiges Verstndnis ausgerichtet sein, so dass man wenigstens 
langfristig zu einer Verstndigung gelangen kann. 

Ich sehe Ramis Ttigkeit so, dass sie, trotz ihrer sprachlichen Form, 
hier vielleicht doch eine gewisse Funktion erfllen kann, wenn man sich 
die Grsse der Schwierigkeiten vor Augen hlt und die Probleme 
definiert. Fr Krister Stendahl war dies ein wichtiger Punkt: in einem 
Dialog versteht es sich von selbst, dass jede Seite sich selbst darstellen 
und seine lebende religise Kultur aus seinem Innersten offenbaren 
darf. Betrachtet man die gegenwrtige Situation im Nahen Osten, und 
stellt man sich die Frage Vad r Israel? - Was ist Israel? -, so muss man 
verlangen, dass die direkten und indirekten Opfer des militaristischen 
und expansionistischen Staates Israel sich ebenfalls selbst darstellen 
drfen. 


                                                     92
Zugegebenermassen tun sie dies vielleicht nicht besonders gut, und man 
muss schon genau hinsehen, um nicht nur ihren Hass zu entdecken, 
sondern auch ihre Angst und Verzweiflung angesichts der herrschenden 
Lage. Es liegt mir daran, zu betonen, dass ich die beanstandeten Texte 
und Tonbandaufnahmen in diesem allgemeineren Rahmen analysiert 
habe.

Adv. F: Ich habe Sie vor allem als Experten befragen wollen, um Ihre 
Meinung zu den Bibelzitaten zu hren, die in den beanstandeten 
Texten figurieren. Welche gemeinsame berschrift wrden Sie ber 
diese Zitate setzen? Gehren sie alle zu einem gewissen Typus von 
Bibeltexten?

Bergmann: Die Exegetik ist eine Wissenschaft. Diese Wissenschaft 
betreibt Ahmed Rami nicht. Ahmed Rami hat keine Ausbildung als 
Exeget genossen. Dies bedingt, dass er, wenn er Bibelzitete anfhrt, 
sich meist mit einem oder einigen Versen begngt. Dabei sttzt er sich 
voll und ganz auf die schwedische Bibelbersetzung. Er hat also keinen 
Versuch unternommen, verschiedene Bibelbersetzungen zu vergleich-
en. Es gibt ja keine objektive Norm. Er hat die Texte ausgewhlt, wo 
"vernichten" und nicht "verheeren" oder etwas hnliches steht; er hielt 
sich an den Wortlaut der schwedischen Bibel und hat diese, soweit ich 
berprft habe, richtig zitiert. 

Er nennt die Stellen, wo die Zitate stehen, jeweils genau, was in einer 
Polemik durchaus nicht selbstverstndlich ist. Er sagt nicht: "Aus 
hundert Beispielen whle ich dieses aus", sondern zitiert eine Stelle 
nach der anderen. Es ist dies eine einfache Methode, mit Texten 
umzugehen. Doch bietet er dem Leser die Mglichkeit, sich selbst 
durch Nachschlagen zu vergewissern, dass er korrekt zitiert. Seine 
Auswahl steht natrlich im Zusammenhang mit seinem Anliegen. Rami 
knpft sich eine bestimmte Tradition oder eine bestimmte Gruppe in 
Israel vor, die seiner Auffassung nach direkt oder indirekt fr die 
israelische Politik verantwortlich ist, und verweist dann auf die 
passenden Bibelstellen.



                                                     93
1976 verffentlichte ein Jakobus Schonefeld in Amsterdam eine 
Abhandlung, der in erster Linie Studien in Israel zugrunde lagen. Sie 
heisst: "Die Bibel in der israelischen Ausbildung. Eine Studie der 
verschiedenen Arten, wie man sich der hebrischen Bibel nhern kann." 
Die hebrische Bibel ist unser Altes Testament. Es geht also um deren 
Auslegung in der in Israel benutzten pdagogischen Literatur. Man hat 
es hier mit ganz konkretem Material zu tun. Den Hauptteil nimmt dabei 
die Untersuchung des in den ersten Schuljahren in Israel verwendeten 
Materials ein, bei dem Texte aus der hebrischen Bibel eine zentrale 
Rolle spielen.

Auf Grund seiner Detailstudien gelangt Jakobus Schonefeld zu dem, 
was er als vier verschiedene Verhaltensweisen gegenber diesen Texten 
bezeichnet. In der Schule geht es auch nicht um eine tiefschrfende 
Exegetik, so dass wir seine Folgerungen hier voll auswerten knnen. Er 
beschreibt die vier Verhaltensweisen wie folgt: "Der erste Weg liegt 
darin, die heutige Lage" - er spricht von "Selbstidentitt", denn er denkt 
an den einzelnen Schler oder den einzelnen Lehrer, aber wir knnen 
einfachheitshalber wohl von der "heutigen Lage" reden - an dem 
Bibelwort misst.

Adv.F: Was bedeutet das?

Bergman: Es bedeutet, dass das Bibelwort zur Norm wird. In der 
Praxis verhlt es sich so, dass man, soll dieses Vorgehen auch wirklich 
funktionieren, die Bibel aufs genaueste kennen muss, um fr jede 
heutige Situation eine passende Bibelstelle zu finden. Die Bibel ist ja die 
alte Quelle, aus der alle heutigen Normen spriessen. Sie bestimmt die 
gebotene Handlungsweise. Meinen Taten liegt ja in erster Linie ein 
System von in der Bibel fixierten Regeln zugrunde. Unter diesen 
Umstnden unterstelle ich die heutige Situation der Autoritt der Bibel. 
Somit erfllt die Bibel eine normative Funktion.

Das zweite Modell besteht laut Jakobus Schonefeld darin, dass man die 
heutige Lage in die alten Quellen "hineinprojiziert", d.h. mit der 
modernen Situation anfngt. Die Exegetik entnimmt einem Text etwas, 
die Eisegetik liest die eigene Lage darin hinein. In beiden Fllen werden 
der Text und die aktuelle Situation aufs engste miteinander verknpft.

                                                     94
Man kann sagen, im zweiten Falle gehe man von den konkreten 
Gegebenheiten der Gegenwart aus und suche dann einen Bibeltext, der 
einem einen geistigen Halt verleiht und Lsungsmglichkeiten aufzeigt. 
Dann gibt es einen dritten Weg. Hier spricht Schonefeld ganz einfach 
von einer Konfrontation; er geht wiederum von der heutigen Lage aus, 
und die in der Bibel beschriebenen Geschehnisse haben scheinbar gar 
nichts damit zu tun. In diesem Fall zeigt der alte Text einfach, dass sich 
die Gegebenheiten grundlegend gewandelt haben. 

Schliesslich besteht noch ein vierter Weg, der einem etwas wissen-
schaftlicheren (oder "objektiven") Modell eher entspricht. Man gestattet 
sich bei der Deutung des Textes gewisse Freiheiten. Man legt eine 
historisch-kritische Haltung an den Tag, fhrt verschiedene Argumente 
an, entnimmt dem Text eine bestimmte Passage und sagt, sie habe 
vielleicht unter Umstnden, wenn auch nicht unbedingt im vorliegenden 
Fall, eine gewisse Gltigkeit. Diese vierte Methode ist die noch am 
ehesten wissenschaftlich-kritische. Man kann wohl sagen, dass die dritte 
und die vierte der vier geschilderten Methoden mehr Arbeit erheischen, 
whrend die ersten beiden verhltnismssig einfach sind. Es wre 
meiner Auffassung nach ganz ntzlich, nher zu betrachten, welchem 
dieser vier Modelle die Methode Ahmed Ramis entspricht und welches 
Vorgehen er der israelischen Gesellschaft vorwirft.

Im grossen ganzen schlgt Ahmed Rami den zweiten Weg ein. Er geht 
von der gegenwrtigen Lage in Palstina aus, von den reellen Leiden. 
Dies ist ganz augenscheinlich. Er projiziert die heutige Situation in diese 
Texte hinein und meint, die bereinstimmung sei hchst verblffend.

Ferner schlachtet er jene Stellen im Alten Testament aus, in denen 
berichtet wird, wie die Feinde der Juden ausgerottet werden. Leider 
Gottes gibt es manche Leute, die - wie z.B. Morton Narrowe, der aus 
den USA stammende schwedische Oberrabbiner in einem Zeitungs-
artikel - behaupten, diese grausamen Texte gehrten berhaupt nicht 
zur jdischen berlieferung...




                                                      95
Ich komme auf die Frage der Textauswahl zurck. Betrachtet man sie 
von jdischer Seite, so wrde ich sagen - und Morton Narrowe wrde 
mir da wohl recht geben -, dass den Kern dieser Texte, den 
wahrscheinlich greulichsten Texten, um die es hier geht, Passagen 
bilden, welche man als die Herem-Texte sowie die Amalek-Texte 
bezeichnet. Sie entstammen in erster Linie den Bchern Mose, Josua 
und Richter, welche die Eroberung des Landes und den jdischen 
Anspruch darauf beschreiben. 

Man ttete die gyptischen Erstgeborenen, und darauf folgte der 
wunderbare Gang durch das Schilfmeer. Die Israeliten wurden gerettet, 
und Pharao ging mitsamt seinen Heerscharen elendiglich zugrunde. Die 
betreffenden Texte zeigen in hohem Masse, wie das Pendel in beiden 
Richtungen ausschlgt. Des einen Brot ist des anderen Tod - kein 
ungewhnliches Phnomen. 

Doch andererseits war Amalek, oder das Volk der Amalekiter, der erste 
Feind, auf den die Stmme Israels stiessen. Als Erzfeind ist Amalek 
gewissermassen eine Art mystische Figur, ein Symbol fr jene, die, 
folgt man gewissen Bibelstellen, nach und nach vernichtet werden 
sollen und von dessem Namen nichts mehr brigbleiben darf. Dies soll 
Schritt um Schritt geschehen. Das Wort "herem" kann mit 
"vernichten", "zunichte machen" oder "vllig zerstren" bersetzt 
werden. Die Amalek-Texte bilden also einen Bestandteil der Herem-
Texte. 

Doch gibt es von letzteren noch mehr. Nach Amalek werden noch 
weitere sieben Vlker ausgemerzt, die ein Hindernis auf dem Wege zur 
Eroberung und Inbesitznahme des gelobten Landes darstellen. Dies gilt 
etwa fr die Kanaaniter, und diese werden manchmal als 
Sammelbegriff fr jene sieben Vlker betrachtet, manchmal aber auch 
als eines von den sieben dargestellt. 

Fr einen Historiker ist es vollkommen einleuchtend, dass diese Texte 
eine nachtrgliche Idealisierung sind, eine mystische Darstellung des 
Idealzustands, der darin bestnde, einziger Herr in seinem Lande zu 
sein. 

                                                     96
Was Ahmed Rami hier entdeckt, entspricht recht genau dem, was die 
Palstinenser tglich erdulden oder womit sie zumindest rechnen 
mssen, und deshalb greift er vor allem solche oder verwandte Texte 
auf. Verhlt es sich in Tat und Wahrheit so, dass man diese Texte heute 
in Israel in grsserem Ausmass in die Wirklichkeit umzusetzen trachtet? 
Ist es nicht willkrlich, zu behaupten, diese Texte bestimmten 
gewissermassen direkt oder indirekt die Geschehnisse im heutigen 
Israel? Ein Teil meiner Aufgabe hier liegt darin, aufzuzeigen, wie gross 
die tatschliche Rolle dieser Texte in Israel ist.

Adv. F: Vielleicht sollten wir, ehe wir uns der gegenwrtigen Situation 
zuwenden, etwas darber sagen, wie diese Herem-Texte eigentlich 
zustande gekommen sind. Kann man als Historiker eine klare 
Meinung dazu haben, inwiefern diese in den Bchern Mose und Josua 
stehenden Texte ber die Eroberung des Landes und die dabei 
ablaufenden Geschehnisse von Anfang an als Normen, als Vorbilder, 
gelten sollten? Wie verhlt es sich damit?

Bergman: Es ist dies eine sehr lange Geschichte, die von volkstm-
lichen und mndlichen berlieferungen bis zu Niederschriften, Ab-
nderungen dieser Niederschriften und Abnderungen der Ab-
nderungen reicht. Schliesslich wurden die Texte in der uns heute 
vorliegenden Form aufgezeichnet, wobei ich in erster Linie an das 
Deuteronomium, das fnfte Buch Mose, denke. Die Bcher Mose sind 
Moses Testament; in ihnen spricht Moses selbst fortwhrend. Sie sind 
sozusagen seine Abschiedsrede, in denen er Vorschriften erlsst und 
seinen eigenen Tod voraussagt. 

Das Deuteronomium ist teilweise eine Zusammenfassung des viel-
schichtigen Stoffs in den vier vorangegangenen Bchern - im vierten 
Buch geht es etwa um Volkszhlung und Stmme, im dritten um die 
zahlreichen Gesetze zum Priestertum, im zweiten aus den Auszug aus 
dem gypterlande, im ersten um die Schpfung, die Josefsgeschichte 
und so weiter. Kurz, der Stoff dieser Bcher ist ausserordentlich 
facettenreich. Doch was in unserem Zusammenhang am bedeutendsten 
ist, sind gewisse Stellen aus dem zweiten Mosesbuch, die mit der 
Schilderung der eigentlichen Eroberung im Buche Josua berein-
stimmen. 

                                                     97
Im Deuteronomium, der "Abschiedsrede", wird festgehalten, was 
hinsichtlich des Bundes zu gelten hat. Zwei Wege werde ich euch 
vorlegen, sagt Moses. Der eine ist der Weg des Lebens. Wenn ihr 
meine Gebote und Anweisungen befolgt und den Bund getreu einhaltet, 
so werdet ihr auf dem Wege des Lebens, dem Wege Gottes wandeln - 
und ich bin mit euch. Der andere Weg ist der Weg des Todes ... 

Ein Teil der Texte ist vielleicht erst 700 Jahre nach den betreffenden 
Ereignissen endgltig schriftlich niedergelegt worden. Ihnen liegt eine 
lange Geschichte zugrunde, und wir knnen nur werweisen, wie sie 
begann und wie sie umgestaltet wurde. Doch jedenfalls wurden diese 
Texte als Schilderungen des Bundes verwendet, und man man hat 
ihnen Teile entnommen, die vielleicht bedingungslose Versprechungen 
waren. 

Im ersten Buch Mose ist natrlich auch viel von Versprechungen die 
Rede - an Abraham, Isaak, Jakob usw. Bisweilen sind sie mit der 
Bedingung verbunden: "Wenn ihr meine Gebote und Anweisungen 
einhaltet...", bisweilen werden sie ohne Bedingung erteilt, und hier gab 
es manche eifrige Diskussion: Soll man stillschweigend annehmen, dass 
doch Bedingungen vorlagen, oder gab es tatschlich keine solchen? 
Natrlich hngt vieles davon ab, wie man eine solche Sache interpretiert 
...

Adv. F: Wie wurden diese Texte, die Herem-Texte und die 
Verheissungen, denn in der jdischen Tradition im Verlauf der Jahr-
tausende gedeutet? Knnen Sie kurz darauf eingehen?

Bergman: Wenn wir etwa die Texte ber Amalek betrachten, so stellen 
wir fest, dass es sich um eine zwar stufenweise, aber letztlich totale 
Vernichtung handelt, die mit der Auslschung des Namens Amalek 
selbst ihren Hhepunkt erfhrt. So wird das Prinzip der totalen 
Vernichtung ausgedrckt. Deshalb spielt die Yad-Vashem-Gedchtnis-
sttte in Jerusalem, das an die Opfer der "Shoa" erinnern soll, eine so 
wichtige Rolle. Dort sind nmlich die Namen der Opfer aufgelistet. Sie 
sind also nicht verloren gegangen und erinnern an die Toten. 

                                                     98
Doch in den zur Diskussion stehenden Texten steht eben gerade, dass 
nicht nur Amalek, sondern auch sein Name ausgelscht werden soll. Es 
geht also ausdrcklich um eine Totalvernichtung ...

Die Frage ist gar nicht, wie man diese Texte normalerweise auslegt. 
Man msste hier weiter ausgreifen und ber verschiedene Arten des 
Judentums und deren unterschiedliche Interpretation der Bibel reden. 
Massgeblich ist fr unseren Zweck lediglich, wie man es in der 
heutigen, konkreten Situation damit hlt - gibt es Beispiele dafr, dass 
man diese Bibelstellen in die Praxis umzusetzen versucht?

Adv. F: Ganz genau das wollte ich Sie fragen.

Bergman: Ja.

Adv. F: Gibt es in weltlichen, politischen Fragen in Israel heute eine 
Argumentation, welche sich auf diese Texte sttzt?

Bergman: Durchaus. Ich werde nun eine kleine Dokumentation 
prsentieren, und ich darf gleich vorausschicken, dass es keine heitere 
Lektre sein wird... Greifen wir zuerst ein gewichtiges Beispiel heraus, 
dass Anlass zum Nachdenken geben wird. Es handelt sich um eine 
Broschre, die von den bewaffneten israelischen Streitkrften heraus-
gegeben worden ist, und zwar vom Zentralkommando. Ein Mitverfasser 
ist der oberste Armeerabbiner. 

Die Schrift wurde nach dem Oktoberkrieg abgefasst und verbreitet. Die 
berschrift lautet: "Die Nachwirkungen des Jom-Kippur-Krieges. 
Einige Betrachtungen, Halacha und die Forschung." Unter Halacha 
versteht man die normative Seite des Judentums, die oft auch als 
"Mitzva" bezeichnet und von Ahmed Rami in seinen Sendungen und 
Schriften regelmssig erwhnt wird. Das Wort bedeutet "Gebot", wobei 
es sich um ein positives oder ein negatives Gebot handeln kann. Es gibt 
insgesamt 613 solche "Mitzvot", wie der Plural von "Mitzva" lautet. Bei 
Diskussionen steht sehr hufig eine solche Mitzva am Anfang. 



                                                     99
Die Wissenschaft, die sich damit beschftigt, nennt man "halachisch". 
Sie setzt sich aufs eingehendste damit auseinander, wie verschiedene 
Dinge mit diesen allgemein anerkannten 613 Mitzvot in Beziehung 
gebracht werden knnen.

Gerichtsvorsitzender: Was ist das genau fr ein Dokument, worauf 
Sie sich beziehen, Herr Professor Bergman?

Bergman: Dieses Dokument ist in einer hchst angesehenen 
israelischen Zeitung, nmlich Haol'am Hazeh, verffentlicht worden. 
Das Vorwort entstammt der Feder eines im Zentralkommando der 
Armee angestellten Generals namens Jona Efrati, und darin steht: 
"Diese Studien sind der Erinnerung an jene Soldaten geweiht, die ihr 
Leben dafr gaben, dass wir weiterexistieren knnen. Mgen diese 
Studien Kerzen zum Angedenken an unsere unlngst den Mrtyrertod 
gestorbenen Shne sein." 

Man muss dies also im Schatten des Oktoberkrieges von 1973 sehen. 
Und da haben wir einen Halacha-Artikel, der ber die Pflicht aufklrt, 
Zivilisten umzubringen; hier wird ausdrcklich auf eine Herem-Stelle 
Bezug genommen, und sie wird auch auf Zivilisten bezogen. Der Titel 
der Schrift lautet "Die Waffen zu reinigen". Der oberste Militrrabbi, 
Oberstleutnant Avidan, leitet seinen Artikel wie folgt ein: "Die 
israelische Armee wird allgemein als Heer anerkannt, welches seine 
Soldaten dazu erzieht, streng auf die Reinheit der Waffen zu achten." 
ber diese "Reinheit der Waffen" ist in Israel ausgiebig debattiert 
worden.

Sehen wir uns diese Diskussion etwas nher an. "Ehe sie zu Felde 
ziehen, und im Rahmen der operationellen Instruktionen, wird den 
Soldaten der klare und unzweideutige Befehl erteilt, friedlichen 
Zivilisten keinerlei Schaden zuzufgen. Das Ziel dieses Beitrags besteht 
darin, verschiedene Aspekte dieser komplexen und heiklen Frage vom 
Standpunkt der Halacha aus zu prfen." 

Diese Einleitung stellt also klar, dass die Armee sich zur Genfer 
Konvention bekennt, der zufolge man keine Zivilisten tten darf. Doch 
anschliessend geht Rabbi Avidan ausfhrlich auf die religisen Gebote 
ein. 
                                                    100
Es wird fleissig zitiert. Es werden ausgiebige Beweise dafr erbracht, 
dass man im Krieg schon immer Zivilisten gettet hat, das man das 
Recht - und unter gewissen Umstnden sogar die Pflicht - hat, Zivilisten 
zu tten. 

Rabbi Avidan bezieht sich beispielsweise auf die Tosafoth. Darunter 
versteht man eine Tradition, die zugegebenermassen ausser-halb der 
talmudischen liegt. Wir haben die hebrische Bibel, die Mishna sowie 
Ergnzungen dazu, welche man Gemarah nennt, und schliesslich zwei 
Versionen des Talmud, von denen die eine Kohmenerah heisst und aus 
dem 5. Jahrhundert stammt, whrend die zweite autoritativer und 
vollstndiger ist und um 500 n.Chr. entstand; man bezeichnet sie als 
den jerusalemitischen Talmud. Die Tosafoth gehren also nicht zu den 
eben erwhnten heiligen Schriften, doch misst man ihnen in der 
jdisch-orthodoxen Tradition beinahe den gleichen Stellenwert bei. 

Avidan schreibt: "Es erweist sich, dass israelische Truppen, die den 
Feind angreifen, laut den Geboten der Tosafoth und den halachischen 
Gesetzen auch Zivilisten umbringen mssen, die sich unterwerfen oder, 
in anderen Worten, sich anstndig verhalten. Es steht geschrieben: Du 
sollst die besten unter den Heiden tten. Dazu besteht eine Variante: 
Du sollst die besten unter den gyptern tten.

Adv. F: Aus welcher Schrift zitiert Avidan da? Erwhnt er dies?

Bergman: Nein; die Passage, wo es heisst, man msse die besten unter 
den Heiden tten, steht wohl in der hebrischen Bibel. Woher die 
anschliessend genannte Variante kommt, ist mir nicht ganz klar. Klipp 
und klar wird also gesagt, man drfe auch die besten unter den Heiden 
nicht schonen, jene, die sich an die Gesetze halten, gefgig und 
eigentlich ber jeden Verdacht erhaben sind. Die "besten" knnten ja 
zu den "schlechtesten" werden und sich als Verrter entpuppen. Das ist 
also eine typische Stelle. 






                                                    101
Avidan schreibt weiter: "Es ist bereits gesagt worden, dass man die 
besten unter den Heiden tten soll, und dass keiner darauf vertrauen 
darf, ein Heide werde unseren Truppen keinen Schaden zufgen, denn 
der Verdacht bleibt stets bestehen, dass er in einer gewissen Phase der 
Kmpfe dies sehr wohl tun kann, entweder indem er dem Feinde 
Unterschlupf gewhrt oder indem er ihn mit Nachrichten versorgt..." 

Dieser Gedankengang ist natrlich ganz unvereinbar mit der Genfer 
Konvention, welche das Tten von Zivilisten untersagt. Diese knnen ja 
stets verdchtigt werden, ihren eigenen Landsleuten freundlicher 
gesinnt zu sein als den Truppen des Eroberers. 

Es folgt die Auslegung einer Stelle aus dem zweiten Mosebuch, wo es 
vielleicht sogar um Proselyten geht, um gypter, die whrend der 200 
bis 300 Jahre, in denen das Volk Israel nach der Ankunft Josefs und 
vor dem Auszug Mose im gypterlande weilte, sich dem Judentum 
zuwandten. Ihre Wagen wurden nicht zerstrt. Spter wurde berichtet, 
gerade ihre Wagen habe man zur Verfolgung der Juden auf dem Weg 
zum Roten Meer benutzt. 

Somit wird also die Verletzung des Vlkerrechts mit einem Abschnitt 
aus dem zweiten Mosesbuch gerechtfertigt.

Rabbi Avidan fasst zusammen: "Unsere Quellen erweisen klar, dass 
man sich nie auf einen Heiden verlassen kann, so fortschrittlich und 
zivilisiert er auch sein mag. Zudem muss man sich stets in acht nehmen, 
dass ein usserlich gesehen guter Heide dem Feinde keinen Beistand 
leistet. Darum kommt man unweigerlich zur Folgerung, dass jeder, der 
dem Feind beisteht, selbst als Feind zu behandeln ist. Ihr Beistand fr 
den Feind verwandelt sie in ein feindliches Ziel und definiert sie als 
Feind, der gettet werden darf." Etwas weiter ergnzt Avidan: 
"Zivilisten, auf die unsere Streitkrfte im Krieg stossen, knnen gettet 
werden, ja sie mssen sogar gettet werden, wenn nicht sichergestellt 
werden kann, dass sie ausserstande sind, gegen uns zurckzuschlagen." 



                                                    102
Es wird hier also eine kleine Einschrnkung gemacht. Doch bleibt diese 
in der abschliessenden Zusammenfassung unbercksichtigt, wo es 
heisst: "Man hat das Recht, ja die Pflicht, Zivilisten zu tten."

Adv. F: Ihrer Meinung nach sttzt sich Avidan also teils auf den 
zitierten Abschnitt aus dem zweiten Buch Mose, teils auf einen Text 
aus den Tosafoth?

Bergman: Jawohl. Der Satz, wonach man die besten unter den Heiden 
tten soll, ist natrlich mit den Herem-Texten verwandt. Die radikale 
Formulierung beweist, dass es um die Ausrottung der Heiden geht. 
Bleiben wir bei unserer Broschre. Es ist schon ein starkes Stck, dass 
diese vom Zentralkommando der Armee gutgeheissen und an die 
verschiedenen Einheiten verteilt worden ist. Es lsst sich leicht der 
Schluss ziehen, dass es der jungen Generation allzu leicht gemacht 
wird, sich diese normative, usserliche und sehr simple Deutung zu 
eigen zu machen. Wir haben es hier mit der ersten der von mir 
genannten vier Deutungsmethoden zu tun.

Adv. F: In welcher Form ussert sich dies?

Bergman: Nehmen wir einmal den Rabbiner Shimon Weitzer. Er ist 
der Vorsteher einer Jeshiva-Schule namens Mudrashiat Noham. In 
einer jdischen Zeitung (dem Jahresbuch besagter Schule, Band 11, 
1974, S. 29) wird ein Briefwechsel wiedergegeben. Er ist ein 
alltgliches Beispiel dafr, wie das Judentum konkret funktioniert. 
Natrlich ist es eine auf schriftlicher Tradition basierende Religion, 
doch entscheidend ist, wie die Schriften von Rabbinern und 
Schulvorstehern heute gedeutet werden. Rabbi Shimon Weitzer hatte 
einen Brief von einem ehemaligen Studenten erhalten, der gerade 
seinen dreieinhalbjhrigen Wehrdienst ableistete. 

Der Schler berichtete ihm, in seiner Einheit sei eine hitzige Diskussion 
ber die Frage der "Reinheit der Waffen" entstanden. Es ging also um 
die vorher genannte Broschre. Mit dieser hatte der Schler seine 
Schwierigkeiten. Er schrieb: "Vielleicht leben die Araber unter Amaleks 
Gesetz." 


                                                    103
Wir haben also das Schlsselwort "Amalek" - trifft dieses auf die 
Araber zu oder nicht? Der Schler - oder Student - hegt also Zweifel: 
Darf und soll man die Araber tten, sie ausrotten, die Erinnerung an sie 
tilgen? Gilt fr sie die Genfer Konvention oder die Halacha? Rabbi 
Weitzer weiss Rat: "Es ist von den Nationen der Welt akzeptiert 
worden, dass der Krieg seine Spielregeln hat, ungefhr so wie Fussball 
und Basketball ihre Spielregeln haben, doch wir Juden sehen den Krieg 
nicht als Spiel - da sei uns Gott vor! -, sondern als Notwendigkeit, die 
uns um unseres Lebens willen auferlegt ist, und diese Tatsache 
bestimmt unser Auftreten." 

Die Genfer Konvention und die Gesetze der Heiden werden also mit 
einem Fussballmatch verglichen! Darauf variiert Weitzer das vorhin 
genannte Zitat ein wenig und schreibt: "Die besten unter den gyptern 
sollen gettet werden, die besten unter den Schlangen sollen zerstampft 
werden." Dies ist ein deutliches Beispiel fr dmonisierende Sprache. 
gypter und Schlangen sind keine menschlichen Feinde! 

Rabbi Weitzer kommt weiter auf Sanhedrin 72, Vers l (Mishna, 
Talmud) zu sprechen, wo es heisst, wenn es ums Tten gehe, so solle 
man so vorgehen, dass man den tte, der einen selbst tten wolle. Es sei 
ja, rumt er ein, reichlich schwierig, genau zu wissen, wer einen tten 
wolle, und dann folgt eine lngere Erklrung darber, dass ja alle 
Araber die Juden tten wollten. Der Student muss sich also sagen: "Ja, 
ich begreife, dass ich sie umbringen muss, selbst wenn ich dadurch in 
Konflikt mit dem Militrgesetz komme." In der Einleitung zur 
Broschre ist ja auf gewisse Gesetze und die Genfer Konvention 
hingewiesen worden, doch in der halachischen Auslegung kommt man 
also zum Ergebnis, der "Amalek-Paragraph" trete in Kraft.

Adv. F: Rekapitulieren wir! Sie berichteten von einem Jahresbuch, 
das von einer Yeshiva, einer religisen Schule, herausgegeben wird, 
wo der Briefwechsel eines Rabbi Shimon Weitzer mit einem frheren 
Studenten abgedruckt ist, welcher seinen Militrdienst leistet. 




                                                    104
Der Student will von seinem Lehrer wissen, ob die Araber 
mglicherweise unter dem Gesetz Amaleks leben, und Weitzer 
antwortet u.a. mit Bibelzitaten wie "die besten unter den gyptern 
sollen gettet werden, die besten unter den Schlangen sollen 
zerstampft werden". Haben Sie hier noch etwas hinzuzufgen?

Bergman: Ich kann auf einen Artikel von Menachem Hacohen 
hinweisen, der am 16. Juni 1989 in der Jerusalem Post erschien. Der 
Artikel heisst "Wild West Bank Rabbis" und sein Verfasser war frher 
Knessetabgeordneter. Er geisselt eine ganze neue Generation von 
Rabbinern, die das Buch der Psalter 149, Verse 6-8, halachisch 
auslegen: Ihr Mund soll Gott erheben, sie sollen scharfe Schwerter in 
ihren Hnden halten, dass sie Vergeltung ben unter den Heiden, 
Strafe unter den Vlkern, ihre Knige zu binden mit Ketten und ihre 
Edlen mit eisernen Fesseln, dass sie an ihnen vollziehen das Gericht, 
wie geschrieben ist. Die junge Rabbinergeneration lege dies so aus, 
dass jdisches Blut mehr wert sei als arabisches ...

Adv. F: Hacohen meint also, hier habe man es mit einer Tendenz zu 
tun?

Bergman: So ist es. Besonders nach 1973 trat diese Tendenz krass 
zutage. Die Gush-Emunim-Bewegung entstand wohl bereits nach dem 
Junikrieg des Jahres 1967, aber formell hat sie sich erst 1974 
konstituiert, also im gleichen Jahr, in dem die erwhnte Broschre 
verfasst wurde. Der Gush Emunim ist recht einflussreich. Er ist aber 
schwer fassbar, weil er ohne jede Fhrung arbeitet. Zwar gibt es eine 
Gruppe von fnf bis sechs fhrenden Ideologen, fast alle Rabbiner, 
unter denen Rabbi Lewinger der wichtigste ist. Diese Bewegung 
geniesst besonders unter den Siedlern hohes Ansehen, da sie ja selbst 
fr eine forcierte Siedlungspolitik eintritt, hat aber auch unter den 
Militrs sehr viele Anhnger. 

Die Lage im heutigen Israel ist nicht zuletzt darum so brisant, weil man 
es unter den herrschenden Verhltnissen nicht wagt, gegen religise 
Extremisten vorzugehen, die sich politisch engagieren. Keiner will diese 
religisen Gruppen vor den Kopf stossen. 


                                                     105
Fr das Auditorium ist es vielleicht ntzlich, daran zu erinnern, dass bei 
der Ausrufung des jdischen Staates Israel am 14. und 15. Mai 1948 in 
der Grndungserklrung kein Bibelzitat vorkam, wohl aber eine sowohl 
fr religise wie fr nichtreligise Juden annehmbare Formulierung. Es 
wurde vom "Felsen Israels" gesprochen, und jeder bibelfeste Jude weiss 
sogleich, dass dieser Fels laut dem Buch der Psalter Gott ist. Doch steht 
der Ausdruck nicht in Anfhrungszeichen. 

Fr nichtreligise Juden drngt sich die Assoziation mit "Massada, das 
nicht wieder fallen soll" auf. Der "Felsen" ist dann das befestige Israel, 
welches je nach Quelle die viert- oder fnftgrsste Militrmacht der 
Erde ist. Der Gegensatz zwischen religis und weltlich denkenden 
Juden hat also von der Grndung des israelischen Staates an eine 
bedeutsame Rolle gespielt. Kann man Jude und Demokrat zugleich 
sein?

Diese Problematik zeigt sich auch darin, dass Israel keine Verfassung 
hat. Dies geht u.a. darauf zurck, dass manche extremreligisen 
Gruppen sich nie mit den fr ihren Geschmack zu vagen Formulier-
ungen ber die Grenzen Israels oder die Frage, wer Jude sei, abge-
funden haben. Als kleine Kostprobe fr die ganz eigenartigen 
Verhltnisse in Israel diene die Tatsache, dass es dort fr Nichtjuden in 
der Praxis keine Religionsfreiheit gibt.

Angesichts dieser Umstnde hat die orthodoxe Judenschaft eine 
dominierende Stellung erlangt, wenn es um die Auslegung der Halacha 
geht. Dies bedingt, dass grosse Gruppen, vielleicht die Mehrzahl der 
amerikanischen Juden, nicht als vollwertige Juden anerkannt werden, 
wie es die orthodoxen Juden Israels sind. 

Ich habe auf Ereignisse hingeweisen, die sich 1948 abspielten, und 
fhre nun ein Beispiel aus dem Jahre 1989 an. Damals deutete das 
Wahlergebnis stark auf eine Koalition zwischen dem Likud und 
ultraorthodoxen Juden hin. Die USA bten Druck auf, um die Bildung 
einer solchen Regierung zu verhindern. Eine solche htte die 
Bedingungen dafr, dass jemand als Jude anerkannt wurde, vielleicht 
verschrft, was dazu gefhrt htte, dass ein reformierter, liberaler oder 
konservativer Jude einem orthodoxen nicht gleichgestellt gewesen wre. 
                                                    106
Sowohl 1948 als auch heute, im Jahre 1989, bemerken wir also sehr 
komplexe und gespannte Situationen, wo eine stark orthodoxe 
Religiositt in der Gesellschaft einen verblffend grossen Einfluss 
ausbt.    

Adv. F: Knnen Sie noch ein Beispiel fr eine auf die heutige Lage 
bezogene Bibelauslegung in Israel anfhren?

Bergman: Ja. Ich gebe Ihnen ein ganz zentrales Beispiel, das sich die 
Juden stets mit einer Mischung aus Freude und Entsetzen vor Augen 
gehalten haben. Es geht um die Episode in Abrahams Leben, wo sein 
absoluter Gehorsam gegenber Gott auf die Probe gestellt werden soll. 
Abraham soll seinen Sohn Isaak opfern ... Hier im ersten Mosesbuch 
steht es ganz eindeutig: Der Schlssel zu dieser Tradition liegt in dem 
Begriff "Akeda".

Adv. F: Was heisst "Akeda"?

Bergman: Der Ausdruck leitet sich von der Textstelle "und er band" 
her. Abraham band nmlich seinen Esel fest, ehe er den Berg bestieg, 
um das Opfer zu vollbringen. Man wird einwenden, das Festbinden des 
Esels sei nun wirklich nicht das Wichtigste an dieser Stelle. Doch damit 
wird angedeutet, dass in diesem Augenblick der Weg nach oben 
begann, der in die Frage mndete: "Hier ist das Holz, wo ist das 
Opfertier?" "Akeda" symbolisiert das Vorurteil, dass Abraham blind 
gehorche, ohne zu denken. 

In welchem Zusammenhang wird es nun gebraucht? Wie in frher 
erwhnten Fllen gibt es zahlreiche Mglichkeiten, diesen Ausdruck 
praktisch anzuwenden und darzulegen, dass es sich um ein Vorurteil 
handelt. brigens hat der von mir bereits genannte Schonefeld, der die 
Rolle der Bibel im israelischen Unterricht beleuchtet hat, dieses 
"Akeda" als allererstes Beispiel angefhrt. Er hat die verschiedenen 
Bcher durchgeackert und kam zum Ergebnis, in rund der Hlfte der 
Flle werde so unterrichtet und erzogen, dass der Schler den Eindruck 
erhalten msse: Tu es wie Abraham, gehorche blind! Sei sogar bereit, 
deinen eigenen Sohn zu schlachten! 


                                                    107
Dann ist man um so leichter bereit, Amalek zu schlachten, also Israels 
Feinde, und die gypter, oder "die besten unter den gyptern", oder 
"die besten unter den Heiden". In der Hlfte der untersuchten Beispiele 
finden sich verschiedene Stufen von Auslegungen. Ich nehme eine 
Auslegung, die noch ausgeprgter ist und sich auch einem Heft ber 
den religisen Zionismus figuriert, welches von Os wer Shalom 
herausgegeben wurde. Dort greift ein Ariel Shimon dieses Beispiel auf 
und betont, wie gefhrlich es natrlich sei. Beim existentiellsten aller 
nordischen Schriftsteller, Sren Kirkegaard, findet die Opferszene ihren 
Niederschlag. Bei ihm finden sich drei oder vier Szenen, wo er 
beschreibt, wie Abraham nachdenkt, und interessanterweise verweist 
eines der untersuchten israelischen Schulbcher auf Kirkegaard ...

Ich knnte eine lange Reihe von Beispielen sowohl aus dem Unter-
richtswesen als auch aus der Gesellschaft anfhren, wo der Begriff 
Akeda zur Unterdrckung jedes Arguments verwendet worden ist - tu 
es wie Abraham, mit der Waffe in der Hand! Das Hssliche liegt, wie 
ich betonen mchte, darin, dass diese direkte, unreflektierte Auslegung, 
also die buchstbliche Befolgung des Bibelwortes, heute in den Kibbutz 
sehr gngig ist, wo man allgemein Waffen trgt, desgleichen in der 
Armee, wo man erst recht bewaffnet ist und allen mglichen Spielraum 
zum Handeln hat. 

Diese garstige Kombination - eine wortwrtliche Auslegung des 
genannten Begriffs und Waffen - ist in der israelischen Gesellschaft 
gang und gbe. Os wer Shalom und andere sind sich dessen voll und 
ganz bewusst. Doch gibt es nichts daran zu rtteln, dass Os wer 
Shalom, der diese Auslegungsart ablehnt, eine einsame Stimme in der 
Wste ist. Der Gush Emunim dagegen ist unvergleichlich einfluss-
reicher und effektiver, und sein Einfluss ist meiner Meinung nach nicht 
gerade segensreich.

Adv. F: Knnen Sie nheres ber diese Organisation sagen? Ist sie eine 
politische Partei oder eine religise Gemeinschaft oder...





                                                    108
Bergman: Der Gush Emunim ist bewusst wie eine politische Partei 
aufgezogen worden. Er geht aber keine Koalitionen ein - hoffentlich 
wissen alle Anwesenden, dass in Israel nie in den ber 40 Jahren seines 
Bestehens die Alleinregierung einer Partei mglich gewesen ist, so dass 
stets Koalitionen erforderlich waren, und zwar oft sehr komplizierte 
und brchige. Dies ist ein Bestandteil der israelischen Wirklichkeit. Der 
ultranationalistische Rabbi Meir Kahane hat seine Kach-Bewegung als 
politische Partei aufgebaut, die sich entsprechend klar bekmpfen liess. 
Der Gush Emunim geht da viel, viel listiger vor. Diese Leute 
organisieren sich in Zellen und Gruppen und indirekt in anderen 
Parteien. 

Rabbiner Zwi Yehuda Kook mit seiner Yeshiva Merkasarah-Schule 
gehrt zu den Ideologen der Bewegung. Er ist Mitglied der National-
religisen Partei, der am solidesten etablierten unter den religisen 
Parteien. Dies zeigt, dass der Gush Emunim freien Zugang zu dieser 
Partei hat. Viel mehr arbeitet er freilich ausserparlamentarisch, in den 
Siedlungen, und in Gruppen, welche schwer erhltliche Schriften 
verbreiten. Sie werden nur selten bersetzt. Vielleicht bersetzt einmal 
Os wer Shalom etwas davon und macht sich so verdient, doch die 
Schriften sind nur fr den internen Gebrauch bestimmt. Man kann die 
Art und Weise, wie der Gush Emunim arbeitet, also mit einem 
Zellsystem vergleichen.

Adv. F: Was heisst "Gush Emunim"?

Bergman: Block der Getreuen. Schon der Name sagt also, dass es sich 
um Glubige handelt. Wir haben es folglich eindeutig mit einer religis-
en Gruppe zu tun. Sie denkt interessanterweise in geschichtlichen 
Phasen, und auf diesem Denken fusst ihre Politik. Fr den Gush 
Emunim befinden wir uns heute in der messianischen Phase, in einer 
Art Endzeit, die ihre Schatten vorauswirft. Dies heisst konkret, dass 
manche Regeln ausser Kraft gesetzt und durch andere, messianische 
Regeln ersetzt werden knnen. Solch ein messianisches Schema liegt 
dem Denken und Handeln der Bewegung zugrunde. Aufschlussreicher-
weise knnen der Gush Emunim und nichtreligise Juden in der 
gegenwrtigen Phase aber sehr gut zusammenarbeiten. 


                                                    109
Die Bewegung verfgt also auf eine grosse Ausstrahlungskraft nach 
aussen und nicht nur nach innen; beispielsweise wirkt er auf religise 
Schulen ein. Fr sie ist es ein Ding der Selbstverstndlichkeit, dass sie 
motiviert und einsatzbereit sind und dass sie alles vom Standpunkt der 
Halacha aus deuten. Zugleich fgen sie sich aber in ein recht 
breitgestricktes Muster ein. Natrlich kann ich diese usserst schwer zu 
fassende Bewegung hier nur grob skizzieren. Doch sind sich smtliche 
Spezialisten darber einig, dass der Block eine der wichtigsten Krfte 
im heutigen Israel darstellt. 

Darum ist es von folgenschwerer Bedeutung, wenn er Bestimmungen 
ber den "religisen Grunderwerb" zugunsten des Judenstaates Israel 
durchsetzt. Rabbi Zwi Yehuda Koch machte vor den Wahlen des 
Jahres 1974 einen ffentlichen Ausspruch. Es war der Zeitpunkt, wo 
sich der Block offiziell konstituierte. Er zitierte Josua 4:24: Damit alle 
Vlker auf Erden erkennen... Dies reicht schon. 

Der Zusammenhang geht aus Josua 4 hervor: Dieses Land gehrt 
vollstndig und absolut uns, den Juden. Es darf nicht einmal teilweise 
an andere abgetreten werden. Es ist ein Erbe, dass unsere Altvorderen 
uns hinterlassen haben ...Und nun kommt das Schlsselwort "an 
unseren Stammvater Abraham" mit Hinweis auf das erste Buch Mose 
13:15: Denn all das Land, das du siehst, will ich dir und deinen 
Nachkommen geben fr alle Zeit. 

Es folgen andere Zitate, in denen Gott sein Versprechen bekrftigt. 
Demnach ist die Landnahme in Palstina religis gerechtfertigt. Da ist 
die Folgerung nur logisch: "Unter diesen Umstnden ist es ein fr alle 
Male klar und unumstsslich, dass es kein arabisches Territorium und 
keinen arabischen Boden hier gibt, sondern ausschliesslich Israels 
Land." 

Man beachte die normative Deutung, die sich auf in der Genesis, dem 
2. Buch Moses, geschilderte, vor 4000 Jahren geschehene Ereignisse 
bezieht. Dieses Argumentationsmuster ist sehr einfach gestrickt. Es ist 
weder raffinierter noch weniger raffiniert als dasjenige Ahmed Ramis in 
seinem Buch. "Das ewige Erbe." Was htte brigens "arabisches 
Territorium" in der Sprache der Genesis wohl geheissen? 

                                                    110
Man jongliert hier mit Worten. Es geht nur darum, ein System von 
Regeln aufzubauen und diese dann auf die gegenwrtige Lage 
anzupassen. "Das ewige Erbe unserer Ahnen, das andere in ihren Besitz 
genommen haben und auf dem sie ohne unsere Erlaubnis und in 
unserer Abwesenheit gebaut haben." 

Man stelle sich vor, welche Frechheit! Man hat ohne Israels Erlaubnis 
dort gewohnt und gebaut! Ohne die Erlaubnis eines Staates, der erst 
1948 ins Leben gerufen wurde. Es war ja ein wenig schwierig, in der 
Zwischenzeit diese Erlaubnis zu erhalten... Was antwortet man darauf? 
"Aber unser Bewusstsein war doch stets mit diesem Land verknpft 
und aufs heftigste dagegen protestiert, dass es grausam und willkrlich 
von anderen besetzt wurde." 

Wer waren denn die anderen, die Palstina grausam und willkrlich 
besetzt haben? Die Kreuzritter? Sprach Rabbi Kook vielleicht von 
denen? Ich glaube es kaum. Er sagt wohlweislich nicht, die Juden 
htten immer dort gewohnt. Hinter seinem Schweigen verbirgt sich die 
Frage nach der Kontinuitt der jdischen Besiedlung des Landes. Von 
einer wie grossen Bevlkerung muss man denn ausgehen, um 
vernnftigerweise von einer Kontinuitt in der Bewohnung oder 
Besiedlung sprechen zu knnen? 

Ich kann da nur auf einen Kollegen von mir verweisen, einen nun 
emeritierten Professor von der Hebrew University. Er heisst Safrai und 
ist auf die Periode des Zweiten Tempels spezialisiert, also auf die 
Jahrhunderte um die Zeitenwende. Ich war einmal bei ihm daheim und 
feierte Haluka. Das Gesprch kam auf die "Samariter" (Palstinenser). 
Er hatte mit ihnen ungnstige Erfahrungen gesammelt. Er hielt sie fr 
schlechte und dumme Menschen. Einige von ihnen waren seine Schler 
gewesen. Er war kein Freund der Samariter. Doch er sagte mit Trnen 
in den Augen: Sie haben etwas, das uns gebricht, denn sie knnen auf 
einen fortdauernden Aufenthalt in diesem Land zurckblicken. 





                                                    111
Safrai ist Zionist und Historiker. Denken wir an den berhmten 
jdischen Geschichtsforscher Maimonides, der auch der zweite Moses 
genannt wird. Er liess sich zuerst in Nordafrika nieder, fuhr aber dann 
weiter und gelangte nach Jerusalem. Dort blieb er aber nicht, sondern 
kehrte wieder um. Spter wurde er Leibarzt des islamischen Herrschers 
in Kairo. Was wir vom Jerusalem seiner Zeit erfahren, deutet 
keineswegs auf ein besonders reges jdisches Leben hin.

Adv. F: Wann war das?

Bergman: Um l100. Es besteht kein Zweifel daran, dass die 
Palstinenser weitaus lnger ununterbrochen im Lande leben als die 
Juden. Man beachte, dass die Juden sagen: "Ihr habt hier ohne unsere 
Erlaubnis und in unserer Abwesenheit gewohnt und gebaut. Wir haben 
aber niemals auf das Erbe unserer Vter verzichtet und nie das Band 
damit zerrissen. Unser Bewusstsein war stets mit mit diesem Lande 
verknpft, und wir haben stets dagegen protestiert, dass es grausam und 
willkrlich von anderen besetzt wurde." Aber diejenigen, die da 
"protestierten" und deren Bewusstsein "stets mit diesem Lande 
verknpft" war, lebten nicht in Palstina!...

Weiter heisst es: "Dementsprechend haben wir (also die Juden) den 
Befehl erhalten, das Land zu befreien. Wir werden es niemals aufgeben 
oder unsere Bande damit zerreissen. Auch in der mndlichen ber-
lieferung der Araber und in ihrem Koran steht, dass wir gegen das Ende 
unserer Tage ins Land unserer Ahnen zurckkehren werden ... Wir 
haben den Arabern die Oberhoheit ber dieses Land keineswegs 
entrissen, denn sie besassen keine. Vielmehr haben wir unser Land 
wiederaufgebaut, nachdem die Herrschaft einer fremden Macht geendet 
hatte, die es zeitweilig mit dem Einverstndnis und im Auftrag des 
Vlkerbundes regiert hatte." 

Hier wird also behauptet, die Vlker htten mittels des Vlkerbundes 
das Land innerhalb der biblischen Grenzen dem Judenstaat Israel 
gegeben. Dies ist natrlich Geschichtsklitterung. 



                                                    112
"Dank ihrer kultur-ellen Aufgeklrtheit anerkannten sie ffentlich die 
Rechtmssigkeit unserer Oberhoheit ber das Land. Die Araber, die im 
Land geboren sind, anerkennen die unbestreitbare Tatsache gleichfalls, 
dass wir ihnen niemals irgendwelche Regierungsgewalt weggenommen 
haben; dies wird ja auch in einem Dokument eingerumt, das sich in 
meinem Besitz befindet." 

Wer der Autor dieses Dokuments sein soll, verrt der Gush-Emunim-
Mann allerdings nicht. "Es ist allgemein bekannt, dass dass wir die 
Araber nicht von ihren Wohnsttten im Lande unserer Vter verjagt 
haben, dem Land unserer Prophezeiungen und Propheten, unseres 
Knigreichs und unserer Knige, dem Sitz unseres heiligen Tempels 
und dem Brennpunkt unseres Einflusses auf die gesamte Menschheit. 
Nein, aus eigenem Willen, aufgrund bertriebener Furcht oder 
selbstverursachter Verwirrung oder einem politischen Plan folgend, um 
ein verzerrtes Bild zu verbreiten, indem sie "Flchtlingslager" schufen, 
um die Sympathien der Welt nah und fern zu erschleichen, flohen sie 
aus ihren Siedlungen und bergaben sie." 

Dies ist eine der umstrittensten Fragen, denn ganz unbestreitbar gibt es 
Tonbandaufnahmen, die beweisen, dass man die Araber von ihren 
Wohnsitzen vertrieb. Sie gingen durchaus nicht freiwillig. Interessant ist 
hier ein Motiv, das Krister Stendahl mehrfach gestreift hat, im 
Zusammenhang mit dem, was Ahmed Rami ber diese "Verwirrung" 
schrieb. Es liegt doch etwas Mystisches darin, dass "es geht, wie wir 
wollen, es ist Gottes Wille, und Gott hat irgendwie eingegriffen und 
Verwirrung bei den Menschen gestiftet." "Wir andererseits bauen 
weiterhin auf die schreckeinflssenden Wunder des Herrn." 

Nicht nur whrend des sogenannten "Befreiungskampfes" von 1947 
oder 1948, sondern auch anschliessend ging es ohne die "schreck-
einflssenden Wunder des Herrn" nicht ab. In welcher Form sich der 
Schrecken des Herrn auf der Westbank und im Gazastreifen bei den 
Palstinensern offenbart, lsst sich unschwer erraten. 





                                                    113
"Er, der von seinem Tempel aus seinem Volke Kraft und Mut verleiht, 
gesegnet sei der Herr bei der heiligen Arbeit, unsere Nation und unser 
Heimatland aufzubauen, unsere Torah und unsere moralische Kultur in 
einem Reich der Gerechtigkeit, um die ewigen Werte wieder zur 
Geltung zu bringen, die in unserer nationalen Identitt verkrpert sind 
und fr die Wiederaufrichtung von Gottes Gegenwart und Israels in 
Zion." 

Der Text schliesst mit Zitaten aus dem Buch der Psalter. Zunchst 
Psalm 46:12: Der Herr Zebaoth ist mit uns, der Gott Jakobs ist unser 
Schutz. Es folgt Psalm 80, Verse 19 und 20: So wollen wir nicht von 
dir weichen. Lass uns leben, so wollen wir deinen Namen anrufen. 
Herr, Gott Zebaoth, trste uns wieder, lass leuchten dein Angesicht.

Unterzeichnet ist das Ganze wie erwhnt von Rabbi Zwi Yehuda 
Ha'cohen Kook, dem Sohn des verschiedenen Rabbis Abraham Yitzhak 
Ha'cohen Kook, des ersten Oberrabbiners im heiligen Lande zu 
Jerusalem. Publiziert wurde es am 13. 12. 1973 in der israelischen 
Zeitung Ha'aretz und am 5. 1. 1974 in der Jerusalem Post.

Adv. F: Sie halten also die von jenem Rabbi vertretene Bewegung, den 
Gush Emunim, fr eine der einflussreichsten Krfte im modernen 
Israel? Stimmt das?

Bergman: Jawohl. Und ich glaube, dass diese Meinung durch die 
Arbeit Os wer Shaloms gedeckt wird, die sich in erster Linie gegen den 
Gush Emunim richtet ... In der frheren Koalitionsregierung vor den 
letzten Wahlen war Druckmann Erziehungsminister. Er gehrt dem 
Gush Emunim an. Letzterer ist keine Partei, wie ich schon gesagt habe. 
Druckmann gehrt zu den sechs oder sieben Ideologen der Bewegung 
in Israel. Er sass aber als Reprsentant der nationalreligisen Partei im 
Parlament.

Adv. F: Sie haben nun diverse Beispiele fr Tendenzen im Staate 
Israel angefhrt, Bibelzitate ergreifend einfach zu interpretieren. 
Damit wollten Sie die heutige Lage beleuchten. Handelt es sich da um 
Randerscheinungen in der modernen israelischen Gesellschaft? 
Huldigen nur extremistische Wirrkpfe diesem Spiel?

                                                    114
Bergman: Die Gush-Emunim-Bewegung ist alles andere als eine 
Randerscheinung, sondern eben eine der einflussreichsten Krfte des 
Landes. Sie wirken ja auch auf der weltlichen Ebene. Wie bereits von 
mir hervorgehoben, hat man es hier mit einer Verbindung verschieden-
er Krfte zu tun. Einerseits liegt eine bestimmte, religis geprgte Sicht 
der nahen Zukunft vor: Man erwartet das messianische Zeitalter. 

Dies heisst nicht unbedingt, dass man auf einen fleischgewordenen 
Messias wartet, sondern vielleicht einfach, dass man einer messian-
ischen, von Transzendenz erfllten Zeit entgegengeht. Dies ist mehr, als 
man mit irdischen Mitteln bewirken kann, und man muss auch 
feststellen, dass solche messianischen Zeitplne und Erwartungs-
haltungen oft in eine kriegerische Zeit fallen. Eine sehr kriegerische 
Zeit, eine Zeit der Waffen und des Kampfs. Gog und Magog usw. 
spielen eine wichtige Rolle, also Vorstellungen aus der Apokalypse. 

Als apokalyptisch kann man die Anschauung bezeichnen, dass die letzte 
Zeit naht und dass sie von besonders intensiver Ttigkeit auf allen 
Gebieten gekennzeichnet ist. Alle Proportionen wachsen. Das Weisse 
wird weisser, das Schwarze schwrzer. Die Dualitten, die Spannung, 
der Widerstand und damit die Dmonisierung nehmen unter dieser 
Perspektive zu. Das Modell des Gush Emunim ist nur einen oder zwei 
Schritte vom wahrhaft Militanten entfernt. Diese eins oder zwei Schritte 
kann er jederzeit zurcklegen. 

Dann vollendet sich das Kommende. Dafr gibt es eine Reihe von 
Ausdrcken, und der Gush Emunim kennt teils leicht divergierende 
Muster, die mit der Gestalt des Messias Ben Yosef und derjenigen des 
Messias Ben Davido zusammenhngen. Was ich festhalten mchte, ist 
folgendes: Indem man sein Leben nach Schemata einrichtet, verschafft 
man sich eine Sonderstellung in der Geschichte und kann diese auf 
ganz bestimmte Weise beeinflussen. Man prgt die Endzeit mit. All 
diese Voraussetzungen lassen die Amalek- und Heremzitate in noch 
grellerem Lichte erscheinen.




                                                    115
Adv. F: Werfen wir nun einen Blick auf die Bibelzitate, die in Ramis 
Programmen und seinem Buch vorkommen. Ich nehme an, dass Sie 
diese Stellen besonders studiert haben. Nun meine Frage: Sind diese 
Zitate fr den Zusammenhang, in welchem sie stehen, reprsentativ, 
oder sind sie aus dem Zusammenhang gerissen, so dass ihre Aussage 
verzerrt ist?

Bergman: Ich wrde sagen, es liegt hier ein reprsentatives Beispiel fr 
den Umgang mit Bibelzitaten vor. Ahmed Ramis Auswahl 
unterscheidet sich gar nicht so sehr von Schlsselstellen, die beispiels-
weise von dem Gush Emunim mit Vorliebe zitiert werden. Ich glaube 
nicht, dass er sie verzerrend aus dem Zusammenhang gerissen hat. Man 
kann natrlich einwenden, dass er keine wirkliche Exegese vornimmt. 
Aber das tun auch die militanten Rabbiner in diesem Zusammenhang 
nicht.

Aus diesem Grund habe ich ein so langes Stck aus dem Text des 
Rabbi Zwi Kook vorgelesen. Er reiht Stellen aneinander... Er 
unternimmt keine Exegese. Ich glaube auch nicht, dass man das 
verlangen kann. In einer Streitschrift oder gepfefferten Polemik ist man 
nicht dazu verpflichtet. Die Wirkung der Worte ist ungefhr die gleiche 
wie bei jenen Gruppen in Israel, von denen ich bereits gesprochen 
habe. 

Wir sollten uns auch daran erinnern, dass es heute eine Bewegung gibt, 
die sich Tushova nennt, die Erweckungsbewegung. Grosse Gruppen 
von unreligisen Juden in Israel bekehren sich und werden unbedingt 
bibeltreu. Sie gehen bei oft noch sehr jungen Rabbinern in die Lehre, 
und sie haben von ihrer Ausbildung und ihrem frheren Lebensstil her 
einer solchen einseitigen Auslegung nichts entgegenzusetzen. Darber 
gibt es viele Studien. 

Janet Aviad hat beispielsweise an der Hebrischen Universitt 
Jerusalem eine gute Studie ber die Tushova verfasst. Der Ausdruck 
kommt vom Verbum "shov", "umkehren". Im vorliegenden Falle 
kehren die Abtrnnigen ins Mutterhaus zurck, zu ihrem authentischen 
jdischen Hintergrund, zu ihren Wurzeln. 


                                                    116
Es besteht nicht der leiseste Zweifel daran, dass die mit all dem 
Gesagten zusammenhngenden Probleme mit dem zusammenhngen, 
was sie heute auf der Westbank tut und was unter den Palstinensern so 
viele Opfer fordert.

Was tust du, wenn du schwach bist, und was tust du, wenn du stark 
bist? Diese beiden Fragen knnen auch auf das Judentum bezogen 
werden. Es gab Zeitabschnitte, wo die Juden sehr schwach waren. 
Damals bestand ihre einzige Mglichkeit, sich zu rchen, darin, dass sie 
sich eine fiktive Welt ausdachten, in der ihre Unterdrcker dmonisiert 
wurden und man das ganze Register der Mythen spielen liess, weil man 
keine Macht und keine Waffen hatte. Dies spiegelt sich an vielen 
Stellen des Talmud wieder, die man natrlich mit den Umstnden 
erklren kann, unter denen die Juden whrend verschiedener Perioden 
lebten. Da galt es hervorzuheben, was es hiess, Gottes eigenes Volk zu 
sein. Wenn man klein ist, so gefhrden solche Ideen niemanden.

Wir alle kennen die Geschichte von David und Goliath. David konnte 
nur berleben, indem er den Bund einhielt, dem Glauben gegenber 
loyal blieb und alle Mitzwot, Gebote und Verbote, streng beachtete. 
Und allmhlich wollte David mehr als nur berleben.

Doch was tut man, wenn man stark wird? Was tut ein starkes 
auserwhltes Volk? Da ist die Lage fr die anderen schon heikler. Wie 
verhlt man sich in einer Lage, wo man, anders als frher im Prager 
Ghetto, Waffen hat? Damals, im Ghetto, war man waffenlos. Heute ist 
man schwerbewaffnet. Was tut man mit der Religion, wenn man stark 
ist? Sind heutzutage nicht die Palstinenser die Schwachen?

Adv. F: Wir haben uns ber das Spannungsverhltnis zwischen Politik 
und Religion unterhalten. Ist es hinsichtlich der drei grossen mono-
theistischen Religionen, und insbesondere hinsichtlich des Judentums, 
mglich, eine klare Trennung zwischen Glaubensauffassungen einer-
seits und politischer Ideologie andererseits vorzunehmen?





                                                    117
Bergman: Ich gehe da mit Krister Stendahl einig, der zuvor gesagt hat, 
die klare Scheidung von Religion und Politik sei grossenteils eine Folge 
der Skularisierung im Westen. Etwas, das fr den Westen typisch, fr 
den Nahen Osten aber gleichermassen fremd ist. 

Adv. F: Gilt dies auch fr das Judentum?

Bergman: Ja. Aber hier mssen wir einen Schritt weitergehen und uns 
der Frage zuwenden, wie der Judenstaat entstanden ist und wie er sich 
zusammensetzt. Im Nahen Osten ist das Verhltnis zwischen Religion 
und Politik fr einen Muslim, einen Juden und einen orientalischen 
Christen im grossen und ganzen dasselbe. Das Leben unterliegt einer 
geschlossenen Weltanschauung, und da berhrt die Religion Justiz und 
Wirtschaft fast ebenso stark wie die tgliche Verrichtung der Gebete 
oder den Gang zu Moschee, Synagoge oder Kirche. Doch worauf ich 
hinauswill, ist folgendes: Was den Zionismus anbelangt, so ist dieser 
ganz offensichtlich eine nationale Bewegung, entsprechend anderen 
Nationalismen wie dem deutschen, dem franzsischen, dem russischen 
usw.

In den Augen radikaler deutscher Nationalisten war ein Jude kein 
Deutscher und konnte gar kein solcher sein. Zu einer solchen Epoche 
wuchs der Zionismus heran. Daraus ergibt sich, dass der Zionismus in 
seiner Ausgangslage sicherlich mit westlichen Massstben beurteilt 
werden kann und auch soll.

In den dreissiger Jahren wurde der Weltzionismus die einzige jdische 
Alternative. Versetzen wir uns ins heutige Israel, so ist es klar, dass, 
wenn der Zionismus ein reprsentatives System sein soll und 
gleichzeitig das orientalische Lebensmuster durchschlgt, eine Trenn-
linie zwischen Religion und Politik nicht zu ziehen ist. Doch was die 
westlich geschulten Juden betrifft, so kann man selbstredend nicht viel 
von ihrem Handeln begreifen, wenn man sie nicht nach den Massstben 
jener Gesellschaften und Schichten misst, aus denen sie stammen. 




                                                    118
Es ist eine offenkundige Tatsache, dass eines der grossen Probleme - 
das teilweise parallel zu der Kluft zwischen Aschkenasen und 
Sepharden, verluft - die Spannungen in der israelischen Gesellschaft 
sind, welche sich aus der verschiedenartigen Sicht der Religion und der 
verschiedenartigen Definition des Begriffs Jude ergeben.

Adv. F: Wenn ich zusammenfassen darf: Sie vertreten den 
Standpunkt, dass man bei der Betrachtung des Zionismus im Staate 
Israel nicht zwischen Religion und Politik trennen kann?

Bergman: Aufgrund der heute obwaltenden Bedingungen ist die 
Tendenz ein Erstarken des Fundamentalismus. Diese Tendenz kann in 
Israel, in der islamischen Welt und auch in Teilen der christlichen Welt 
beobachtet werden. Da ist es natrlich noch viel unmglicher, eine 
saubere Scheidelinie ziehen zu wollen und zu sagen, das ist keine 
Religion, das muss also Politik sein.

Adv. Folke: Nun mchte ich Sie zu einem anderen Thema befragen. 
Es geht um die Religionskritik. Was fr ein Wissenschaftszweig ist 
das?

Bergman: Als wissenschaftlicher Zweig kennt die Religionskritik keine 
Grenzen. Hier ein Modell aufstellen zu wollen, demzufolge die aufge-
stellten Theorien mit den berzeugungen eines Glubigen berein-
stimmen mssten, wre ganz unsinnig. Religionskritik kann, und das ist 
der entscheidende Punkt, von innen oder von aussen kommen. Aus 
religionskritischer Perspektive kann man nicht sagen, das "Recht zur 
Deutung" sei dem Anhnger des betreffenden Glaubens vorbehalten. 
Letzterer hat nicht einmal den Vortritt. Die Religionskritik arbeitet mit 
historischen, soziologischen, philosophischen usw. Methoden, aber 
eben stets kritisch. 

Als Ausdrucksform einer solchen Kritik muss man auch Ramis Buch 
auffassen... Ich sehe keinen Unterschied zwischen den beanstandeten 
Radioprogrammen und dem Buch. 



                                                    115
Wenn man dieses Buch als Religionskritik auffasst und sagt, ihm 
zufolge werde Israel heutzutage in bedenklichem Masse von einer 
simplen Anwendung biblischer Rezepte auf die Gegenwart geprgt, 
welche Waffen heiligten und selbst die Ttung von Zivilisten bejahe, 
dann hat man ja allen Grund, solche Religionskritik zu betreiben. 

Ob sie gerade in dieser Form geschehen muss, darber kann man ja 
diskutieren. Frher gab es den Gotteslsterungsparagraphen. Wenn Sie 
mich wie Krister Stendahl fragen wrden, ist es gut, dass man in 
Schweden keinen solchen Paragraphen mehr hat, wie er in Norwegen 
oder England nur zum Schutz der christlichen Religion weiterhin 
existiert, so wrde ich sagen, ja. Sonst wird alles so kompliziert.

Ein Prozess wie der hiesige bestrkt mich in meiner Auffassung, dass es 
nicht die Aufgabe der Justiz ist, Religionskritik und Schmhung einer 
Religion sowie mehr oder weniger literarische Werke und ihren Inhalt 
zu ahnden. In einer freien Gesellschaft muss man diese Dinge anders 
bewltigen knnen.

Adv. F: Ich mchte nun Ihre Meinung zu einer usserung erfahren, 
die in einer der Radiosendungen fiel. In der Anzeige vom 20. Mrz 
1989, in der es um eine Reihe verschiedener usserungen aus 
verschiedenen Sendungen ging, wird unter Punkt 6 die in den 
beanstandeten Texten genannte Hypothese erwhnt, es gebe einen 
Zusammenhang zwischen der jdischen Religion auf der einen und 
weltlichen Strmungen wie der Psychoanalyse und dem Marxismus 
auf der anderen Seite. Eine solche Hypothese kann richtig oder falsch 
sein. Meine Frage an Sie lautet: Ist es eine vernnftige 
Forschungsaufgabe, den Zusammenhang zwischen der Religion und 
weltlichen Strmungen zu untersuchen? Gibt es heutzutage solche 
Untersuchungen?

Bergman: Aber gewiss, in allerhchstem Grade. Das neueste 
Forschungsgebiet, das wir an der theologischen Fakultt haben, ist die 
sogenannte Religionsverhaltenswissenschaft. Da sind Fcher wie z.B. 
Psychologie, Soziologie und Pdagogik vertreten.



                                                    120
Adv. F: Religionsverhaltenswissenschaft?

Bergman: Zugegebenermassen ein schwerflliges Wort, das aber doch 
klar zeigt, worum es geht, nmlich um die Beziehungen zwischen 
Gesellschaft, Gruppen- oder Individualpsychologie einerseits und der 
Religion andererseits.

Adv. F: Man stellt sich also die wissenschaftliche Aufgabe, solche 
Zusammenhnge zu erhellen?

Bergman: Richtig. Die Judenbibel (das Alte Testament), der Talmud 
und die "christliche Botschaft". - Man muss Zivilisten tten! Du sollst 
die besten tten!

Adv. F: Gibt es heute im Christentum Gruppen, die sich auch eine so 
direkte Deutung der Bibeltexte zu eigen machen wie Rami?

Bergman: Bei bibeltreuen oder fundamentalistischen christlichen 
Gruppen ist es ja blich, Bibelstellen direkt auf das Alltagsleben zu 
beziehen, so wie es Rami tut, wie es der Gush Emunim tut und wie die 
jngere Rabbinergeneration die betreffenden Stellen heute interpretiert. 
Ich will nicht auf Einzelheiten eingehen, doch die "christliche Botschaft 
in Jerusalem" und einige ihr angeschlossene Strmungen sind meiner 
Ansicht nach die deutlichste Form christlicher Untersttzung fr eine 
harte israelische Palstinapolitik. 

Was ist diese "christliche Botschaft"? Als man Jerusalem 1977 zur 
"ewigen Hauptstadt Israels" erklrte, meinten prozionistische, 
protestantisch-fundamentalistische Gruppen in verschiedenen Lndern, 
ihre Regierungen sollten offiziell positiv darauf reagieren und ihre 
Botschaften nach Jerusalem verlegen. Nur zwei Staaten haben dies 
allerdings auch getan. Da organisierten sich verschiedene christliche 
Gruppen - ausserhalb Amerikas besonders in Schweden, wo 
beispielsweise die Brder Sjberg behaupteten, sie reprsentierten 
dreieinhalb Millionen schwedische Christen, was eine gelinde gesagt 
zweifelhafte Ausssage war - und gaben zu, dass sie sich nun politisch 
und nicht religis engagierten. 

                                                    121
Teddy Kollek, der jdische Brgermeister Jerusalems, empfing sie und 
erklrte: "Ihr seid wahre Christen", womit er ihr Engagement rein 
religis deutete. Dies ist nur ein Beispiel unter vielen dafr, wie schwer 
Politik und Religion in vielen Fllen zu unterscheiden sind. Es gibt eben 
Gruppierungen, die eine einfache Anwendung von Bibelworten 
propagieren und Israel mit Schlagworten wie "Wer Israel segnet, ist 
gesegnet; wer Israel verflucht, ist verflucht" verteidigen...

Adv. F: Sie haben eine Broschre erwhnt, die vom israelischen 
Verteidigungsministerium herausgegeben worden ist. Darin stand ein 
Aufsatz des Armeegenerals Avidan. Sie lasen daraus eine Passage 
vor, in der Bezug auf die Tosafoth genommen wird, eine Ergnzung 
zum babylonischen Talmud. Darin sagt Avidan: "Es erweist sich, dass 
israelische Truppen, die den Feind angreifen, laut den Geboten der 
Tosafoth und dem halachischen Gesetz auch Zivilisten umbringen 
mssen, die sich unterwerfen oder, in anderen Worten, sich anstndig 
verhalten." Die Zitate "Du sollst die besten unter den Heiden tten" 
und "keiner soll sich darauf verlassen, dass ein Heide unseren 
Truppen keinen Schaden zufgt" sind bereits gefallen. Das erste Zitat 
fhrt Avidan auch an. Woher kommt es denn eigentlich?

Bergman: Aus der Mishna. Diese entstand im 3. nachchristlichen 
Jahrhundert und ist als Kern oder Bestandteil in den Talmud einge-
gangen. Im Talmud figuriert eine von einem anderen Rabbi zitierte 
Variante, "Du sollst die besten unter den gyptern tten". Im Aus-
gangstext steht "gojim" oder "Heiden":

Adv. F: Haben die christlichen Gruppierungen wie die "christliche 
Botschaft" usw. eine bestimmte Meinung ber Israels Grenzen, um 
nur ein Beispiel zu nennen?

Bergman: Ja; die allgemeine Einstellung, die ich bei jenen Leuten 
vorgefunden habe, ist die: "Wir sind Israels Freunde, und was Israel will 
und beschliesst, das wollen wir auch." Ich habe es nie erlebt, dass diese 
Kreise sich von Grossisrael oder der maximalistischen Vorstellung eines 
Israel vom Nil bis zum Euphrat distanziert haben.



                                                    122
Anklger Per-Hkan Bondestam: Ja so. Ich gehe nun direkt auf einen 
Begriff ein, den Sie in Ihrer Darstellung verwendet haben, nmlich 
"Mitzwa". Sie sagten, es gebe 613 "Mitzwot". Was bedeuten diese 
konkret? Worum geht es da? Worin liegt die Aussage der Mitzwot?

Bergman: Es sind dies Gebote und Verbote von Gott. Wir haben den 
Dekalog, die Tafeln, die gemss der ersten Version von Gottes eigener 
Hand, gemss der zweiten von Moses nach Diktat beschriftet worden 
sind. Doch auch in der Torah, also den fnf Bchern Mose, die den 
Kern der gesamten jdischen Lebensweise bilden, finden sich eine 
Anzahl Gebote und Verbote. Von den 635 Mitzwot sind 365 Verbote, 
die anderen Gebote. 

Damit steht das im vergangenen mehrfach genannte Wort "halachisch" 
im Zusammenhang. Man kann sagen, die halachische Tradition sei ein 
Ringen mit dem Mitzwot, ein Kampf um ihre Deutung. Spter kamen 
noch andere Gebote und Verbote dazu, und da knnen die Rabbiner 
und die klugen Kpfe darber verweisen, ob diese auf die selbe Stufe 
gestellt werden drfen wie die Mitzwot. Fr das orthodoxe Judentum 
stellen diese Gebote und Verbote einen klar umrissenen Kodex dar.

Anklger B: Was ist aber der Geist der Mitzwot, was sagen sie aus? 
Wenn sie religise Gebote und Verbote sind, worum dreht es sich da 
in erster Linie?

Bergman: Um sehr verschiedene Dinge. Manche stehen in der 
Verlngerung des Dekalogs, die zehn Gebote im zweiten Buch Mose 
20, werden aber im fnften Mosesbuch wiederholt. Doch - und hier 
beginnt es problematisch zu werden - gilt die Mitzwa auch fr das 
Verhltnis zu den Gojim oder Nichtjuden, den "Fremden" im Lande?...

Anklger B: Ja, aber was mich verwundert, ist die Broschre jenes 
Oberrabbiners, welche "Die Nachwirkungen des Jom-Kippur-Krieges. 
Einige berlegungen, die Halacha und die Forschung" betitelt ist und 
dann etwas darber enthlt, dass man Zivilisten tten soll.

Bergman: Ja.

                                                    123
Anklger B: Aber mir scheint, der Geist hinsichtlich der Mitzwa liege 
weit weg von...

Bergman: Mitzwa ist ein Singular; die Mehrzahl lautet "Mitzwot". Die 
Frage ist folgende: Ist dies eine konkrete Mitzwa? Ich bin der Ansicht, 
dass die meisten Mitzwot ihrem Inhalt nach positiv sind; dies gilt auch 
fr die Verbote. Sie beziehen sich jedoch nicht bloss auf die Ver-
hltnisse innerhalb der Familie, innerhalb der Stmme usw., sondern 
auch auf das Verhltnis zu den "Fremden" im Lande. Hier schwingt der 
Amalek-Begriff mit. Darf man die "Fremden", d.h. Nichtjuden, im 
Lande vertreiben? 

Und wie deutet man den Begriff "Fremde im Land" ("Gojim" ist der 
hebrische Ausdruck), wenn es dann ber Amalek heisst: Du sollst sie 
ausmerzen! Hier haben wir also eine Formulierung, die ihrer Kategorie 
nach eine Mitzwa ist... Wenn sie nun so gedeutet wird, dass die 
Fremdlinge (Palstinenser) im Lande "feindliche Fremdlinge" sind, also 
"Amalek", dann wird die Halacha interessant. Wie sollen diese 
Fremdlinge nun behandelt werden? Ich behaupte, das Gebot wird heute 
als Mitzwah gedeutet. Sie hat genau die gleiche Gltigkeit und muss 
genau gleich befolgt werden wie eine Reihe der ebenfalls existierenden 
positiven Mitzwot. Dies alles nach halachischen berlegungen, nach 
der Auslegung der Rabbiner und anderer dazu Befugter. 

Es ist schwerwiegend, dass die Sache mit Amalek unter den Mitzwot 
figuriert, da Amalek die Widersacher Israels symbolisiert, und von 
vielen, welche Waffen in der Hand haben und den Palstinensern direkt 
gegenberstehen, werden diese den Amalekitern gleichgesetzt. Wie 
direkt diese Mitzwa gedeutet wird, haben wir anhand des Avidan-
Artikels gesehen. Es gibt zahlreiche andere halachische Auslegungen, 
aber das Problem ist, dass die betreffenden Stellen in grossem Umfang 
und gerade in den Fllen, wo die Folgen am verheerendsten sein 
knnen, als eine Mitzwa ausgelegt werden, und aus dem israelischen 
Armeehauptquartier tnt es seitens des Halacha-Deuters, man habe 
nicht nur das Recht, sondern auch die Pflicht, Zivilisten umzubringen!




                                                     124
Anklger B: Ich gehe davon aus, dass der Laie, der sich nicht 
besonders mit diesen Begriffen auseinandergesetzt hat, also auch der 
typische Hrer von Radio Islam, nicht weiss, was eine Mitzwa ist. 
Sollte man da bei der Definition des Begriffs nicht das Hauptgewicht 
darauf legen, dass es sich hier um Gebote und Verbote handelt, 
natrlich mit biblischem Hintergrund, dem Hintergrund des Alten 
Testaments, die hauptschlich Wohltaten gegenber anderen 
Menschen vorschreiben? Liegt nicht diese Tradition im Grunde 
dahinter?

Bergman: Doch. Wenn ich ein Lehrbuch fr die Schule schreibe, wenn 
ich an der Universitt Uppsala unterweise, so stimme ich dem natrlich 
zu. Schreibe ich dagegen eine Kampfschrift, bettige ich mich als 
Polemiker, dann bin ich nicht dazu verpflichtet und habe auch gar keine 
Zeit, ausfhrliche Informationen ber die Mitzwot zu liefern. Die Frage 
stellt sich anders: missbrauche ich da den Wortlaut der Texte? Gilt diese 
oder jene Amalek-Stelle nicht als Mitzwa, wird sie von Rabbinern im 
heutigen Israel nicht halachisch so gedeutet?

Anklger B: Dabei knnen wir es wohl belassen. Ich glaube, wir 
haben es alle kapiert. Nun mchte ich auf die Art und Weise zu 
sprechen kommen, wie die Mitzwa in Radio Islam behandelt wird. Es 
geht um Aktenbeilage 43 S. 10, eine Klage, die vom 31. 5. 1989 
datiert. Ich lese sie teilweise vor. Ich gehe davon aus, dass Sie dieses 
Material gelesen haben. Darauf verlassen wir uns. 

"Es gilt also als Mitzwa, wenn ein Jude einen Goj, einen Nichtjuden, 
umbringt." Und dann kommt dies, was whrend des Weihnachtsfestes 
geschah, als ein amerikanisches Passagierflugzeug gesprengt wurde. 
Es wird mit dem Terroranschlag auf die City of Poros, ein 
griechisches Touristenschiff, verglichen. Ich will nun gar nicht die 
Frage aufwerfen, ob hinter dem Absturz des Passagierflugzeugs eine 
jdische Ver-schwrung liegen mag; das ist nicht unser Thema... 

In der zitierten Aktenbeilage steht, etwas unterhalb der Mitte: "Wenige 
Eingeweihte werden in Unsicherheit darber schweben, wer an dem 
scheusslichen Terroranschlag auf das griechische Fahrzeug schuld 
war. 

                                                    125
Manche fragen sich, ob diese Tat auch auf ein zentrales jdisches 
Ritual zurckging und eine sogenannte Mitzwa war. Was bedeutet 
dieses Wort? Eine Mitzwa ist eine Tat zu Ehren des Judengottes 
Jahwe. Fr einen Juden ist die Ttung eines Goj, eines Nichtjuden, 
eine solche Mitzwa. Radio Islam hat ausfhrlich aufgezeigt, wie die 
Judenbibel, die Torah, von Aufforderungen zu einer Mitzwa strotzt. 
Dasselbe gilt fr die heilige Judenschrift Talmud. Der uneingeweihte 
Leser wird dies fr unglaublich, ja unfassbar halten. Er meint 
vielleicht, die Mitzwa sei eine Erscheinung berwundener Zeiten." 

Weiter steht im Text, diese Tradition habe auch heute noch Gltigkeit. 
Wenden wir die Seite. Da heisst es: "Eine der grssten Gestalten des 
Judentums, Maimonides, sagt, auch der gute Goj msse gettet 
werden", usw. Etwas weiter unten steht: "Jdische Soldaten weisen 
stndig auf die Mitzwa hin, wenn sie Palstinenser massakrieren", 
und fr den strengglubigen Juden sei es eine besonders grosse 
Mitzwa, ein Kind zu tten, da er damit einen potentiellen knftigen 
Widersacher aus dem Wege rume. 

Dies ist also der Geist der betreffenden Aussagen. Ich habe den Text 
mehrfach gelesen und versucht, ob man etwas anderes hineininter-
pretieren kann, doch kam ich immer zum gleichen Schluss: "Ja so, die 
Juden haben etwas, einen bestimmten Begriff, der Mitzwa heisst, in 
der jdischen Religion eine zentrale Rolle spielt und bedeutet, dass es 
etwas Gutes ist, einen Nichtjuden umzubringen."... 

Es wird aber gar keine Beschreibung dessen gegeben, was eine 
Mitzwa bedeutet, sondern man greift das Wort einfach auf und 
vermittelt dem Hrer den Eindruck, die Juden seien in mancher 
Hinsicht ein grausames Volk. Dafr gibt es verschiedene Beispiele. 
Kann hier nicht eine arglistige Irrefhrung vorliegen? Diese Frage 
htte ich gerne beantwortet.

Bergman: Es ist ganz offenbar, dass die Juden eine Mitzwa haben, die 
darauf hinausluft, dass ein Jude einen Nichtjuden tten darf, und dass 
diese Mitzwa heute in recht grossem Umfang halachisch gerechtfertigt 
wird.

                                                    126
Anklger B: Aber dies ist doch nur ein kleiner Teil des Mitzwa-
Begriffs, oder?

Bergman: Stimmt, aber die Frage lautet: Ist es wirklich Radio Islams 
Aufgabe, eingehend darber zu informieren, was eine Mitzwa ist? Der 
Begriff wurde eingefhrt, und er existiert wirklich. Gerade weil das 
betreffende Gebot eine Mitzwa ist, wird es so fleissig angewandt! Es 
heisst nicht einfach unverbindlich, man habe das Recht, dies und jenes 
zu tun, sondern es ist eine Mitzwa, dass ein Jude einen Nichtjuden 
tten darf, und diesem Gebot wird nachgelebt. Dies ist in unserem 
Zusammenhang das Entscheidende. 

Statistisch gesehen ist dies sicher nicht typisch fr die 613 Mitzwot, 
aber fr die Palstinenser ist es die zentrale Mitzwa, weil es sie trifft. 
Ich halte daran fest, das ein Lokalradio nicht in erster Linie verpflichtet 
ist, Informationen zu verbreiten. Es gibt zahlreiche andere Programme, 
welche der Parteilichkeit beschuldigt werden knnten, wenn man davon 
ausgeht, ein Lokalradio msse sachlich und unparteiisch informieren.

Anklger B: Ja... darauf wollte ich eigentlich nicht hinaus. Mir geht 
es um folgendes: Die Juden werden in den beanstandeten Texten ja 
auch beschuldigt, hinter gewissen Untaten zu stehen. Es wird also 
negativ ber sie berichtet, so wie ich das auffasse. Zuerst wird dem 
Hrer also der Mitzwa-Begriff vorgeworfen, und es wird insinuiert, er 
bedeute einfach die Ttung eines Nichtjuden. Diese Darstellung kann 
man ja so auffassen, dass damit eine Art allgemeine Missachtung der 
Juden geschrt werden soll. Was sagen Sie dazu?

Bergman: Wirklich ernsthaft wre es, wenn stattdessen behauptet 
wrde, dieser Typ von Texten, also jene, bei denen es um "Amalek" 
geht, seien zwar eine Mitzwa, wrden aber im heutigen Israel von den 
Rabbinern nicht als solche betrachtet. Das wre eine irrefhrende 
Aussage. Wie diese Rabbinerlehre von den Militrs als praktischer 
Befehl ausgelegt wird, haben wir schon gesehen. Fr die Palstinenser 
hat das schicksalsschwere Folgen.


                                                    127
Anklger B: Ich glaube, wir kommen nicht mehr weiter. Sie haben 
sicher zur Kenntnis genommen, was Maimonides da in den Mund 
gelegt wird. Er soll gesagt haben: "Auch der gute Goj muss gettet 
werden." Ist das ein richtiges Zitat?

Bergman: Maimonides wird oft "der zweite Moses" genannt. Es ist 
durchaus angemessen, ihn hier zu erwhnen. Es gibt noch eine 
Variante: "Die besten unter den Heiden sollen gettet werden", oder 
"die besten unter den gyptern sollen gettet werden".

Anklger B: Hat er das gesagt?

Bergman: Ja.

Anklger B: Dass auch der gute Goj gettet werden muss?

Bergman: Ja. Die besten unter den Nichtjuden mssen gettet werden!

Anklger B: Und in welchem Zusammenhang?

Bergman: In der Mishna der Torah. In einer seiner bedeutendsten 
Schriften, wo er die Torah durchnimmt. "Mishna" bedeutet "Wieder-
holung". Es ist die autoritativste Deutung der Torah. In der Torah steht, 
wie erwhnt, dass Amalek auszurotten ist. Die eben von mir erwhnten 
Zitate hat Maimonides in seinem Torah-Kommentar hinzugefgt. Sie 
fussen auf derselben halachischen Denkweise. Die Torah und ihre 
Auslegung durch Maimonides atmen denselben Geist.

Anklger B: Ist das kein Ausdruck des belwillens gegenber den 
Juden?

Bergman: Es gibt viele Deutungen darber, was mit den Kindern der 
gypter und den Kindern Israels vor dem Auszug geschah. Die 
gypterkinder wurden tatschlich gettet, und zwar die Erstgeboren-en. 
Darber gibt es allerlei Interpretationen. Warum geschah das? Warum 
ttete man nicht die erwachsenen gypter, welche die Kinder Israels 
dann verfolgten? 


                                                    128
Ich knnte mir vorstellen, das man hier den Brckenschlag zur 
Gegenwart vollziehen kann. Hier wird also zum Ausdruck gebracht: 
Man soll die Kinder tten!

Anklger B: Aber wir leben doch in der Gegenwart, und man kann 
doch nicht einfach all das auf unsere Zeit bertragen und behaupten, 
die Juden hielten es fr etwas sehr Gutes, ein Kind umzubringen? 
Diese Schlussfolgerung ist doch nicht zulssig! Oder?

Bergman: Na ja. Wenn ich mir diese einfachen, nicht exegetischen 
Bibeldeutungen betrachte, so steht doch immer das ewige Wort 
dahinter. Es ist Gottes Wort fr alle Zeiten. Es ist also heute genau 
gleich gltig wie vor 2'000 Jahren und muss genau gleich strikt in die 
Tat umgesetzt werden.

Anklger B: Ja, es muss gedeutet und in die Tat umgesetzt werden, 
aber ich denke, man muss das, was in den Mosesbchern steht, doch 
nicht absolut wrtlich nehmen, denn da stehen ja grauenhafte 
Sachen... Die Geschichte mit dem Rabbiner haben Sie ja bereits 
erwhnt, doch es gibt ja noch eine Handvoll anderer Beispiele...

Bergman: Leider nicht bloss eine Handvoll...

Anklger B:...wo man mit der Bibel eine ganz bestimmte Handlung 
rechtfertigt. Aber man kann doch nicht das gesamte jdische Volk so 
abstempeln, wie es Rami tut! Er spricht nicht von irgendeinem 
einzelnen Oberrabbiner, sondern vom jdischen Volke in seiner 
Gesamtheit. Manchmal bedient er sich des Ausdrucks "Zionisten" und 
meint damit auch die Zionisten, aber manchmal meint er damit etwas 
anderes. Er will sagen, dass die Juden allgemein so grausam sind. 
Das ist doch eine Verallgemeinerung. Habe ich da nicht recht?

Bergman: Hierzu ist zu bemerken, dass die Leute vom Gush Emunim - 
deren Ansichten wir anhand eines lngeren Auszugs aus Rabbi Zwi 
Jehuda Kooks Erklrung ber das Recht aufs Land kennengelernt 
haben - den Anspruch zu erheben, die besten zu sein. Sie sind die 
besten Deuter, die wahrhaftigsten Deuter, und ihre Deutung ist die 
authentischste.

                                                    129
Anklger B: Ja, aber man muss doch einmal nher hinsehen, was das 
fr Leute sind und wen sie vertreten. Die Gush-Emunim-Leute sind ja 
keine etablierte Partei, welche in Israel die Macht ausbt. Sie haben ja 
selbst darauf hingewiesen, dass der Oberrabbiner, den Sie zitierten, 
mit seinen Aussagen enormes Aufsehen erregt und einen Sturm von 
Protesten ausgelst hat, und zwar auch von massgeblicher Seite. Man 
kann ja solche einzelnen Vorkommnisse herausgreifen, aber man kann 
sie doch nicht dazu benutzen, um das jdische Volk insgesamt zu 
charakterisieren. Was sagen Sie dazu? Soll man das schwedische Volk 
danach beschreiben, welche Politik die regierende Partei betreibt, 
oder andere, in der Gesellschaft verankerte Parteien, oder soll man 
als Ausgangspunkt fr die Beschreibung des schwedischen Volkes eine 
Splitterpartei wie die Maoisten nehmen? Sie verstehen mich wohl.

Bergman: Es wre eine grobe Ungerechtigkeit gegenber dem Gush 
Emunim, ihn mit den schwedischen Maoisten auf eine Stufe zu stellen. 
Meinungsumfragen haben nmlich ergeben, dass 24 bis 37% der 
Israelis mit seinen Zielen sympathisieren. Es geht also nicht um 
irgendwelche zahlenmssig unbedeutende Extremisten. Der Gush 
Emunim ist, wie erwhnt, keine Partei, und zwar mit guten Grnden 
nicht. Wre dies der Fall, so wre sein Einfluss beschrnkter. Mehrere 
seiner fhrenden Denker sitzen im Vorstand der Nationalreligisen 
Partei, z. B. eben Zwi Yehuda Kook. Ein Vergleich mit den schwed-
ischen Maoisten wre ganz abwegig. 

Wer ihn dennoch zieht, spekuliert auf die Unwissenheit der 
Allgemeinheit ber den Gush Emunim und die tatschlichen Zustnde 
im heutigen Israel. Tatsache ist, dass die zunehmende Gewaltbereit-
schaft und die zunehmende Tendenz, die erwhnten Bibelstellen 
wrtlich zu deuten, sehr alarmierend sind, und die Folgen mssen ja die 
Palstinenser am eigenen Leibe erfahren.

Anklger B: Unsere lange Diskussion ber den Gush Emunim wre 
ja bedeutend relevanter, wenn Ahmed Rami das Thema selbst 
angeschnitten htte. Doch dies hat er ja nicht getan - oder doch?




                                                    130
Bergman: Nein, denn seine Methode ist von der meinigen ja 
grundverschieden. Ich versuche vielleicht besser als er, die Veranker-
ung unterschiedlicher Gruppen in der israelischen Gesellschaft aufzu-
zeigen. Es gehrt zur Natur einer scharfen Polemik, dass man nicht 
analytisch vorgeht und sagt, hier haben wir Gruppe A und da Gruppe B 
und dort Gruppe C...

Anklger B: Ja, aber wenn man - wie Ahmed Rami sagt - die heutige 
Politik Israels kritisieren will, dann ist es wohl angebracht - soll die 
Kritik seris sein - dass man beispielsweise diese Dinge aufgreift. Es 
gibt seltsame oder bemerkenswerte Bewegungen wie den Gush 
Emunim, und darber sollte man schon diskutieren. Eine solche 
Debatte ist vollkommen zulssig. Deswegen ist Rami auch nie 
angeklagt worden. Solche Sachen darf man frei errtern. Worum es 
hier geht, ist sein Versuch, die Juden und das Judentum stndig 
abzustempeln. Die Juden haben die und die Eigenschaften, das 
Judentum ist so und so. Darin liegt der enorme Unterschied zu den 
Dingen, die Sie vorhin gesagt haben.

(Anmerkung Ramis: Was Anklger Bondestam hier von sich gibt, sind 
reine Lgen. Ich habe nie gesagt, die Juden htten "die und die 
Eigenschaften". Er zitiert auch gar keine entsprechende Passage. 
Hingegen kritisiere ich das Judentum als Religion und Ideologie, und 
ich kritisiere das, was ideologisch und religis "typisch jdisch" ist.)

Bergman: Etwas, das jedenfalls usserst hufig erwhnt wird, ist die 
Besiedlungspolitik. Ahmed Rami hat sich diesem Thema oft zuge-
wandt, und es besteht keine Zweifel darber, dass jene Krfte, die 
hinter der expansiven, der Genfer Konvention vllig widersprechenden 
Siedlungspolitik stehen, der Gush Emunim und verwandte Gruppen 
sind. Durch diese Besiedlungspolitik werden Tatsachen geschaffen, 
welche die Regierung dann zur Kenntnis nimmt. Es gibt nicht ein 
einziges Beispiel dafr, dass die Regierung in den besetzten Gebieten 
Siedlungen niederreissen liess. Ohne die Gush-Emunim-Leute kann 
man die heute in Israel betriebene Besiedlungspolitik nicht begreifen. 
Meiner Auffassung nach ist dies eine Schicksalsfrage im Verhltnis 
zwischen Israelis und Palstinensern; darauf hat auch Ahmed Rami 
verschiedentlich hingewiesen. 

                                                    131
Anklger B: Lassen wir das auf sich beruhen. Es gibt noch vieles 
andere, worber wir sprechen mssen. Da Sie das, was Ahmed Rami 
Ihrer Meinung nach bezweckt, immer insgesamt beurteilen, so will ich 
auf einen anderen Ausdruck eingehen, der in der gleichen Aktenbeilage 
zitiert wird... Es geht um den Ausdruck "Holocaust-Bluff". Er ist in 
verschiedenen Programmen aufgetaucht. Es wird der Versuch unter-
nommen, zu beweisen, dass der Holocaust berhaupt geschehen ist. So 
sei die Vergasung von Millionen Juden ein "zionistischer Schwindel". 

Das Beweismaterial fr die Judenausrottung sei wertlos oder geflscht. 
Die Zeugenaussagen seien belanglos oder widersprchen einander, 
Gestndnisse seien durch die Folterung von SS-Leuten erzwungen 
worden, steht da unten auf der gleichen Seite. Eine Diskussion darber, 
wo die Gaskammern gelegen haben, fhrt schliesslich auf Seite fnf zur 
Folgerung, dass sich der Holocaust gar nie zugetragen habe. Wie 
beurteilen Sie die Tatsache, dass in den Programmen dergleichen 
Thesen ber die Judenvernichtung dargelegt werden, und was mag 
wohl dahinter liegen? In welcher Absicht vertritt Rami wohl solche 
Theorien?

Bergman: Ahmed Rami gibt hier das wieder, was einige Vertreter der 
sogenannten revisionistischen Schule sagen. Persnlich distanziere ich 
mich von dieser revisionistischen Haltung. Man kann natrlich darauf 
hinweisen, dass beim Nrnberger Prozess und in der unmittelbaren 
Nachkriegszeit behauptet worden ist, alle Konzentrationslager in 
Europa seien Vernichtungslager gewesen. Doch dies musste man in 
Nrnberg zurcknehmen; man hielt dort fest, dass die Vernichtungs-
lager hauptschlich in Polen und Russland lagen...

(Anmerkung des bersetzers: Hier irrt Prof. Bergman; er gibt die im 
Nrnberger Prozess aufgestellten Behauptungen unkorrekt wieder. Auf 
den "Holocaust" wird im folgenden Kapitel ausfhrlich eingegangen.)






                                                    132
Anklger B: Wir knnen nun auf die usserung 2 auf Seite 4 
bergehen. Hier dreht es sich um Protokoll Nr. l aus den Protokollen 
der Weisen von Zion. Auch hier wird wieder die Parallele zum 5. 
Mosesbuch, Kapitel 20, gezogen. Es wird da eine Art Gebrauchs-
anweisung erteilt, wie man sich verhalten solle, wenn man eine Stadt 
einnimmt. Auf den Leser wirkt das sehr bel. Und weiter heisst es: 
"Whrend sich die Protokolle der Weisen von Zion darauf beschrnk-
en, in allgemeinen Worten eine zionistische Terrorherrschaft zu 
propagieren, beschreibt das Judengesetz eine genau dargestellte 
Terror-herrschaft als "von Gott angeordnete Pflicht", wo Notzucht, 
Plnderungen, Massenmord und sogar Vlkermord den Juden 
vorgeschrieben werden. Die Judenbibel in ihren allerheiligsten 
Passagen ist also noch weitaus schlimmer als die Protokolle der 
Weisen von Zion", usw. 

Was ich hier feststelle, ist folgendes: Wie Sie selbst sagten, wurde das 
fnfte Mosesbuch 700 Jahre oder so nach den geschilderten 
Ereignissen niedergeschrieben. Ist es eine Gebrauchsanweisung, die 
hier dargeboten wird, und ist es eine "angeordnete Pflicht", sich so zu 
benehmen, wie hier steht?

Bergman: Ja, so steht es hier, im 5. Mosesbuch 20, Verse 10 bis 17.

(Anmerkung des bersetzers: Die betreffende Passage lautet wie folgt: 
Wenn du vor eine Stadt ziehst, um gegen sie zu kmpfen, so sollst du 
ihr zuerst den Frieden anbieten. Antwortet sie dir friedlich und tut sie 
dir die Tore auf, so soll das ganze Volk, das darin gefunden wird, dir 
fronpflichtig sein und dir dienen. Will sie aber nicht Frieden machen 
mit dir, sondern mit dir Krieg fhren, so belagere sie. Und wenn sie 
der Herr, dein Gott, dir in die Hand gibt, so sollst du alles, was 
mnnlich darin ist, mit der Schrfe des Schwerts erschlagen. Nur die 
Frauen, die Kinder und das Vieh und alles, was in der Stadt ist, und 
alle Beute sollst du unter dir austeilen und sollst essen von der Beute 
deiner Feinde, die dir der Herr, dein Gott, gegeben hat. So sollst du 
mit allen Stdten tun, die sehr fern von dir liegen und nicht zu den 
Stdten dieser Vlker hier gehren. Aber in den Stdten dieser Vlker 
hier, die dir der Herr, dein Gott, zum Erbe gegeben hat, sollst du 
nichts leben lassen, was Odem hat.)

                                                     133
Anklger B: Ich meine, wenn von einer "angeordneten Pflicht" 
gesprochen wird, gilt diese auch noch in der Neuzeit?

Bergman: Jawohl, und hier kommen wir auf die Mitzwa-berlegung 
zurck. Die vorliegende Stelle gehrt zu den Herem-Texten und steht 
dementsprechend mit dem Amalek-Begriff im Zusammenhang. Es geht 
um die Erstrmung von Jericho. Hier stehen in der Heiligen Schrift 
ganz genaue Aufforderungen, und die Passage ist natrlich bedeutend 
gefhrlicher, wenn sie im fnften Mosesbuch steht, als wenn sie in den 
Protokollen stnde. Wir haben es mit einer Mitzwa zu tun.

Anklger B: Na, das meine ich nicht... man kann wohl schwerlich 
annehmen, dass ein Jude dies liest und dann genau das tut. So 
nrrisch wird er ja kaum sein, oder?

Bergman: Doch, es gibt schon solche Juden, darunter sogar Rabbiner. 
Den Ausdruck nrrisch habe ich brigens nicht verwendet, und sie 
wrden sich selbst auch nicht so bezeichnen. 

Anklger B: Bestimmt nicht.

Bergman: Das Ganze ist eine schwerwiegende Sache.

Anklger B: Nochmals: Dies alles wird doch nicht etwa als "Pflicht" 
dargestellt?

Bergman: Oh doch, es wird von einem Rabbi in einer Yeshiva fr 
Soldaten als solche dargestellt. Ich habe ja Beispiele dafr genannt. 
Auch bei der Errichtung einer Siedlung im Gazastreifen stellte ein 
Rabbi es als Pflicht dar usw. Es wird heute praktisch als Mitzwa 
aufgefasst, die Gottes Befehl zum Ausdruck bringt. So ist es nun 
einmal.

Anklger B: Nun will ich noch auf Aktenbeilage 10 eingehen, auf das 
Papier Nr. 6. Auch hier geht es wieder um die Protokolle. Wir sind 
jetzt bei Protokoll Nr. 2. 


                                                   134
Es wird von den Modestrmungen mancher Intellektueller 
gesprochen, den Darwinismus, den Marxismus, den 
Nietzscheanismus; sie alle sollten von den Juden benutzt werden, um 
zur Auflsung der nicht-jdischen Gesellschaften und Denkweisen 
beizutragen, ohne dass diese Absicht ersichtlich wird. 

Dann kommt wieder ein Zitat aus dem 5. Mosesbuch, und dann die 
Schlussfolgerung: "Versetzen wir uns in unsere Zeit, so knnen wir 
feststellen, dass so gut wie alle irrsinnigen oder verkehrten Ideen, die 
grosse Verbreitung erlangen und durch miteinander rivalisierende, 
sektiererische Gruppen viel Verwirrung stiften und die Menschen in 
Angst und Schrecken versetzen, jdischer Herkunft sind." 

Hier rede ich nicht um Rabbiner, sondern um etwas ganz anderes. 
Hier wird auf den Marxismus verwiesen, auf die Freudsche Psycho-
analyse, die Frankfurter Schule, und es wird eine Menge jdischer 
Namen genannt. "Man beachte nun, wie oft diese angsteinflssenden 
Ideen die Literatur beeinflussen, die gesamte Unterhaltungsindustrie, 
die Filme, die Rockmusik, die berwiegend von Juden gelenkt wird, 
auch wenn die Knstler gutbezahlte Gojim sind, die zu zweifelhaften 
Geschften mit zweifellos dekandenten und allgemein moralzersetz-
enden Auswirkungen gelockt werden."  Sind das vernnftige Folger-
ungen?

Bergman: Ich bin hierher geholt worden, um darauf zu antworten, wie 
man Bibelzitate auslegt, und sehe nicht so recht, was das mit solchen zu 
tun hat.

Gerichtsvorsteher: Es wird auf Jesaja 19 verwiesen.

Bergman: Dort steht der Ausdruck "mit Verwirrung schlagen"; darauf 
ist Krister Stendahl frher schon eingegangen, und ich habe auch ein 
paar Beispiele angefhrt. Diese Wendung kann im Zusammenhang mit 
einer Eroberung oder mit einem sonstigen wunderbaren Eingreifen 
Gottes benutzt werden. Unter den Gegnern entsteht Verwirrung, und 
Krister Stendahl meinte, dieses Thema finde man bei vielen Kulturen.



                                                    135
Anklger B: Mich wundert es, was das mit Bibelworten zu tun haben 
soll. Zuerst geht es um das fnfte Mosesbuch, Kapitel 7, Vers 3, und 
dann um Jesaja 19. "und ich werde die gypter aufeinanderhetzen", 
und dann wird der Schluss gezogen, hinter diesen Bibelworten 
verbrgen sich gewisse jdische Phnomene wie die Freudsche 
Psychologie; damit werde die Angst geschrt, und man mache dann 
mit gutbezahlten Gojim Geschfte, usw. Da all dies mit Bibelworten 
verknpft wird, mssen Sie doch eine Meinung dazu haben?

Bergman: Dies alles ist weit von den Bibelworten entfernt.

Anklger B: Knnte hier eine Missachtung der Juden vorliegen?

Bergman: Jedenfalls wird keine Achtung und kein Respekt vor den 
Juden ausgedrckt. Das kann man jedenfalls sagen.

Anklger B: Allerdings. Gehen wir weiter zum Dokument Nr. 7. "In 
einem Artikel der Dagens Nyheter vom Dienstag, dem 7. Oktober, 
heisst es: 'Wer bei den Israelis Verdacht und Schrecken erwecken will, 
hat eine weitaus leichtere Aufgabe als jemand, der Ruhe verbreiten 
mchte...' Diese Massenpsychose von Angst und Grauen und frecher 
Arroganz ist wie ein Sicherheitsventil, um den Schrecken zu 
berwinden. Ja, es scheint dies scheint typisch fr die Juden zu sein. 

Letztlich hat all dies seine biblische Ursache in dem entsetzlichen 
Dmon, den sie selbst geschaffen und mit ihrer grsslichen, 
abgrndigen Mentalitt zum Gott gemacht haben. Es ist dies Jahve, 
der sie fr den geringsten Ungehorsam mit den allerscheusslichsten 
Strafen heimsucht. Es ist da nur logisch, dass ein Volk, das 
jahrtausendelang diesen Gott der Rache angebetet hat und sich 
gleichzeitig einbildet, das auserwhlte Volk zu sein, alle paranoiden 
Zge entwickelt hat und zum Gefangenen des Schreckens und der 
Furcht wird. Dass es nicht zur Ruhe kommt und nicht Vernunft 
annehmen will. Dass es seinen Dmonen gehorcht, aber noch nie oder 
allzu selten auf die Stimme der Vernunft gehrt hat." 

Ich behaupte, dass hier sei eine Beschreibung der Juden. Glauben Sie, 
es sei eine gute Beschreibung?

                                                    136
Bergman: Es ist psychologisch, sozialpsychologisch mglich, zu 
belegen, dass es unter gewissen Umstnden schwierig, gefhrlich und 
riskant sein kann, sich mit einer gewissen Auswahl von Texten zu 
befassen. Dies gilt nicht nur fr Texte aus dem Alten Testament, 
sondern auch fr andere Texte religiser Art. Doch soweit, die oben 
zitierten Schlussfolgerungen daraus zu ziehen, gehe ich nicht.

Anklger B: Nein. Auf der nchsten Seite, Seite 7, steht, kurz gesagt, 
die Juden bedienten sich alter Listen, um die Christen unter Hinweis 
auf das Alte Testament vllig zu judaisieren und an sich zu binden. Ich 
gehe nicht nher darauf ein, doch hier wird Luther zitiert, ber die 
Juden und ihre Lgen. Warum wird Ihrer Ansicht nach Luther zitiert, 
und welches Ziel verbirgt sich wohl dahinter?

Bergman: Luther ist fr eine schwedische Zuhrerschaft selbstver-
stndlich nicht unaktuell. Deshalb ist der Verweis auf ihn bestimmt 
nicht an den Haaren herbeigezogen. Die Schrift "Von den Juden und 
ihren Lgen" ist eine von vier, in denen sich Luther gegen die Juden 
wendet. Sie entstand, wie Krister Stendahl sagte, kurz nach 1540, und 
man kann festhalten, dass hier so gut wie alle erdenklichen Lsterungen 
und Schimpfwrter gegen die Juden vorkommen.

Anklger B: Luther hat zwar in einer ganz anderen Zeit gelebt, aber 
kann man ihn als Antisemiten bezeichnen?

Bergman: Durchaus. Was er sagt, ist typisch fr den Antisemitismus 
des 16. Jahrhunderts.

Anklger B: Wenn wir zu Seite 8 bergehen, kann ich eine hnliche 
Frage stellen. Es geht hier um ein Zitat eines Mannes namens 
Montgomery. Auch wird - ich bitte um Entschuldigung, wenn das 
nichts mit der Bibel zu tun hat - Arthur Engberg zitiert. (Ein namhafter  
Sozialdemokrat in der ersten Jahrhunderthlfte.) Er soll gesagt haben: 
"In dieser Expansion liegt der ganze Charakter des Judentums", und 
weiter wird er mit den Worten zitiert, die Juden zerfrssen alles von 
innen, sie untergrben und verbrennten alles. Wie beurteilen Sie diese 
Aussagen Arthur Engbergs?


                                                    137
Bergman: Es mag ja nicht so grob rassistisch sein, dass es von einem 
Hitler-Anhnger stammen knnte, doch diese Art antijdischer 
Aussagen waren in Schweden zu jener Zeit gang und gbe.

Anklger B: Nun gehen wir wieder zu einer Sache ber, die mit der 
Bibel im Zusammenhang steht. Wir sind immer noch bei Aktenbeilage 
12. Als Zitat Nr. 18 ist hier vermerkt: "Stossen wir zu unserem 
Jahrhundert vor, so konstatieren wir, dass so gut wie alle mehr oder 
weniger perversen, sexuell besessenen Theorien von Juden lanciert 
worden sind und von diesen am Leben erhalten werden." 

Dann wird Sigmund Freud genannt, der sexuell besessen gewesen sein 
soll. Auch ein Sektenhuptling namens Scheike taucht auf, der 
angeblich stark von Freuds jdischen Sexualtheorien geprgt sein soll. 
Blttern wir um. Es geht um Freud und seine Ideen, und weiter unten 
wird ein Bibelwort zitiert. "Und wo in der Judenbibel finden wir diese 
perverse Vorstellung als Gebot vom Judengott Jahve?" 

Das folgende Zitat knnen Sie selbst sehen. Es geht darum, ob man 
gezwungen werden kann, seine eigene Leibesfrucht zu verzehren usw. 
Und nun die Folgerung: "Ja, sexuelle Besessenheit und perverse 
Phantasien und Fixierungen sind also etwas echt Jdisches, und dies 
hat seine Auswirkungen auf den Staat Israel. Glubige Juden sehen 
den Staat Israel nicht bloss als das ihnen von Gott  verheissene Land 
an, sondern auch als Muttererde, die stndig befruchtet werden muss 
und nicht von den Unreinen besudelt werden darf, also von den 
Nichtjuden, den Palstinensern oder anderen Vlkern. Israel ist also 
eine Art sexueller Besessenheit." 

Nun will ich Sie mal ganz direkt fragen - wer diese Botschaft hrt, 
kann sich ja die Frage stellen: "Ja sind die Juden denn sexuell 
besessen?" Hegen Sie diese Auffassung? Sind die zitierten Bibelworte 
nicht mglicherweise falsch gedeutet worden?





                                                    138
Bergman: Dass das Judentum eine positive Einschtzung zur 
Schpfung und dem Sexuellen hat, ist vllig klar. Auch bedarf es keiner 
Diskussion darber, dass es eine lebhafte Debatte sowie eine 
ausserordentlich grosse Anzahl von Bchern gibt, die sich mit dem 
jdischen Erbe oder Antierbe bei Sigmund Freud usw. beschftigen, 
dass Juden wie Nichtjuden Freud teils als Fortfhrer, teils als Gegner 
dieses Erbes betrachtet haben. Ich habe, glaube ich, bereits erwhnt, 
dass es eine sehr reiche psychologische und soziologische oder 
sozialpsychologische Wissenschaft gibt, in der Juden eine fhrende 
Rolle gespielt haben. Es ist dies ein Ergebnis der jahrhundertelang 
gespeicherten Erinnerung an das Leiden und andere Erfahrungen, mit 
denen man zu ringen hatte und die man auf allerlei Art zu erklren 
suchte, nicht nur religis, sondern auch psychologisch und sozio-
logisch. 

Auf der theologischen Seite gibt es eine Form der "zionistischen 
Religion", die natrlich vom strikt jdisch-orthodoxen Standpunkt aus 
etwas hchst Merkwrdiges ist. Dort wird der Begriff des Landes 
ungemein strapaziert, und manche, wie Richard Rubinstein, meinen, 
man sei nach Kanaan zurckgekehrt, und man bekomme den Eindruck, 
Kanaan und nicht die alten Israeliten errngen den Sieg. Im 
Zusammenhang damit und mit der Kabbala, die auch viele sexuelle 
Spekulationen enthlt, sind eigenartige Theorien entwickelt worden, das 
lsst sich wohl sagen.

Anklger B: Hier haben wir Aktenbeilage 2. Es geht um usserung 
Nr. 15. Es wird hier eine Bezeichnung fr diverse Erscheinungen 
genannt, nmlich "Chutzpah, jdische Frechheit". Ich greife aus den 
jdischen Frechheiten eine heraus: "Die Juden arbeiten darauf hin, 
die ganze Welt zu erobern, alle, die sich der Judenherrschaft 
widersetzen, zu tten und den Rest der Menschheit zu versklaven, 
sprechen aber dabei von Gerechtigkeit und Frieden." Dies sei 
"wahnsinnig frech". So steht es hier. Das "Imperialistische" wird auch 
erwhnt. Ist das eine richtige Beschreibung der Juden? 





                                                    139
Bergman: Wenn wir den Judenstaat Israel und seine Politik betracht-
en, stellen wir fest, dass er nach der Invasion im Libanon, die "Frieden 
in Galila" genannt wurde, in eine expansive Phase getreten ist. Wenn 
es um den Imperialismus geht, dreht es sich aber um Geld- und 
Machtfragen, und fr solche bin ich kein Spezialist.

Anklger B: Es wird ja an mehreren Stellen behauptet, ich brauche 
wohl keine zu zitieren, dass die Juden auf die Weltherrschaft erpicht 
seien. Einen eigenen Staat anzustreben ist das eine, aber hier steht, sie 
wollten die Welt beherrschen.

Bergman: In gewissen Vorstellungen ber die "Endzeit" stehen 
Passagen wie die, wonach die Vlker aus Osten, Westen, Norden und 
Sden kommen werden, um Abraham, Isaak und Jakob ihre Aufwart-
ung zu machen. Man muss hier zwei Traditionen unterscheiden. Die 
eine beruht darauf, dass man die in der Diaspora verstreuten jdischen 
Gemeinden wieder versammelt. Es gibt auch eine andere Deutung, die 
man als "Ganzheitsperspektive" bezeichnen kann. Sie kann ohne 
weiteres als imperialistisch bezeichnet werden.

Kommen wir auf die "Chutzpah" zu sprechen. Um eine neutrale 
Defini-tion des Begriffs zu erhalten, habe ich in verschiedenen 
Enzyklopdien nachgeschlagen. Es wird etwa folgendes Beispiel fr 
jdische Frechheit genannt: Ein Sohn erschlug beide Eltern und ging 
dann bei der Gemeindekasse schnorren, weil er Waise sei. Wie man 
diese Chutzpah auslegen soll, ist eine andere Frage. Ich habe dieses 
Beispiel aus der Encyclopedia Judaica; ich habe es also nicht selbst 
erfunden.

Anklger B: War das ein konstruiertes Beispiel oder etwas anderes? 
Sie wissen nicht zufllig, ob ihm eine wirkliche Begebenheit zugrunde 
lag?

Bergman: Keine Ahnung...





                                                   140
Anklger B: Aber solche Behauptungen... Nach dem, was Sie sagen, 
ist es doch eine gewaltige bertreibung, zu behaupten, die Juden 
strebten die Weltherrschaft an, wollten alle, die sich ihnen 
widersetzten, umbringen, und den Rest der Menschheit versklaven. 
Wer, glauben Sie, wird durch solche Aussagen betroffen? Wer fhlt 
sich da unwohl? Ist es mglicherweise ein Ausdruck mangelnder 
Achtung vor dem jdischen Volk, so etwas zu behaupten?

Bergman: Da darf ich auf Leon Pinskers Buch "Die Autoemanzipation 
des Judentums" hinweisen. Er war mglicherweise ein noch bedeut-
ender Ideologe des Frhzionismus als Theodor Herzl. Die Arbeit 
stammt aus den sechziger Jahren des letzten Jahrhunderts. Der Autor 
war von Beruf Arzt und stammte aus dem heutigen Ungarn. Er 
schreibt, die Menschen wrden "als zwei Gruppen geboren. Die erste 
Gruppe wird als Juden  geboren, die zweite als Antisemiten." Geht man 
von einer solchen Einteilung der Menschheit aus, so wird man natrlich 
unruhig und kann sich die Konsequenzen ausmalen, die eine 
Verwirklichung dieser Vorstellungen nach sich zge.

Gerichtsvorsitzender: Wie hiess der Verfasser schon wieder?

Bergman: Leo Pinsker.

Anklger B: Meine konkrete Frage ging dahin, ob die Juden darauf 
hinarbeiten, die ganze Welt zu erobern, alle Widersacher der 
jdischen Weltherrschaft zu tten und dann smtliche anderen Vlker 
zu versklaven. Es war eine direkte Frage.

Bergman: Ich sehe hier jedenfalls keinerlei Achtung vor den Juden.

Anklger B: Allerdings nicht. Wir knnen nun zu einer anderen Stelle 
bergehen, Aktenbeilage 43, Seite 14... Ich stelle dazu einerseits 
deshalb eine Frage, weil eine Charakterisierung der jdischen 
Religion vorliegt, andererseits, weil Sie zuvor gesagt haben, die 
Solidaritt mit den Palstinensern sei Ramis vorherrschendes Motiv, 
und deswegen htte ich gerne Ihren Kommentar zu dem folgenden. 


                                                    141
Was hier steht, stammt von einem Mann namens Richard Hejll. Es 
handelt sich um Ausschnitte aus einem von ihm verfassten Artikel in 
einer Zeitschrift, die er selbst herausgab und die Den Enskilde (Der 
einzelne) hiess. Ich zitiere: "Wie muss ein Volk wohl beschaffen sein, 
dass zu allen Zeiten den Abscheu und die Verbitterung aller Vlker 
erweckt hat, ohne dass man dafr einen anderen triftigen Grund 
nennen knnte als den abstossenden Charakter der Juden selbst? 

Sich davon zu berzeugen ist ein Ding der Leichtigkeit. Man braucht 
ja nur jenes Buch zu studieren, welches man gemeinhin das Alte 
Testament nennt, das aber nichts anderes als die Judenbibel ist, jene 
einzigartige Urkunde, in welcher jenes Volk mit vollkommener Auf-
richtigkeit, um nicht zu sagen Naivitt, seinen eigenen grenzenlosen 
Hochmut und seine Selbstgerechtigkeit entblsst, seine eigentmliche 
sogenannte 'Frmmigkeit' und Moralitt, die in christlicher Gestalt 
ganz Europa vergiftet hat." 

Dann heisst es, die Judenreligion sei immer eine Religion des reinsten 
Materialismus gewesen, usw. "Und das ganze Sehnen und Trachten 
des Juden luft darauf hinaus, irdische Macht und Reichtmer zu 
erwerben, so dass er letztlich die Herrschaft ber den ganzen Erdball 
erlangt."  

Und weiter: "Ich habe niemals auf dieser Erde einen so vollendeten 
Egoisten gefunden wie den Juden, und hier haben wir die Wurzel des 
grenzenlosen bermuts und geistigen Hochmuts, der die Juden seit 
jeher kennzeichnet. Ein echter Jude (es geht um Hiob), ein solcher 
eingebildeter Halunke wird von den Christen bewundert. Eine andere 
Eigenschaft, die laut Schopenhauer den Juden stets innewohnte, ist ihr 
vollkommener Mangel an Wahrhaftigkeit, Anstand und Bescheiden-
heit, und dass dies stimmt, kann gewiss nicht bestritten werden. Doch 
diese Schamlosigkeit, die der Jude allerdings gelegentlich zu 
verbergen sucht, stellt ein unzweideutiges Zeichen eines niedrigen und 
primitiven Charakters dar und hat fraglos mehr als alles andere zu 
dem Abscheu beigetragen, die man schon in der Antike vor der 
jdischen Rasse empfand." Ist das Rassismus?



                                                    142
Adv. F: Das sind aus dem Zusammenhang gerissene Zitate aus einem 
langen Aufsatz. Ich meine, Sie sollten dem Zeugen eine Chance bieten, 
sich ein Gesamtbild von dem Aufsatz zu machen.

Ahmed Rami: Heill war selbst ein Jude, doch trat er zum Christentum 
ber. Wenn er das Judentum kritisiert, bezieht er sich nicht auf den 
biologischen oder ethnischen Aspekt, sondern auf die Religion.

Anklger B: Ich glaube nicht, dass Rami imstande ist, zu deuten, was 
er meinte. Doch glaube ich, wenn wir den ganzen Artikel lesen, macht 
dies die Sache kein bisschen besser. Es wrde Zeit beanspruchen, 
vielleicht eine halbe Stunde. Sollen wir das tun? Gehrt das hierher?

Advokat F: Ich glaube, Sie sollten dem Zeugen eine Chance bieten, 
indem wir den Artikel ganz lesen, um uns ein umfassendes Bild machen 
zu knnen. Doch zuerst mssen wir wissen, ob der Zeuge berhaupt 
das Bedrfnis nach einer so vollstndigen Information ber den Autor 
und den Zusammenhang empfindet, in dem der Aufsatz zu sehen ist.

Bergman: Ich muss zugeben, dass ich den Verfasser nicht kenne.

Gerichtsvorsitzender: Sie knnen ja sagen, aus welcher Zeit der 
Artikel stammt.

Anklger B: Ja, das steht im Text. Ich entsinne mich nun nicht mehr, 
ob es 1962 oder 1965 war, aber das spielt wohl keine so grosse Rolle. 
(Der Text wird verlesen.)

Anklger B: Nach dieser Lektre stelle ich nun die Frage: Knnen Sie 
sich eine Meinung darber bilden, ob das hier nun Rassismus ist oder 
nicht?

Bergman: Vielleicht liegt hier das vor, was man bisweilen als 
"jdischen Selbsthass" bezeichnet.

Anklger B: Ja so. Knnen Sie nicht beantworten, ob es Rassismus ist 
oder nicht?


                                                   143
Bergman: Wenn der Betreffende selbst Jude ist, ist eine solche 
Beurteilung hchst knifflig. Es wrde dies ja voraussetzen, dass er sich 
selbst mitbeurteilt. Die Frage stellt sich hier, wie man die Kritik eines 
Juden am Judentum auffassen soll, wenn er seiner Religion den Rcken 
gekehrt hat, aber von einem "rassistischen" Standpunkt aus natrlich 
weiterhin Jude ist.

Anklger B: War Engberg Rassist?

Bergman: Das glaube ich nicht. Aber es geht hier ja um Hejll.

Anklger B: Nun, hier sollen wir alles beurteilen, wir drfen Hejll 
nicht isoliert betrachten... Beachten Sie auch die Wendungen "der 
abstossende Charakter des Juden selbst" und "man braucht ja nur 
jenes Buch zu studieren, welches man gemeinhin das Alte Testament 
nennt". Hier sind wir also wieder bei der Bibel.

Bergman: Wenn das mit dem Alten Testament in Verbindung steht, so 
kann man sagen, dass es eine Form der Schmhung darstellt. Es ist 
offenkundig, dass hier alttestamentarische Zitate auf eine Weise ver-
wendet werden, die man traditionall als Schmhung bezeichnet. Man 
knnte auch von Gotteslsterung reden. Nun ist aber der Gottes-
lsterungsparagraph aus dem Strafgesetzbuch entfernt worden ...

Anklger B: Darber brauchen wir uns hier wohl kaum den Kopf zu 
zerbrechen. Es geht hier um "Hetze gegen eine Volksgruppe". Die 
jdische Volksgruppe, wohlverstanden. Ist dieser Ausdruck hier 
berechtigt?

Bergman: Ich frage mich, ob ich hierher geholt worden bin, um darauf 
zu antworten. Ich dachte, das sei die Aufgabe der Jury. Ich bin als 
Experte herangezogen worden, und zwar nicht, um festzustellen, was 
"Hetze gegen eine Volksgruppe" ist, sondern um darzulegen, wie man 
Bibelstellen anwendet und welche Funktion sie erfllen.

Anklger B: Ich nehme das als Antwort. Es ist eine Antwort mit einer 
ganz bestimmten Tendenz; darum gebe ich mich damit zufrieden.


                                                    144
Bergman: Soll die Meinung des Experten darber, ob hier "Hetze 
gegen eine Volksgruppe" vorliegt oder nicht, bercksichtigt werden? ... 
Ich bleibe bei meiner Meinung, dass man Ahmed Ramis Ttigkeit und 
die Hrte seiner Attacken nicht verstehen kann, wenn man nicht 
versucht, die reelle Situation von palstinensischem Standpunkt aus zu 
sehen.

Anklger B: Sie werden doch nicht etwa ernstlich behaupten - und ich 
gehe davon aus, dass ich mit einem Professor spreche, der ein 
normales Urteilsvermgen besitzt - dass man in einer Darstellung, 
deren zentrales Ziel die Bekundung von Solidaritt mit den 
Palstinensern ist, antisemitische und grob judenfeindliche Elemente 
aufnehmen darf. Sie werden doch nicht sagen, dies sei gestattet? 

Gewisse bertreibungen kann man in einer religisen oder sonstigen 
Debatte zulassen, aber die Solidaritt mit den Palstinensern als 
Vorwand fr dergleichen Dinge zu nehmen, besonders die zuletzt 
zitierten Sachen ber die Juden, das geht doch zu weit. Das kann doch 
nicht Ihre Ansicht sein? Jedenfalls ist es der Absicht nicht frderlich, 
die Sie genannt haben. Beim vorliegenden Prozess geht es ja um 
"Hetze gegen eine Volksgruppe", und dabei mssen die verschiedenen 
usserungen beurteilt werden, die gefallen sind. Diverse usserungen 
werden der Jury vorgelegt werden, und sie wird entscheiden mssen, 
ob da Hetze gegen eine Volksgruppe vorliegt oder nicht. Darum geht 
es schliesslich.

Bergman: Ist es die Aufgabe der Experten, auf gleiche Art zu 
antworten? Ich frage mich nun wirklich, in welcher Eigenschaft ich hier 
bin: Als denkender Professor, als denkender Mensch oder als 
Jurymitglied. Es ist eine eigenartige Situation, wenn man als Expert zu 
einem gewissen Thema befragt wird und das Ergebnis dann ist, dass die 
Expertenaussage als Massstab dafr genommen wird, ob eine Aussage 
Hetze gegen eine Volksgruppe darstellt oder nicht. Ich soll also den 
Entscheid der Jury vorwegnehmen und zugleich hier sitzen und euch 
mit einem bestimmten Material versorgen.




                                                    145
Anklger B: Aber wenn der Prozess so verluft, dass auch Sie als 
Experte von der Verteidigung Ramis herbeigezogen werden, dann 
gehrt es zu den Spielregeln, dass Sie auch Fragen der Gegenseite 
beantworten mssen.

Bergman: Aber es sollen Expertenfragen sein.

Anklger B: Htten Sie gesagt, ein Teil des Materials - derjenige, der 
die Palstinafrage behandelt - sei von Ahmed Ramis Standpunkt aus 
zu verteidigen, aber andere Teile seien Antisemitismus und htten 
nichts mit der Palstinafrage zu tun, so htte das die Sache 
vereinfacht. Doch nun haben Sie behauptet, dies liesse sich 
rechtfertigen, und es sei Ausdruck von Ramis Solidaritt mit den 
Palstinensern, und da ist es durchaus nicht merkwrdig, dass ich 
diese Fragen stelle.

Bergman: Ich habe gesagt, wenn wir Ahmed Ramis Handeln verstehen 
wollen, so mssen wir beim Konkreten beginnen, also bei den Leiden, 
den Schikanen und dem Schlimmeren, was den Palstinensern im 
besetzten Gebiet zustsst. Ich sagte dies nicht, um zu verteidigen, 
sondern um einen Klrungsversuch zu unternehmen.

Anklger B: Aber die letztendliche Frage, die hinter meinen 
stndigen, bohrenden Fragen liegt, ist doch: Liegt hier eine 
Missachtung der Juden vor? Man kann sich ja auf eine Art und Weise 
ausdrcken, die sich verteidigen lsst, doch haben wir es ja mit einem 
Verbrechen zu tun. Darum stelle ich doch diese Fragen! Doch nun 
will ich es auf sich beruhen lassen und nicht weiterbohren.

Adv. F: Es ging um Aktenbeilage 43, Anklagepunkt 2. Hier haben wir 
eine Menge Material, gegen das Klage eingereicht worden ist. Ich 
begreife, dass man nicht alles im Kopf behalten kann, doch wenn ich 
nur ein wenig aus der Einleitung vorlese, von einem Text, in dem es 
um das Koscherschlachten geht, so mchte ich Ihnen dann eine Frage 
stellen.




                                                    146
"Wir alle sehen am Fernsehen und in den Zeitungen recht oft Bilder, 
wo die jdischen Soldaten in Israel gensslich und auf rituelle Weise 
gefesselten, wehrlosen Palstinensern Beine und Arme brechen, wo 
jdische Soldaten Palstinenser lebend begraben, einen lebenden 
Palstinenser in seinen Backofen stossen, um ihn zu verbrennen" usw. 

Zuerst wird also Mitleid mit Menschen erweckt, und dann geht man zu 
den Tieren und zum Tierschutz ber. Sehen Sie irgendeine Verbindung 
zwischen dem eben vorgelesenen Text und der Palstinafrage?

Bergman: Zu Beginn ein ganz direkter Zusammenhang. Am Fernsehen 
sieht man das Schlachten von Menschen. Dann springt der Gedanke 
auf das koschere Schlachten. Der Zusammenhang existiert in der Tat. 
Ich kann brigens auf das Bild verweisen, das ich vor mir habe; es 
stammt aus der israelischen Zeitung Yediot Aharanot vom 5. Februar 
1988 und wurde von einem Journalisten namens Jigal Sarnah auf-
genommen. 

Es geht um einen Rabbiner, der bei einer auf den Golan-Hhen 
stationierten Einheit als Armeegeistlicher eingesetzt war. Man ging mit 
Knppeln auf Araberpirsch, und der Rabbiner prgelte auch wacker 
mit. Dann sagte er aber: "Ich sehe es als meine Aufgabe, die Soldaten 
so zu beeinflussen, dass sie keinerlei Freude empfinden, wenn sie diese 
Palstinenser prgeln." Der Rabbiner beteiligt sich also an den 
Prgeleien, setzt sich aber dafr ein, dass die Schlger kein Vergngen 
bei ihrer Arbeit empfinden... Dies ist nur ein konkretes Beispiel, das 
natrlich nichts ber den Zusammenhang zwischen dem Prgeln und 
dem Koscherschlachten besagt...

Adv. F: Eine andere Frage, die whrend Ihrer Befragung durch den 
Anklger gestellt wurde, betritt diese usserung, die in der Klage vom 
20. Mrz erwhnt wird. Es geht also um Aktenbeilage 10 und 
Anklage-punkt 18. Das Thema sind Sexualtheorien, Sigmund Freud 
und dass Zitat aus dem 5. Mosesbuch, Kapitel 28, wo vom Verzehren 
seiner eigenen Leibesfrucht gesprochen wird. 



                                                    147
Unten auf Seite 13 heisst es: "Glubige Juden sehen den Staat Israel 
nicht bloss als das ihnen von Gott verheissene Land an, sondern auch 
als Muttererde, die stndig befruchtet werden muss und nicht von den 
Unreinen besudelt werden darf. Israel ist also eine Art sexuelle 
Besessenheit." Sehen Sie hier eine Verknpfung mit der 
Palstinafrage?

Bergman: Im Hohen Lied findet sich eine sehr reiche, schwer zu 
deutende Symbolwelt. Die Braut, der Brutigam, Tochter Zion im Ver-
hltnis zu Gott. Die Erde, Eretz Israel, wird da fast vergttlicht; Land 
und Volk sind so vereint, dass man an die Symbolik des Hohen Lieds 
mit seinen Hinweisen auf Braut und Brutigam denken kann. 

Besonders in der lurianischen Kabbala findet man eine Entwicklung der 
mittelalterlichen Kabbala, die whrend des 16. Jahrhunderts in Safed 
entstand. Dort wird die Symbolik von Mann, Frau und Vereinigung 
stark weiterentwickelt. Ohne Zweifel sind dergleichen Vorstellungen die 
Grundlage fr manche Sexualtheorien jdischer Verfasser, woraus man 
allerdings keine sicheren Folgerungen ziehen kann. In gewissen 
Traditionen wird behauptet, dies habe auch sexuell stimulierende 
Effekte. Doch gibt es auch Forscher, die hier unschlssig sind.

Adv. F: Der Anklger hat Ihnen auch eine Frage ber den 
"Holocaust" gestellt, im Zusammenhang mit dem, was in den 
Programmen ber den Holocaust gesagt wurde und was in 
Aktenbeilage 43 vom 31. Mai erwhnt wird. In einem Programm war 
vom "Holocaust-Mythos" die Rede, und die Frage lautet: Besteht hier 
eine Verbindung zum Palstinakonflikt? Professor Hjrpe, der gestern 
hier war, meinte, ein mglicher Gedankengang laute dahingehend, 
dass der "Holocaust" israelischerseits ausgeschlachtet wird, um Kritik 
abzuwrgen. Die Palstinenser mssen gewissermassen fr den 
Vlkermord an den Juden whrend des 2. Weltkriegs bezahlen. 
Scheint dies auch Ihnen eine vernnftige Erklrung?

Bergman: Dies ist ganz sicher mglich...

Adv. F: Oder begreiflich.


                                                    148
Bergman: Ja, da kann ich voll zustimmen.

Adv. F: Die Verbindung mit Palstina ist also begreiflich?

Bergman: Man kann gewissermassen sagen, der "Holocaust" sei eine 
europische Frage. Ich ziehe allerdings die Begriffe "Shoa" oder 
"Judenmord" vor, denn der Begriff Holocaust bedeutet eigentlich 
"Brandopfer" und scheint mir sehr unpassend. Der "Judenmord" gehrt 
nicht zur Geschichte der Palstineser. Ich behaupte damit nicht, er habe 
sich nicht zugetragen, doch er wird auf eine grausam ungerechte Weise 
mit der palstinensischen Geschichte gekoppelt. 

Die Palstinenser mussten bezahlen, was eigentlich andere htten 
bezahlen sollen. Hier haben wir es natrlich mit unschuldigen Opfen zu 
tun. Dies alles bedeutet nicht, dass wir den "Judenmord" bestreiten. 
Man fragt sich nur, warum Menschen, die diesen "Judenmord" direkt 
oder indirekt miterlebt haben, sich nicht mehr von der Gewalt 
distanzieren, wenn die Mglichkeit besteht, ohne Gewalt auszu-
kommen.

Adv. F: Wir sprachen vorher ber die Siedlungen. Stehen Ihnen 
Informationen darber zur Verfgung, wie die Siedlungsttigkeit 
wirtschaftlich finanziert wird? Sie haben ja jene Gegend unzhlige 
Male besucht. Ich meinte, vielleicht wissen Sie darber mehr.

Bergman: Es gibt verschiedenartige Finanzquellen. In Israel besteht 
eine Art Doppelwirtschaft. Vor der Bildung des Judenstaates Israel war 
es vllig klar, dass man jdischerseits die knftigen Strukturen des 
Staats vorbereitete und hatte provisorische Organisationen, die spter zu 
Departementen werden konnten. Was jedoch die Jewish Agency und 
den Jewish National Fund anbelangte, also die grossen Finanz-fonds, so 
wurden sie dem israelischen Wirtschaftsdepartement niemals unterstellt. 
Sie stellen den anderen Teil der israelischen Wirtschaft dar. Neben der 
Jewish Agency  und dem Jewish National Fund gibt es noch eine Reihe 
hnlicher Organisationen, und in den USA gibt es Spendensammler, die 
ganz spezifisch fr die verschiedenen Besiedlungsaktionen schnorren. 

                                                    149
Im grossen ganzen kann man sagen, der Jewish National Fund setze 
sich dafr ein, dass der Boden jdisch wird. Dies bedingt natrlich eine 
positive Einstellung zu den Siedlungen. Besorgniserrregend ist, dass 
diese Besiedlungspolitik mit vollem Einverstndnis des Likudblocks 
erfolgt. Man schlug also nicht den blichen Weg ein, den gesetzlichen 
Weg, sondern Gruppen, die oft direkt vom Gush Emunim inspiriert 
waren, schufen vollendete Tatsachen und weigerten sich dann unter 
Berufung auf ihr biblisches Recht auf das Land, die Siedlungen zu 
rumen. Die intensive Besiedlungspolitik, die nach der Besetzung von 
1967 anfing, wurde im nachhinein legalisiert. 

Der Geldstrom kommt also vom Jewish National Fund und anderen 
Sonderfonds. Man kann sich fragen, warum man, als man die 
Grndung des Judenstaates Israel beschloss, den Jewish National Fund 
nicht dem neuen Staat unterstellte. Darber knnte man lange 
diskutieren.

Gerichtsvorsteher: Ich habe nur eine Frage betreffs "Gush Emunim". 
Man hat davon gesprochen, als ob das allen verstndlich wre. Viel-
leicht verstehen es doch nicht alle?

Bergman: "Gush" bedeutet Block, und "Emunim" ist Plural und 
bedeutet "die Glubigen". "Emunim" ist dasselbe hebrische Wort, das 
wir in "Amen" haben.

Ahmed Rami: Ich mchte Sie fragen, ob es Ihrer Meinung nach 
Parallelen zwischen den Gefhlen der Muslims gibt, die sich durch 
Rushdies Buch gekrnkt fhlen, und den Gefhlen der Zionisten, die 
sich durch Radio Islam beleidigt fhlen. Warum verteidigt man 
Rushdies Recht auf freie Meinungsusserung, whrend man Radio 
Islam zum Schweigen bringen will?

Bergman: Das ist eine berechtigte, wesentliche Frage, und hierzu 
mchte ich mich vielleicht abschliessend ussern. Ein Prozess wie der 
gegenwrtige weist ja zahlreiche Komponenten auf. Ich habe mehrfach 
unterstrichen, dass meiner Auffassung nach das, was am heftigsten 
attackiert wird, die gegenwrtige Politik des jdischen Staates Israel 
gegenber den Palstinensern ist. 

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Und hier ist es ja klar, dass Paragraphen wie der ber "Hetze gegen 
eine Volksgruppe" versagen. So heftig die Angriffe auf ein politisches 
System auch sein mgen, mit "Hetze gegen eine Volksgruppe" hat das 
nichts zu tun. Es ist wohlverstanden usserst wichtig, dass die 
Meinungs- und Pressefreiheit gewahrt werden muss, wenn es um 
politische Kritik geht. Dann kommt der Begriff "Schmhung" oder 
"Lsterung", also direkte Angriffe auf eine Religion. Dafr gab es 
frher den Gotteslsterungsparagraphen. Wir in Schweden haben den 
abgeschafft. Soweit ich mich erinnere, fand der letzte Prozess wegen 
Gotteslsterung anno 1964 statt, und niemand wurde dabei verurteilt. 
Es gilt unbedingt zu vermeiden, dass der hier zur Anwendung 
gelangende Sonderparagraph ber "Hetze gegen eine Volksgruppe", 
dessen Wurzeln ins Jahr 1948 reichen, in der Praxis nicht zu einen 
neuen, getarnten Gotteslsterungsparagraphen wird. So betrachte ich 
das ganze.

Gerichtsvorsteher: Es ging doch um Rushdie...

Bergman: Ich versuche mich in die Gestalt des Justizministers zu 
versetzen, der Rushdies Buch nicht wegen "Hetze gegen eine 
Volksgruppe" angeklagt hat. Es ist vllig eindeutig, dass Rushdies Werk 
- besonders Zwei kapitel davon - eine ganz klare Lsterung darstellt. 
Htten wir den alten Paragraphen noch, so wre ich sehr erstaunt 
gewesen, wenn es keinen Prozess gegeben htte. Der Begriff 
"Lsterung" wird immer verwendet, wenn es gegen eine Religion geht.

Ich sagte in meinen frheren Auslassungen, es gebe im Material von 
Radio Islam viele Flle von Lsterung, in der Art und Weise, wie man 
alttestamentarische Zitate benutzt und Zitate aus anderen heiligen 
jdischen Schriften. Doch die Einstellung der schwedischen Gesell-
schaft luft, wenn ich sie recht verstehe, darauf hinaus, dass, wenn es 
um die Religion geht, keine Grenzen der Meinungsusserung gesetzt 
sind. Das mag uns missfallen, oder wir mgen denken, man knne 
seine Ansichten anders ausdrcken. Problematisch ist, dass in Para-
graphen ber "Hetze gegen eine Volksgruppe" unter anderen das 
religise Moment figuriert, was also bedeutet, dass die Religion indirekt 
ins Spiel kommt, vom Standpunkt der Glubigen aus gesehen. Dies ist 
natrlich das grosse Problem. 

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Wie wir ohne weiteres feststellen knnen, erregen sich die Moslems in 
Schweden wie anderswo aufs allerheftigste ber die in Salman 
Rushdies "Satanischen Versen" geusserten Angriffe auf den Propheten 
Mohammed und seine Verwandtschaft. Dementsprechend kann ich 
auch begreifen, dass man sich jdischerseits ber Radio Islam aufregt. 
Doch der gegenwrtige Prozess wird nicht wegen Lsterung gefhrt. 
Angriffe auf eine Religion sind im heutigen Schweden gestattet.

Gerichtsvorsitzender: Gibt es hierzu noch etwas?

Ahmed Rami: Rushdie schreibt, die Moslems gingen in der heiligen 
Kaba zu Mecka umher und warteten auf eine Dirne, die sich dort 
befinde. Dies ist eine Lge und eine Lsterung. Von den Muselmanen 
wird so etwas nicht nur als Missachtung der Religion, sondern auch als 
Missachtung ihrer selbst aufgefasst. Rushdie lgt einfach. Ich zitiere 
wenigstens aus dem Alten Testament, aber Rushdie zitiert frei erfund-
ene Szenen!

Bergman: Das ist noch nicht alles. In dem Kapitel, wo es um den 
Harem des Propheten geht, lsst Rushdie parallel dazu ein Bordell 
entstehen, wo man so um eine Steinsule geht, wie man es in der Kaba 
tut. Das ist ohne jeden Zweifel eine arge Lsterung!

Gerichtsvorsitzender: Ist das nicht vielleicht ein anderes Thema?

Bergman: Ich mchte nur das Problem aufzeigen, das hier vorliegt. Die 
Moslems sagen, wir fhlen uns als Volksgruppe, als religise Gruppe, 
durch diese Dinge beleidigt. Der Justizminister sagt, gut, das ist eine 
Lsterung, aber eine solche ist straffrei. Und dann haben wir ein 
Parallelfall. Die Juden in Schweden, und sicher auch anderswo, fhlen 
sich durch Radio islam grob verunglimpft. Doch wrde man auch dies 
unter dem Begriff Lsterung behandeln, so gbe es keinen Prozess. Wir 
haben es folglich mit der heiklen Unterscheidung zwischen einer harten 
Attacke auf eine Religion - einer Lsterung - und der Beleidigung von 
Menschen auf Grund ihrer religisen Zugehrigkeit zu tun. Ahmed 
Rami fhlt sich durch Rushdies Buch als Moslem verunglimpft, aber 
der Justizminister sagt, nicht Rami werde beleidigt, sondern seine 
Religion.

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               Ahmed  Rami




























      Ein  moderner
      Hexenprozess


                    Deutsche bersetzung: Jrgen  Graf

Ein  Mrtyrer  der
Meinungsfreiheit !


Der marokkanische Freiheitskmpfer Ahmed Rami, der 
sich als junger Offizier an zwei Versuchen beteiligte, die 
korrupte knigliche Diktatur seines Landes zu strzen, kam 
als politischer Flchtling nach Schweden. 

Als er nach Schweden kam, glaubte er, in einer utopischen 
Landschaft gelandet zu sein, wo die soziale Demokratie 
soweit verwirklicht war, wie man billigerweise verlangen 
konnte: mit kostenlosem Gesundheitswesen, einer an-
stndigen Altersversorgung fr alle sowie eine erfrisch-
ende, umfassende Meinungsfreiheit.

Als schwedischer Staatsbrger wollte er natrlich auch 
weiterhin fr seine Ideale - Freiheit und Gerechtigkeit - 
kmpfen, diesmal mit Hilfe des Wortes. In mehreren 
Bchern argumentierte er fr die Rechte der unterdrckten 
Araber in Palstina und widersetzte sich den Ansprchen 
der zionistischen Eroberer in Israel auch in den Sendungen 
des von ihm gegrndeten Radio Islam .

Mit der zionistischen Macht in schwedischen Massen-
medien hatte er aber nicht gerechnet, und wurde nun 
wegen "Missachtung der jdischen Volksgruppe" ange-
klagt und zu einer sechsmonatlichen Gefngnisstrafe ver-
urteilt!

Die von den Machthabern inszenierte Krnkung der 
Meinungsfreiheit liess er aber nicht stillschweigend ber 
sich ergehen, sondern enthllte sie in einem Buch von 
diesem Hexenprozess in unserer modernen Zeit. Es liegt 
hier in deutscher bersetzung vor!


























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